Um unseren letzten Colones auszugeben, wollten wir am letzten Morgen in San José nochmal schön frühstücken gehen. Glücklicherweise haben wir noch Leute von unserer Reisegruppe getroffen und sind dann gemeinsam losgezogen. Das Frühstück war wirklich sehr sehr lecker. Für mich gab es Pancakes. Michi hingegen hatte noch nicht genug von Rice and Beans und entschied sich für etwas traditionelleres. Bei bestem Wetter haben wir die letzten Stunden noch genossen bevor es dann in Richtung Flughafen ging.

Wir waren so zeitig am Flughafen, dass der Schalter unserer Fluggesellschaft Latam noch gar nicht geöffnet war. Dem Ratschlag von unserem Guide Pamela, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, sind wir gefolgt. So waren wir eben die allerersten in der Schlange.
Die Ausreise und die Sicherheitskontrolle haben reibungslos geklappt. Dann haben wir uns den Flughafen noch von allen Seiten angeschaut bis es hieß Boarding. Unerwartet entspannt lief dies ab, ohne lange Schlangen, wie man das aus Deutschland sonst so kennt.

Mit etwas Verspätung sind wir dann Richtung Peru gestartet. Im Flieger wurde sogar ein Snack und ein Getränk serviert. Glücklicherweise war der Flieger nicht ausgebucht, deshalb hatten wir einen freien Mittelplatz und konnten uns etwas ausbreiten.
Der Flug verlief relativ ruhig, mit ein paar Turbulenzen. Diese hielten die anderen Gäste allerdings nicht davon ab trotzdem weiterhin aufs Klo zu gehen, obwohl die Anschnallzeichen an waren.
Und dann waren wir in Lima gelandet und es ging zur Einreisekontrolle. Diese gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ohne Visum kann man sich hier als deutscher Tourist 90 Tage aufhalten. Wir gaben an drei Wochen bleiben zu wollen, als der Einreisebeamte uns fragte. Abgestempelt erhielt ich meinen Pass zurück, aber Michi nicht. Der Beamte sagte nur Michael, come! und lief in Richtung Büro. Michi folgt und ich auch, bevor er zu mir nur No! sagte. Also hab ich am Schalter gewartet. Und die Zeit verging… kurze Zeit später kam der Beamte wieder zurück, aber ohne Michi. Ich durfte dann hinter den Kontrollen warten, stets in Sichtweite von dem Beamten. Michi stand währenddessen bei der Polizei an bis er in ein Verhörzimmer zitiert wurde. Der Polizist fragte ihn, ob er spanisch spreche und ob er das erste mal in Peru sei. Nach „hablo solo un poco español” und “si, primera vez en peru” durfte Michi wieder gehen. Was das Problem an der Sache war, hat uns keiner gesagt.
Mit etwas mulmigem Gefühl, aber froh über die Einreisestempel, sind wir dann endlich zur Gebäckausgabe gegangen. Unsere Rucksäcke waren bereits die letzten Stücke und wurden von Flighafenangestellten bereits abgeräumt.
Dann machten wir uns mal auf in Richtung unserer Wohnung. Also wir das Flughafengebäude verlassen hatten, waren da unzählige viele Menschen. Alles war sehr wuselig und überall hieß es Taxi, Taxi, Taxi. Wir wollten auch mit dem Taxi fahren, einen Taxistand haben wir allerdings nicht entdeckt. Ein recht zuvorkommender Mann erklärte uns dann, er sei Taxifahrer, habe eine Lizenz und hat uns gleich den Wagen mit den Rucksäcken abgenommen. Wir gingen mit ihm mit. Auf der Fahrt stellte sich dann leider schnell raus, dass dies kein offizielles Taxi war. Seine dubiose Preisliste hat dies schnell offenbart. Wir konnten ihn allerdings sehr gut runterhandeln, sodass wir nur minimal mehr gezahlt haben, als dies bei einem offiziellen Taxi gewesen wären. Also nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.
Im Stadtteil Miraflores war unsere Airbnb Wohnung gelegen. Im 14. Stock hatten wir ein kleines Apartment gemietet. Die Wohnung war sehr niedlich und sauber. Froh darüber, endlich angekommen zu sein, sind wir erstmal schlafen gegangen.
Am nächsten Morgen hatten wir zunächst ein paar Sachen zu erledigen, Bargeld holen, Wäsche abgeben und Einkaufen gehen, standen auf der To-do-Liste. Dann haben wir erstmal in unserer kleinen Wohnung gefrühstückt, bevor wir anschließend die Stadt erkunden wollten.
