Am ersten Abend in San José wollten wir landestypische essen, also gingen wir zu la Nuestra Tierra. Der Laden mit Live-Musik machte einen sehr guten Eindruck, war gut besucht und hatte eine große Speisekarte. Schnell musste ich allerdings festgestellt, dass es absolut kein vegetarisches Hauptgericht gab, lediglich eine Vorspeise war fleischlos. Die Canastas de Patacones – eine Art Puffer aus Bananen – wurden mit Guacamole, Bohnenmus und Pico de Gallo serviert und waren köstlich. Für Michi gab es eine mit Reis und Shrimps gefüllte Ananas. Zu trinken gab es ein Naturales de Piña, eine Art Fruchtsaft mit crushed Eis.

Am zweiten Tag in der Hauptstadt Costa Ricas entschieden wird uns für ein Frühstück in einem Soda. Dies sind kleine Restaurants, die vom Staat steuerlich gefördert werden und keine Alkohol-Lizenz haben. Hierdurch können günstige Preise gewährt werden. Mit der Unterstützung vom Staat geht allerdings auch die Auflage einher, bestimmte landestypische Gerichte anzubieten. Leider hatte unser auserwähltes und nahe gelegenes Soda geschlossen. Da der Hunger so groß war, sind wir in einen Supermarkt gegangen, um uns dort ein Frühstück zu holen. Der Markt war mit allem ausgestattet, was man sich vorstellen könnte. Die Wahl fiel aus frisches Obst und empanadas. Diese kennen wir ja schon aus Spanien, aber eine Empanada gefüllt mit Frikadelle oder Ananas, kannten wir nicht und mussten deshalb mitgenommen werden.
Nach der Stärkung stand eine Free-Walking-Tour auf dem Programm. Diese haben wir bereits in vielen anderen Städten gemacht, da es ein super Weg ist um die Stadt besser kennenzulernen. Unser Guide David hat unsere kleine Gruppe durch die Stadt geführt und uns die wichtigsten Highlights wie das Gold-Museum, das Jade-Museum oder auch das Nationaltheater gezeigt. Unser Highlight war allerdings die Markthalle. Hier gab es alle erdenklichen Dinge zu kaufen, auch lebende Vögel, Katzen und Hühner. Weiterhin erklärte er uns, dass der Ausdruck „Pura Vida“ hier fast ständig genutzt wird, zum begrüßen, verabschieden, bedanken, einfach immer. Zum Schluss gab es noch ein kleines Special für die Deutschen der Tour: im Garten des Außenministerium steht ein Stück der Berliner Mauer.

Am Abend stand dann das Begrüßungsmeeting mit unserer Reisegruppe an. Leider waren noch nicht alle Teilnehmer angekommen, sodass wir in kleiner Runde abends essen gegangen sind. Am nächsten Tag ging es früh los. Um 7 Uhr war Abfahrt nach Quepos. Nach eine Frühstücksstopp haben wir noch einen zusätzlichen Stopp eingelegt und haben Toni besucht. So nennt unser Guide Pamela das größten Krokodil in dem Flussabschnitt.


Nach etwa 3 Stunden Fahrt waren wir endlich in unserer Unterkunft in Quepos angekommen. Und direkt war die Veränderung des Klimas zu spüren, es war heiss und feucht. Zur Abkühlung sind wir erstmal in den Pool gesprungen.

Erfrischt sind wir dann auf eigene Faust an den Strand Manuel Antonio gefahren. Dank unseres Hosts Wolfgang – ein vor 30 Jahren ausgewanderter Deutscher – wussten wir wie wir mit dem öffentlichen Bus dorthin kommen. Die Fahrt an sich war bereits ein Erlebnis. Die Landschaft war saftig grün und immer wieder konnte man einen Blick auf den Pazifik und die Bucht erhaschen. Der Strand war wundervoll. Solch einen Anblick hätte ich nicht erwartet.

Am nächsten Tag stand der Nationalpark Manuel Antonio auf unserer Agenda. Was wir dort erlebt haben, könnt ihr bald nachlesen.