Von der bolivianischen Grenze ging es für uns weiter nach Chile. Mit einem Sprinter wurden wir zur Landesgrenze nach Chile gefahren, dort mussten wir alle samt Gepäck aussteigen. Die Grenzbeamten waren recht gründlich, mussten wir doch alle Gepäckstücke öffnen, also auch unseren gut gepackten großen Rucksack. Den Einreisestempel haben wir allerdings problemlos erhalten.

Es ging für uns nun weiter nach San Pedro de Atacama. Die Veränderung war immens. An der bolivianischen Grenze bei über 4.400 m hat es geschneit, während in San Pedro, bei ca. 2.600 m gelegen, kurze Hose und T-Shirt angesagt waren. Die Wärme hat richtig gut getan. Unsere Unterkunft haben wir auch direkt gefunden und wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Alles war sehr sauber und der Standard ziemlich hoch.

Anschließend wollten wir uns die Stadt etwas genauer anschauen. Dass es sehr touristisch sein würde, hatten wir von anderen Reisenden bereits gehört. Allerdings war es noch schlimmer als gedacht. Touragentur und Souvenirgeschäfte haben sich abgewechselt. Ab und an gab es noch Lokale, welche uns aber ziemlich teuer vorkamen. Vielleicht waren wir auch etwas verwöhnt vom günstigen Bolivien.

Als erstes wollten wir uns Bargeld besorgen. In der Stadt gibt es insgesamt drei Geldautomaten, hiervon war einer geschlossen, der zweite hatte kein Geld und den dritten Automaten haben wir gar nicht erst gefunden. Zum Glück hatten wir noch etwas bolivianisches Geld, das wir wechseln konnten. Als nächstes wollten wir uns noch eine chilenische Sim-Karte besorgen, da wir diese für das weitere Reisen benötigen. Auch hier hatten wir Pech. Der einzige Laden im Ort, welcher Sim-Karten verkauft, war geschlossen und zwar dauerhaft.

Etwas ernüchtert gingen wir wieder in unsere Unterkunft, um uns einen Plan für die nächsten Tage zu machen. Eins war klar, wir brauchten erstmal eine kleine Pause. Die Eindrücke der letzten Tage mussten verarbeitet werden und unseren Körpern wollten wir nach den vielen Höhenmetern auch mal etwas Erholung gönnen. So ließen wir es die nächsten Tage sehr entspannt angehen.

In bzw. um San Pedro wurden viele Ausflüge angeboten. Weitere Geysire oder Lagunen wollten wir uns allerdings nicht anschauen, hatten wir doch in Bolivien einige gesehen. Einen Ausflug wollten wir uns allerdings nicht entgehen lassen, ein Besuch des chilenischen Mondtals. Bereits in La Paz hatten wir uns ein Valle de la Luna angesehen, jedoch sollte das in Chile um einiges größer sein.

Ein Touranbieter war bei der Auswahl schnell gefunden und so starteten wir Nachmittags mit unserer Gruppe. Das nahegelegene Valle de la Luna war Ausflugsort für viele Touristen. Wir waren bei weitem nicht alleine. Zunächst stand die Besteigung einer großen Düne an, von derer man einen guten Blick ins Tal erhalten sollte. Der Anstieg war anstrengend, da der Boden sandig war und die Sonne brannte. Es gab sogar einen Stau beim Anstieg, da nur einzelne Gruppen auf die Spitze gelassen wurden. Dafür hatten wir allerdings einen tollen Ausblick.

Große Düne im Valle de la Luna.

Da es mir mit der Höhe bzw. dem Aufstieg leider nicht so gut ging, reichte es gerade so für ein Beweisfoto.

Beweisfoto – wir haben die Düne erklommen.

Der restliche Teil der Tour war weit weniger anstrengend. Wir wurden zu den nächsten Spots immer gefahren und hielten lediglich kurz für ein Foto. Der Ausflug fühlte sich schon sehr touristisch an.

Das Valle de la Luna ist wirklich ziemlich groß, es war sehr weitläufig. Aufgrund des Regens der Vortage waren noch Salzreste auf den Sandflächen zu erkennen.

Noch eine Düne.

Sand mit Salzkruste.

Wir hielten noch an den Tres Marias. Diese Steinformationen sind durch Wind und Salz entstanden. Ein früherer Name dieser Formation war die Beobachter.

Tres Marias

Auf dem kargen Gelände im und um dem Valle de la Luna testet die NASA sogar einige ihrer Fahrzeuge. Dieses soll die gleiche Beschaffenheit wie der Boden des Mondes haben, Tests hätten das bereits bestätigt.

Noch mehr Sand und Salz.

Wüstenlandschaft

Als vorletzten Stop unserer Ausflugs hielten wir im Valle de la Muerte. Dort wurde ein kleines Buffett mit Snacks aufgebaut und es gab einen Pisco Sour. Hier haben die Chilenen nicht gegeizt, wer wollte konnte zwei oder drei Piscos trinken, da haben wir natürlich zugeschlagen. Und so kam man auch mit anderen Reisenden ins Gespräch und konnte sich schön austauschen. Als es am schönsten war, ging es weiter zu unserem letzten Stop. Wir wollten den Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna sehen. Am Mirador war bereits viel Betrieb, haben doch alle Touranbieter ungefähr den gleichen Plan. Als die Sonne sich verabschiedet hatte, ging es für uns wieder in Richtung San Pedro.

Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna.

Der Ausflug war schön, doch nach den Erfahrungen in Bolivien merkten wir schnell, dass uns kleine Gruppen besser gefallen.

Nach den sehr erholsamen Tagen in San Pedro ging es für uns wieder weiter. Um zu unserem nächsten Stop zu gelangen, mussten wir allerdings ein paar Zwischenstops einbauen. Was wohl der nächste Höhepunkt sein wird?

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