An unserem letzten Morgen in La Paz wollten wir nochmal ein ausgiebiges Frühstück genießen. Jeden Morgen Avocado-Brot wird halt auch irgendwann mal langweilig. Also hatte ich ein schönes und gut bewertetes Café rausgesucht. Dass ich das später teilweise noch bereuen würde, hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht gedacht.

Mit Nichts als einem Tee bzw. einem Kaffee im Magen ging es los. In der Nähe von dem Café waren wir bereits mal Abends Essen, also kannten wir den Weg. Ab dann, die letzten zwei Blöcke, ging es nur noch bergauf mit Treppen. Im Café angekommen war ich am Ende meiner Kräfte. Bislang hatten wir ja immer in unserer Unterkunft gefrühstückt, bevor wir raus sind. Michi schien das alles nichts auszumachen, ihn hatte wohl der Hunger getrieben.

Die Frühstücksauswahl war sehr europäisch, so wie das Publikum. Nach den ganzen Mühen hatte ich mich für einen Pancake mit Nutella und Erdbeeren entschieden. Dazu gab es einen Api. Dies ist ein Heißgetränk aus Mais, welches mit verschiedenen Gewürzen verfeinert wird. Mich erinnerte es etwas an Kinderpunsch, aber noch besser.

Für Michi gab es einen Café con leche und ein Sandwich mit Bacon und Ei sowie ein paar Kartoffeln als Beilage.

Letztes Frühstück in La Paz.

Nach dem guten Frühstück sind wir gaaaanz gemächlich noch etwas durch die Stadt spaziert und durch ein paar Einkaufsstraßen geschlendert. Es war typisches Abschiedswetter – die Sonne hat sich an einem wolkenlosen Himmel präsentiert und uns schön gewärmt.

Nachmittags hieß es dann aber Abschied nehmen und wir brachen auf in Richtung Flughafen. Wir wollten in die Hauptstadt des Landes, Sucre, reisen. Komischerweise gibt es keinen Direktflug zwischen La Paz und Sucre. Deshalb mussten wir in Cochabamba umsteigen. Dort angekommen, gab es auf einmal wieder so viel Luft zum atmen. Das war wirklich eine Erholung. Die kurze Wartezeit am Flughafen haben wir also sehr genossen, bevor wir endlich weiter nach Sucre geflogen sind. Der Flughafen war klein und weit außerhalb der Stadt. Die Fahrt mit dem Taxi dauerte ca. 40 Minuten.

Unsere Unterkunft liegt unweit vom Zentrum entfernt. Als besonders Ausstattungsmerkmal hatten wir auf eine heiße Dusche geachtet. Dies ist scheinbar nicht Standard in den Unterkünften, ebenso wenig wie Heizungen. Aber wir hatten Glück, das warme Wasser funktionierte und das Bett war mit drei dicken Decken ausgestattet. Es würde also nicht so kalt werden nachts wie bisher.

Unser Hotel in Sucre.

Dass Sucre auch die weiße Stadt Boliviens genannt wird, konnten wir bei unserer Ankunft noch nicht feststellen, denn es war bereits dunkel. Für uns ging es also gleich ins Bett.

Am nächsten Morgen gab es zunächst Frühstück, welches von der Unterkunft bereitgestellt wurde. Kaffee, Tee und Cornflakes mit Erdbeer-Joghurt konnte man sich selber nehmen. Der Rest wurde einem gebracht. Es gab einen frischen Saft, Obst, Brötchen und ein Rührei. So kann der Tag doch gut starten.

Nach der Stärkung ging es also los die Hauptstadt Boliviens zu erkunden.

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