Der Abstecher nach Iguazú hat sich definitiv gelohnt. Jedoch geht unsere Reise weiter und wir haben sogar noch ein weiteres Land auf unserer Liste.
In unserem Hotel in Iguazú warteten wir auf den Transfer zum Flughafen. Es war das gleiche Unternehmen mit dem wir die brasilianische Seite der Wasserfälle besucht hatten. Die Fahrt zum Flughafen war total unspektakulär und auch der Flug selbst war total entspannt. Sogar die Gewichtsobergrenze von 15kg pro Person haben wir diesmal eingehalten und das zum ersten Mal seitdem wir mit Aerolineas Argentinias unterwegs sind. Vielleicht hat uns deshalb die Dame am Schalter die Plätze am Notausgsng angeboten xD. Wir hatten das Extra plus an Beinfreiheit noch nie gebucht. Mal schauen wie das so ist. Im Flugzeug haben wir dann noch eine spezielle Einweisung bekommen für den Notausgang. Leider war es für uns strengstens verboten Kopfhörer bei Start und Landung zu nutzen. Schade, hörte Michi doch gerne Musik in diesen Flugphasen. Unser Zielflughafen war Buenos Aires, denn für den Weg nach Montevideo wollten wir noch ein anderes Transportmittel nutzen.
Mit einem Uber ging es zum Hotel, denn unsere Reise geht nämlich erst am folgenden Tag weiter. Für unser Abendbrot hatten wir auch schon Pläne und diese sind schon etliche Jahre alt. Wir hatten das Restaurant bei einer Doku über zwei deutsche Auswanderer gesehen, die sich in Argentinien niedergelassen haben. Das Lokal war genau nach Michis Geschmack, deutsche Küche und Bier dominierten die Speisekarte.

Zufälligerweise war das Restaurant keine 100m von unserem Hotel entfernt. So sind wir schließlich nach ein paar Minute schon in der Extrawurst angekommen, so heißt der Laden. Wir setzten uns und studierten die Speisekarte. Diese war schön deutsch, aber auch mit argentinischem Einfluss. So gab es neben Schnitzel und Wurst auch Gulaschempanadas. Michi ist schnell fündig geworden. Ich auch, aber das lag an der begrenzten Auswahl. Also auch in diesem Aspekt ist die argentinische Kopie wie das deutsche Original. Schließlich kam der Kellner um die Bestellung aufzunehmen. Michi bestellte im fließenden Deutschspanisch „Para mi Berliner Bouletten con Kartoffelsalat y una cerveza Helles“. Der Kellner hat alles verstanden. Für mich gab es den Veggieburger, da die Käsespätzle leider mit Panceta also Speck waren. Als Vorspeise hatten wir noch den bayrischen Käse.

Michi war vom Essen begeistert. Es war eben genau sein Ding und nach 3,5 Monaten darf es auch mal wie daheim schmecken.

Mein Highlight war der Nachtisch, ein Käsekuchen. Der hat geschmeckt wie von Michis Omas.

Nach dem Essen ging es für uns zurück ins Hotel, denn wir mussten am nächsten Tag früh raus.
Um 5:00 klingelte der Wecker. Wir packten noch schnell fertig und gingen dann zum Hafen. Dieser war nur 15 Gehminuten von unserem Hotel entfernt. Die Strecke von Buenos Aires nach Montevideo wollten wir nämlich mit einer Fähre zurücklegen. Das Fährterminal von Buquebus hatte eine beeindruckende Erscheinung. Es war ziemlich modern und hinter den Schaltern gab es einen gigantischen Indoorwasserfall.

Generell erinnerte das Boarding an einem Flughafen, da wir auch unser Gepäck abgaben. Nach einer Sicherheitskontrolle kamen wir zur Passkontrolle. So reisten wir wieder aus Argentinien aus und das zum dritten Mal innerhalb von drei Tagen. Direkt nebenan saß der uruguayische Beamte für die Einreise. Dieser inspizierte den Pass genau und betrachtete alle Stempel. Schließlich wollte er wissen, ob wir in Deutschland auch einen Wohnsitz haben. Letztendlich haben wir den uruguayischen Stempel bekommen und konnten die Reise vorsetzen. Also hatten wir mit Uruguay das dritte und letzte zusätzliche Land im Pass stehen, das Anfangs gar nicht geplant war.
Wir gingen anschließend zum Wartebereich. Einen Kaffee später war es soweit. Das Boarding zur Fähre begann. Das Schiff machte wie das Terminal einen sehr guten Eindruck. Die Fähren, welche ich aus Europa kenne, waren nicht so luxuriös.

Schließlich ging es los und das unfassbar schnell. Denn die Francisco ist eine Hochgeschwindigkeitsfähre. Mit einer Resisegesschwindigkeit von 95 km/h ist sie die schnellste Fähre der Welt. Im Schiff gab es einen großen Duty Free Shop. Dieser war ziemlich voll und die Leute kauften wie verrückt. Die Preise wirkten jedoch auf mich recht teuer. Mein Parfum bekomme ich in Deutschland günstiger. Nach 3,5 Stunden konnte man schon Montevideo am Horizont sehen.

Nach dem Anlegen schnappten wir uns unser Gepäck und wollten ins Hotel. Jedoch hatten wir wie immer bei einem neuen Land zwei Probleme: Kein Internet und kein Geld. Glücklicherweise gab es im Terminal Wifi so wollten wir uns ein Uber bestellen. Jedoch war nur ein Uber in der Nähe und es nahm unsere Fahrt nicht an. Also brauchten wir einen Plan B. Im Terminal gab es auch einen Geldautomaten. Wir meiden diese eigentlich, da wir in London mal schlechte Erfahrungen gemacht haben. Widerwillig steckte Michi seine Karte rein um Geld zu holen. Es ging aber alles gut und das Konto wurde fair belastet. So ging es für uns mit dem Taxi ins Hotel. Der Fahrer erläuterte uns noch die Gebäude an den wir vorbei fuhren und auch im Hotel schienen wir Glück zu haben. Wir haben einen gratis Early Check in bekomme. Jedoch waren wir sehr enttäuscht als wir das Zimmer sahen. Es war alles alt und gammlig. Seit Bolivien hatten wir nicht solch einen Reinfall erlebt.
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