Am nächsten Morgen hieß es mal wieder früh aufstehen, denn wir hatten uns dazu entschlossen eine Kajak-Tour zu machen. Diese startet für gewöhnlich um 6 Uhr morgens, wir wurden allerdings etwas verschont. Unser Tour begann erst um 6:30 Uhr. Zunächst wurden wir von unserem Guide Dino begrüßt und er hat sich versichert, dass die Schwimmweste bei jedem richtig saß. Mit dem Motorboot wurden wir alle zum Eingang des Tortuguero-Nationalparks gefahren. Aus diesem sind wir dann in die Kajaks umgestiegen und los ging’s.

Nach ein paar 360-Grad-Drehungen und Hin- und Herfahren, hatten wir uns etwas an die Handhabung des Kajaks gewöhnt. Es bedarf Koordination und Kommunikation um in einem Doppel-Kajak vorwärts zu kommen. Einige andere Kajak-Gruppen waren ebenfalls bereits unterwegs. Es gab auch ein paar Motorboote, die im Nationalpark unterwegs waren, aber diese konnten nicht so nah ran wie wir.

Direkt zu Beginn haben wir einige Leguane gesehen, die sich unheimlich gut in den Bäumen versteckt haben. Durch ihre orange-grünliche Färbung fallen sie kaum auf. Auch einigen Vögeln, die am Ufer saßen, konnten wir ziemlich nah kommen. Der rechte Vogel ist ein Blaureiher. Diesen Namen konnte uns Dino sogar auf deutsch nennen.

Der große Vorteil von unseren Kajaks war, dass wir auch in einen kleinen Kanal hinein paddeln konnten. Das war wirklich schön. Auf einmal war man direkt in der Natur. Dort haben wir keine Tiere gesehen, aber wir konnten uns einen Überblick verschaffen, wie der Großteil des Nationalparks aussieht: schlammiger Boden mit vielen Bäumen und Pflanzen.
Mit der Zeit wurde es deutlich wärmer und anstrengender. Gegen halb neun war unsere Tour vorbei und wir wurden wieder am Fuße des Nationalparks abgeholt. Zurück am Hotel wurde mit dem Frühstück auf uns gewartet und begrüßt wurden wir von einem Leguan.

Nach der frühen sportlichen Aktivität haben wir uns zunächst im Pool abgekühlt. Das Wetter war wirklich traumhaft, ohne Wolken und nur Sonne. Kurze Zeit später gab es aber einen Umschwung. Schnell zog es sich zu und auf einmal fing es an zu schütten.

Wir hatten uns zuvor ein ruhiges Plätzchen zum Schreiben gesucht und waren zum Glück halbwegs vom Regen geschützt. Doch schnell merkten wir auch, dass der Regen einfach von allen Seiten kam. Als es sich kurze Zeit später wieder beruhigte, also es nur noch wenig regnete, haben wir unser Plätzchen dann auch wieder eingetauscht.

Zum Abend hin wurde das Wetter auch nicht besser. Aber wir konnten uns die Zeit gut vertreiben mit ein paar Cocktails und ein paar Runden Mau Mau, das wir einigen aus unserer Reisegruppe beigebracht hatten. Das war eine ziemlich witzige Sache, da wir ein Kartendeck mit deutschen Bild dabei hatten. Dieses hat die Farben Eichel, Laub, Herz und Schellen. Unsere Mitspieler aus UK, Australien, Kanada und Schweden haben dann daraus Red Diamond, Green Leaf, Heart und Bour Bubble gemacht. Und dann hieß es auch schon wieder Rucksack packen, denn am nächsten Tag ging es weiter zu unserem letzen Stop.