Den heutigen Tag hatte unser Guide Pamela für uns geplant um die Highlights von La Fortuna zusammenzufassen. Der erste Programmpunkt bestand im Besuch des Wasserfalls von La Fortuna.

Wasserfall

Diesen konnten wir von einer Plattform bereits sehen. Sogar schwimmen im Wasserfall war möglich, hierzu musste man lediglich „etwas“ hinabsteigen. Pamela hatte uns bereits vorgewarnt, dass es 1.000 Treppenstufen gab um zum Wasserfall zu gelangen. Ich hatte gedacht, dass es pro weg 1.000 Stufen seien, aber schnell haben wir alle festgestellt, dass es „nur“ 500 Stufen pro Weg waren. Na dann mal los. 

Wasserfall von La Fortuna

Glücklich unten angekommen

Unten angekommen haben wir uns erstmal einen Überblick verschafft. Für eine Runde schwimmen war es mir allerdings zu kalt. Das Wasser war wirklich sehr frisch. Lediglich mit den Füßen habe ich ein Bad gewagt. Nachdem wir ein bisschen unten verweilten hatten, wollten wir wieder den Weg nach oben wagen. Es war schrecklich. Mit vielen Pausen hab ich es allerdings dann auch geschafft. Michi ist da um einiges fitter und hat mich voll abgezogen. Aber ich war froh lebend oben wieder angekommen zu sein. Glücklicherweise wurden dort auch Möglichkeit zum duschen angeboten, da hab ich direkt zugeschlagen. 😅

Mittagspause

Zu Mittag gab einen Super Burrito.

Erfrischend ging es anschließend weiter zum Mitragessen. Pamela kannte ein kleines verstecktes Lokal, welches auf Burritos und Milkshakes spezialisiert war. Es war köstlich und mit eins der besten costa-ricanischen Essen, die wir bislang hatten.

Essen mit Ausblick – Vulkan versteckt sich wieder in den Wolken.

Auf dem Weg zu unserem nächsten Programmpunkt haben wir noch einen Aguti an der Straße gesehen. Leider werden diese Tiere von vielen Touristen gefüttert, sodass die Tiere die Scheu vor Menschen und auch Autos verloren haben.

Aguti

Wanderweg 1968

Als nächster Programmpunkt stand eine Wanderung am Fuße des Arenal Vulkans an. Der Wanderweg erhielt seinen Namen vom letzten großen Ausbruch des Vulkans, dieser war in 1968. Es gab drei verschiedene Wanderwege, wir entschieden uns für den längsten mit ca. 5 km. Da der Park bereits um 17 Uhr schließt, mussten wir uns etwas ranhalten.

Martina im Wanderfieber

Michi auf dem Weg.

Flotten Schrittes ging es auf und ab, weitere Treppen hoch und runter. Meine Beine waren noch wackelig von den vielen Treppenstufen, aber wir sind stetig weitergelaufen. Vorbei am Lago de los Patos und nach ca. 1,5 Stunden hatten wir es geschafft.

Der Weg am Fuße des Vulkans.

Am Ziel wurden wir dafür mit einem tollen Ausblick belohnt. Die Landschaft ist wirklich traumhaft schön. Leider war es den ganzen Tag ziemlich wolkig, sodass wir keinen klaren Blick auf den Vulkan erhaschen konnten. Auf dem folgenden Bild ist auch bereits ein kleiner Vorgeschmack auf den nächsten Programmpunkt zu sehen – die Vulkanaktivität. Beim genauen Betrachten erkennt man zwischen den Felsen Dampf aufsteigen.

Am Ziel angekommen.

Hot Springs

Als dritter und letzter Programmpunkt stand ein Besuch der kostenlosen Hot Springs an. Hierbei handelt es sich um einen Fluss, der durch den Vulkan beheizt wird und dadurch sehr angenehm warm ist. Der Fluss ist öffentlich zugänglich und somit für jedermann nutzbar. Als wir am späten Nachmittag ankommen, war es bereits sehr voll. Ein Plätzchen haben wir aber alle noch gefunden. Da es sich um einen normalen Fluss handelt, gab es keine Infrastruktur, also keine Umkleiden, Duschen oder präparierte Wege. Auf Rat von Pamela sind wir also alle nur in Badesachen – ohne Handy, Handtuch oder sonstiges – losgegangen. Lediglich eine Taschenlampe hatten wir dabei, da es hier zeitig dunkel wird. Nach ca. 1 Stunde haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht. Inzwischen war es auch stockfinster. Dank der Taschenlampe konnten wir uns einen Weg bahnen, es war wirklich abenteuerlich, aber sehr schön.

Pamela hatte uns auch mitgeteilt, dass es abends an den Hot Springs manchmal sehr kurios zugehen kann. In Costa Rica ist es üblich, erst auszuziehen, wenn man heiratet. Um vorher bereits romantische Stunden mit seinem Partner verbringen zu können, gehen viele Paare zu den Hot Springs. In unserer Gruppe ging deshalb der Witz um, dass wir rechtzeitig gehen müssen, da keine von uns schwanger werden wollte. xD

Die kostenlosen Hot Springs waren für uns ein kleiner Vorgeschmack auf den nächsten Tag. Denn da stand ein Besuch der Eco Termales an.

Eco Termales

Nach den ganzen Aktivitäten am Vortag, war es nun Zeit für Wellness. Für uns ging es zu den Eco Termales. Dieses sind auch Hot Springs, die durch den Vulkan erhitzt werden. Allerdings gibt es hier verschiedene Becken mit unterschiedlichen Temperaturen, von 28 Grad bis 40 Grad war alles dabei. Bevor wir ins Wasser gesprungen sind, haben wir natürlich erstmal die Anlage erkundet. Die Location ist wunderschön und wurde sehr naturgetreu eingerichtet. So gab es keine gefliesten Becken, sondern diese waren aus Steinen gebaut. In einem Becken gab es sogar schwarzen Sand am Boden.

Eco Thermales mit seinen verschiedenen Becken.

Ein Selfie musste natürlich auch sein.

Da wir gegen fünf Uhr dort waren, konnten wir die Anlage zunächst bei Tageslicht und anschließend im Dunkeln erleben. Zum Abschluss gab es noch ein Abendessen für uns. Wir hatten uns für acht Uhr entschieden, da das Lokal nur trocken betreten werden darf. Um neun Uhr macht die Anlage zu, sodass wir einen schönen Abschluss hatten. Leider waren wir auch die letzte Gruppe, die zum Essen ging und das Buffet war bereits etwas leer und wurde nicht mehr nachgefüllt. Dafür konnten wir die Anlage zuvor sehr genießen und es wurde immer leerer. Man kann eben nicht alles haben.

Das Restaurant Sonido del Agua.

Die kostenlosen Hot Springs am Vortag hatten uns ja bereits einen Vorgeschmack auf die Eco Thermales gegeben. Dass diese allerdings so wundervoll und entspannt werden würden, hätte ich nicht gedacht. Die Location ist ganz toll in die Umgebung eingebaut und überall ringsherum ist Natur zu sehen. Der Besuch hat sich definitiv gelohnt.

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