Schweren Herzens haben wir Lima verlassen. Nach langen Überlegungen entschlossen wir uns nach Santa Cruz de la Sierra in Bolivien zu fliegen. Unser Flieger ging um 00:15 Uhr, mitten in der Nacht. In Südamerika gibt es eben kein Nachtflugverbot. Mit Sack und Pack sind wir mal wieder zur Touristen Info am Kennedy Park gegangen, da von dort der Airport Express Bus abfährt.

Am Flughafen stand dann noch die Ausreisekontrolle an. Ob dieses Mal alles glatt läuft? Am Schalter erhielt ich direkt meinen gestempelten Pass zurück. Als der Polizist dann allerdings seinen Stempel in die Schublade legte, ahnten wir böses. Es hieß wieder Michael, come! Ich blieb direkt zurück, wohl wissend, dass ich eh nicht hätte mitgehen dürfen. Nach ewigen 10 Minuten kamen Michi und der Polizist zurück, sein Pass wurde abgestempelt und wir durften gehen. Michi erklärte mir dann, dass er einen Namensvetter hat, der in Peru polizeilich gesucht wird. Dies hätte ihm der Polizist erklärt. Na das ist ja ma ne Antwort. Leider sagte der Polizist allerdings auch, dass er vermutlich bei jeder Ein- und Ausreise rausgezogen werden würden, bis der Gesuchte geschnappt wird.
Der Flug war sehr ruhig und um halb vier Uhr morgens sind wir dann in Santa Cruz gelandet. Dieses Mal hatten wir uns über die Taxisituation vor Ort informiert und haben direkt ein offizielles Airport-Taxi gefunden, diese sind blau-weiss. Für unseren Aufenthalt hatten wir uns ein etwas besseres Hotel rausgesucht, da auch einiges an Organisation und Planung anstand. Bislang hatten wir noch keinen Plan, wie genau unsere Reise weitergehen soll.

Glücklicherweise hatten wir einen Early-Check-In gebucht und konnten somit direkt auf unser Zimmer. Das extra Geld hat sich wirklich gelohnt, denn nach einem Schläfchen konnten wir auch schon das Hotel-Frühstück genießen. Die vergangene Nacht steckte uns allerdings noch sehr in den Knochen und ebenso die Wärme. In Santa Cruz waren es 33 Grad.

Einen Großteil der Zeit haben wir natürlich zum weiteren Planen genutzt. Verschiedenste Möglichkeiten haben wir durchgespielt, aber keine hat uns so richtig gefallen. Aufgrund der Infrastruktur hätten einige Städte doppelt angefahren werden müssen.
Am nächsten Tag haben wir uns ein Reisebüro gesucht, welches uns bei der neuen Planung unterstützt hat. Und zack, da stand sie schon unserer neue Route. Keine Doppelungen, Zeit zur Akklimatisierung aufgrund der Höhe und alle Stops dabei, die wir uns vorgestellt hatten. Sogar einen besonderen Zusatzstop konnten wir einbauen.
Erleichtert und mit neuem Elan konnten wir am nächsten Tag die Umgebung von Santa Cruz entdecken.