Am letzten Morgen hieß es für uns dann wieder Rucksack packen, denn unser Rückflug nach Santiago stand an. Zunächst haben wir aber noch ein paar Reste verwertet. Da wir uns bereits gedacht hatten, dass Lebensmittel auf der Osterinsel teuer sein könnten, hatten wir ein paar Spaghetti und Tomatensauce mitgenommen. Eine Portion hatten wir noch über und wollten diese nicht wieder mit zurück nehmen. Deshalb gab es sie einfach zum Frühstück.

Check-Out war um 10 Uhr und mit deutscher Pünktlichkeit hatten wir unser Zimmer bereits um halb zehn verlassen. Für die anderen Gäste stellte die angegebene Zeit wohl eher den Beginn des Packens dar. Dabei hatten sie alle die Ruhe weg, aber unser Vermieter zum Glück auch. So ist das wohl bei den Chilenen.

Witzigerweise reisten alle Bewohner der Unterkunft ab und so fuhren wir mit zwei vollen Autos zum nahegelegenen Flughafen. Benjamin verabschiedete sich bei jedem einzelnen mit einem kleinen Geschenk: Eine Kette mit Moai-Anhänger. Früher haben sie Muschelketten verwendet, allerdings sind diese beim Weiterreisen der Gäste oft kaputt gegangen. Unser kleiner Moai aus Holz hingegen ist sehr stabil und eine tolle Erinnerung.

Der Flughafen war für uns ungewöhnlich, denn der Wartebereich am einzigen Gate war draußen. So konnten wir allerdings den dort aufgestellten Moai noch bewundern und uns noch von der Insel verabschieden. Maururu Rapa Nui!

Für uns ging es nun wieder 5 Stunden in Richtung Santiago. Der Flug war sehr angenehm. Während den 5 Stunden wurde auch Mittagessen serviert. Zu meiner Freude gab es ein vegetarisches Gericht für alle: Gnocchis mit Tomatensauce. Und auch Cerveza wurde serviert, gab es dies doch auf dem Hinflug nicht. Und so verging die Zeit relativ schnell.

Das Hotel in Santiago war etwas komisch. Der Eingangsbereich wirkte eher wie eine Bahnhofshalle. Es war sehr groß und wurde tatsächlich auch als Durchgang zum dahinter gelegenen Tanzverein und Kosmetikstudio verwendet. Merkwürdig. Unser Zimmer machte aber einen guten und sauberen Eindruck. Wir fielen direkt ins Bett, denn für den nächsten Tag hatten wir bereits wieder Programm.

An unserem ersten Tag in Santiago wollten wir zu Decathlon. Schon länger hatten wir festgestellt, dass es noch ein paar Dinge zu besorgen gab. Immerhin steht uns ein großer Sprung Richtung Süden bevor. Dort wird das Wetter deutlich rauer sein. Der Abstecher hat sich definitiv gelohnt, wir waren sehr erfolgreich.

Ein Stück Europa in Chile.

In Santiago waren es tagsüber etwa 30 Grad. Da wir der Mittagshitze entgehen wollten, planten wir ein wenig weiter im Hotel. Nachmittags haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht. Es war Samstagnachmittag und die Straßen waren voll und sehr wuselig. Da wir in unserem Hotel keine Kochmöglichkeit hatten, entschieden wir uns, Essen zu gehen. Die Wahl fiel schließlich auf ein Steakhouse, denn alle anderen rausgesuchten Alternativen waren geschlossen. Immerhin ist Michi hier mal voll auf seine Kosten gekommen.

Unser Tisch aus Michis Perspektive.

So endete unser erster Abend in Santiago gut gestärkt. Für die nächsten Tage stand wieder Sightseeing auf dem Programm.

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