Wir hatten uns für eine 3 Tages-Tour durch die Salzwüste von Uyuni entschieden. Unsere Gruppe bestand aus 2 Holländern, einer Kanadierin und uns. Ebenso waren unserem Guide Saul und unserem Fahrer Dioni mit dabei. So passten wir alle gut in unser Allradfahrzeug. Das Gepäck wurde auf dem Dach verstaut und wir alle hatten nur einen kleinen Tagesrucksack mit im Fahrraum.
Der erste Stop unserer Tour führte uns auf den Zugfriedhof. Wie der Name es schon erahnen lässt, wurden hier ausrangierte Lokomotiven abgestellt. Diese wurden früher für den Transport von den Erzeugnissen der Minen aus Potosí bis zur Küste Chiles genutzt. Die Gleisen sind immer noch in Benutzung.

Die vielen Züge waren frei zugänglich, sodass man auch auf diese klettern konnte.

Die Züge sind der Natur frei ausgesetzt. Ebenso zeigt auch das nahegelegene Salz seine Wirkung.

Da es relativ schnell voll wurde, ging es zeitig weiter zu unserem nächsten Stop. Dort wurde uns kurz erklärt, wie das Salz aus der Salzwüste abgebaut und zu Speisesalz verarbeitet wird. Das Salz enthält aber auch Lithium. Vielleicht wird das in Zukunft eine wichtige Rolle für Bolivien spielen. Und anschließend ging es endlich los in die Salzwüste. Mit einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratkilometern, stellt der Salar de Uyuni die größte Salzwüste der Welt dar.
Direkt am Eingang der Salzwüste, mussten wir allerdings einen kurzen Stop einlegen. Aufgrund der Regenzeit ist die Salzwüste überschwemmt. Das Wasser stand meist so 5-10cm hoch. Deshalb haben wir alle ein paar Gummistiefel bekommen.

Es waren viele Autos unterwegs, da alle zunächst ein Ziel hatten: Das Rallye Dakar Monument. Von etwa 2014 bis 2018 wurde diese zum Teil auch in Uyunis Salzwüste ausgetragen. Ein Bild vor dem Monument konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

Ein paar Schritte weiter gab es einen Platz mit ganz vielen Fahnen. Hier kann jeder eine Fahne aufhängen. Von der Deutschland-Fahne war nicht mehr viel übrig, aber das war kein Problem, denn wir hatten unsere eigene Fahne dabei.

Daneben steht das erste Salzhotel der Welt. Diese ist allerdings nicht mehr in Benutzung und dient nun vielen Touranbietern als Picknick-Platz. Doch für uns gab es ein Open-air Mittagessen. Unser Fahrer Dioni hatte Wunderbares auf den Tisch gezaubert. Es gab frisches Gemüse mit Avocado, warme Kartoffeln und Quinoa, Fleisch und sogar eine vegetarische Alternative für mich. Wir waren alle sehr verzückt. Und als Nachtisch gab es dann sogar noch einen Apfelkuchen, was will man mehr?!

Und dann sind wir erst so richtig in die Salzwüste gefahren. Weit und breit war es nur noch weiß und kein anderes Auto mehr in Sicht. Wir waren ganz alleine. Durch die Spiegelung im Wasser wirkte der Anblick ganz surreal. Es war wirklich beeindruckend. Sowas hatte keiner von uns zuvor gesehen.
Es war unglaublich hell, die Sonne wurde auf der Oberfläche reflektiert. Deshalb haben wir regelmäßig Sonnencreme aufgetragen. Und doch war es auch recht frisch. T-Shirt und kurze Hose waren Fehlanzeige, lange Hose und Fleecejacke waren eher angesagt.

Und während wir so ganz alleine in der Salzwüste waren, haben wir die Zeit auch für ein paar witzige Bilder genutzt. Under Guide Saul war darin schon ein richtiger Profi.


Ebenso haben wir die Zeit für ein tolles Video genutzt, von dem es nur das Making-Off hier rein schafft.

Nach den Fotostopps ging es für uns weiter. Als eine der wenigen Gruppen, haben wir die Salzwüste auch tatsächlich durchquert. Viele Touranbieter fahren für die erste Nacht wieder zurück nach Uyuni, so aber nicht unser Anbieter. Wir fuhren und fuhren immer weiter. Es war bemerkenswert, wie unser Fahrer Dioni den Weg überhaupt gefunden hat. Aber man hat ihm schnell die Routine angemerkt, zum ersten Mal machte er dies garantiert nicht.
Aufgrund des Salzwassers konnten wir max. 30 km/h fahren, da dieses sonst zu sehr gespritzt hätte und dies für den Motor schädlich gewesen wäre. Und so kamen wir unserem Ziel immer näher. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir es dann wieder auf befestigten Boden geschafft. An diesem Ufer war das Wasser sogar nochmal um einiges höher.

Mittlerweile war es auch ziemlich frisch und windig geworden. Den Sonnenuntergang haben wir uns aber dennoch nicht entgehen lassen.

Für uns ging es dann noch etwa 1 Stunde weiter, bis wir unsere Unterkunft für die erste Nacht erreicht hatten. Dies war tatsächlich ein Salzhotel. Unsere Zimmer haben einen wirklich guten Eindruck gemacht und es gab sogar warmes Wasser. Nach einem gemeinsamen Abendessen sind wir dann alle recht zeitig ins Bett gegangen. Der Tag war wirklich wundervoll gewesen, aber auch anstrengend. Der nächste Tag war bereits vollgepackt mit weiteren Attraktionen.