Am zweiten Tag in Quepos ging es für uns in den Nationalpark Manuel Antonio. Glücklicherweise hatten wir noch Tickets für eine geführte Tür ergattert, am Vortag schien dies noch unmöglich. Da die Tour erst am am Mittag startete, konnten wir den Tag gemütlich am Pool beginnen.

Pünktlich um 12 Uhr wurden wir in unserem Hotel abgeholt und zum Eingang des Nationalparks gefahren. Dort wurden wir mit einem kühlen Handtuch, einer Flasche Wasser und einem leckeren frischen Obstspieß begrüßt. Unser Guide Luis erwartete uns bereits mit seinem Fernglas samt Stativ. Somit konnte unsere kleine Gruppe von 8 Personen starten. Am Eingang gab es zunächst noch Taschenkontrollen, da Essen und Getränke, außer Wasser, oder auch Zigaretten im Park nicht gestattet sind.

Direkt nach dem Eingang gab es auch schon etwas zu sehen: Ein Kolibri in seinem Nest. Dank des Fernglases unseres Guides konnten wir den Vogel im Detail sehen, mit dem bloßen Auge hätten wir nicht viel erkannt. Luis hatte sogar aus dem Deckel einer Spraydose eine Art Adapter gebaut. So konnte Michi mit seinem Handy in das Okular des Fernglases fotografieren. Quasi ein iPhone mit Teleobjektiv.

Kolibri im Nest

Weiter ging es und nach wenigen Metern haben wir bereits das nächste Tier entdeckt: eine Fledermaus. Mit bloßem Auge konnte wir lediglich einen schwarzen Fleck am weißen Baum erkennen. Luis erklärte uns daraufhin auch, dass dank der Fledermäuse ein Moskitoschutz im Park gar nicht nötig sei. Moskitos seien eine der Hauptnahrungsmittel von Fledermäusen und pro Tag würden diese bis zu 1.500 davon essen.

Fledermaus

Es folgten bereits die nächsten Tiere, zwei Eidechsen. Die zweite Eidechse konnte sogar ihre Farbe anpassen, weswegen sie auch das Chamäleon von Costa Rica genannt wird. Luis war es aber wichtig zu erwähnen, dass es kein Chamäleon, sondern eine Eidechse ist.

Eidechse 1

Eidechse 2

Und dann folgte auch schon ein kleines Highlight: das erste Faultier. Leider hatte dieses nicht in unsere Richtung geschaut, aber es war bereits ein toller Vorgeschmack auf das, was eventuell noch folgen könnte. Luis erklärte uns hierbei noch den Unterschied zwischen Zwei- und Dreifinger-Faultieren, sowie was es mit der Farbe ihres Fells auf sich hat. Aufgrund ihrer sehr langsamen Fortbewegungsart lagert sich eine spezielle Algenart in ihrem Fell ab. Diese können im feucht-warmen Fell gut gedeihen und das Faultier wird durch die gründliche Färbung des Fells gut getarnt.

Natürlich hatte der Park neben der beindruckenden Fauna auch eine schöne Flora zu bieten.

Unbekannt, aber dennoch schön.

Kurze Zeit später haben wir einige Affen gesehen und dann war es auch schon soweit für das nächste Faultier. Dieses Mal hat es sogar in unsere Richtung geschaut. Mit bloßem Auge konnten wir es sogar im Baum ausmachen. Dank des Fernglases erhielten wir allerdings die Möglichkeit das Faultier ganz genau zu beobachten und auch seine „Brille“ zu erkennen. Wir waren sogar so glücklich einen Blick auf das Baby erhaschen zu können. Ein wirkliches Highlight.

Dreifinger Faultier

Weiter ging es dann zum Strand im Nationalpark. Dieser war traumhaft mit hellem Sand und türkisfarbenem Wasser. Eine Abkühlung war aufgrund der kurzen Zeit nicht machbar, denn der Strand schließt bereits um drei Uhr. Der Park an sich schließt um vier Uhr, denn im Dunkeln könnte es gefährlich werden.

Strand im Nationalpark

Kurz nach dem Strand haben wir noch einen Kaiman 🐊 und eine Jesus Eidechse entdeckt.

Kaiman

Jesus Eidechse

Der Besuch im Nationalpark war wirklich beeindruckend. Es hat Spaß gemacht das eigene Auge und den Blick zu schärfen um die Umgebung besser wahrzunehmen. Der größte Dank gebührt allerdings unserem Guide Luis. Ohne ihn hätten wir vermutlich nichts gesehen, außer die Schmetterlinge, die um uns herum geflogen sind. 🤣 Sein geschultes Auge hat so unheimlich viel wahrgenommen, das war wirklich bemerkenswert. Die Investition in einen Guide hat sich definitiv gelohnt. Und bereits am dritten Tag unserer Tour habe ich meinesgleichen getroffen und konnte somit einen Punkt auf meiner Bucket-Liste abhaken. 

Nach einem ereignisreichen Tag sind wir Abend noch in Quepos Essen gegangen.

Für uns geht nun die Reise weiter nach Monteverde.

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