Nach fast 60 Artikeln ist heute Schluss, denn das ist der letzte Blogbeitrag zu unserem Sabbatical.
Für den letzten Abend in Buenos Aires hatten wir mal den Balkon unserer Airbnb-Wohnung genutzt. So genossen wir den Ausblick vom 13. Stockwerk auf die Stadt bei Empanadas und Malbec. Den Malbec haben wir von unserem letzten Bargeld gekauft. Da wir nicht mehr all zu viel übrig hatten, reichte es nur für eine sehr günstige Flasche. Und bislang konnten wir bestätigen, dass es keinen schlechten Malbec gibt.
Empanadas und Malbec.
Am nächsten Morgen packten wir unserer Sachen, was gar nicht so leicht war. Wir hatten allerlei Süßes für die Daheimgebliebene gekauft. Das musste nun neben unserem normalen Gepäck auch noch im Rucksack verstaut werden. Und so ein Rucksack ist schon wesentlich kleiner als ein Koffer. Gegen 10:00 Uhr war es soweit und wir fuhren mit einem Uber zum Flughafen. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass wir viel zu früh am Flughafen waren. Die Lufthansa würde unseren Counter erst in zwei Stunden aufmachen. Okay, unser Flug sollte erst um 16:45 Uhr starten, aber wir mussten die Wohnung um 10 Uhr verlassen und wollten mit dem Gepäck nicht durch die Stadt laufen. Also hieß es jetzt warten. Jedoch merkte man schnell, dass der Flug nach Deutschland geht, denn wir waren nicht die Einzigen, die viel zu früh da waren. Vor dem Schalter bildete sich bereits eine Schlange. Der Rückflug an sich war auch ein besonderer Programmpunkt für uns, denn wir sind Business Class geflogen.
Nach dem Einchecken und ein bisschen Zeit in der Lounge wurde es dann aber wirklich ernst. Wir konnten schon unseren Flieger am Gate sehen, es war eine 747-8. Das besondere bei Lufthansa ist, dass sich ein Teil der Business Class im Upper Deck befindet. Genau da werden wir auch sitzen.
Die 747-8 am Terminal.
Das Boarding verlief schnell. Die First und Business Class hatten sogar ein eigenes Gate und dementsprechend auch eine eigene Gangway. Als wir unseren Pre-Departure Drink tranken, war das Boarding in der Eco noch voll im Gange. Nach einem sanften Start ging es auch schon bald mit dem Essen los.
Selfie aud dem Upper Deck.
Der Service in der Business Class ist kein Vergleich zur Eco. Ich wurde am Platz begrüßt mit den Worten: „Guten Tag Frau Merz, für sie gibt es ja heute das Special Menü.“ Woher kannte sie meinen Namen? Und welches Special Menü? Etwas irritiert gab ich nur zurück, dass ich nur vegetarisches Essen bestellt hätte. Michi hingegen konnte aus einer Menü Karte auswählen. Bei der Vorspeise entschied er sich für Garnelen.
Marinierte Shrimps mit Zucchini, Pesto-Mayonnaise und sautierten Kirschtomaten.
Als Hauptgang gab es für mich Ravioli mit Tomatensauce und etwas Käse überbacken und für Michi den Lachs.
Gegrillter Buckellachs mit Tomaten-Paprikasauce, dazu gebratene Anden-Kartoffeln und blanchierter Bok Choy.
Beim Nachtisch konnte man zwischen einer Auswahl an Käse und einem Mango-Kuchen entscheiden. Die Wahl fiel bei uns beiden natürlich auf den Kuchen.
Mango-Crémeux Käsetorte.
Nach dem Essen war es Zeit fürs Bett. Unser großer Luxus war, dass wir unseren Sitz in eine flache Liegeposition stellen konnte. Wir hatten sogar eine Minimatratze, eine richtige Decke und ein Kissen. Ein bisschen Schlaf konnten wir so tatsächlich mitnehmen, auch weil es wirklich sehr ruhig in der Kabine war. Und dann war es auch schon wieder Zeit für das Frühstück und wir begannen mit dem Landeanflug auf Frankfurt. Vor lauter Nebel konnten wir kaum etwas sehen. Wenn man Schlafen kann, ist so ein 13 h Flug doch recht kurzweilig. In Frankfurt angekommen, freuten wir uns auf unsere Familien und auch auf unsere Wohnung.
Sabbatical in Zahlen
Da Michi Statistiken mag wollte er unbedingt unsere Reise in Zahlen fassen. Also wer kein Interesse an Statistik, Zahlen und Mathe im Generellen hat sollte, jetzt nicht weiter lesen.
Nach 118 Tagen sind wir wieder in Deutschland angekommen. In dieser Zeit haben wir 8 Länder bereist und sind neben Südamerika auch auf dem Kontinent Antarktika gewesen. Die Aufenthaltsdauer in den einzelnen Länder war extrem unterschiedlich. Die längste Zeit haben wir in Chile verbracht mit einem Anteil von 23 % an der Gesamtdauer von 118 Tagen. Hingegen war die Aufenthaltsdauern in Brasilien und Paraguay mit wenigen Stunden extrem kurz und somit deutlich kleiner als 1 % Prozent.
In Summe haben wir eine Strecke von etwa 51.000 km zurückgelegt. Zum Vergleich: der Erdumfang beträgt etwa 40.000 km. Den größten Anteil an die Gesamtstrecke hatte die An- und Abreise nach Lateinamerika mit 20.842 km. Und auch die Verteilung nach Transportmittel ist sehr ungleich. Das Tortenstück welches das Flugzeug repräsentiert hat eine Große von 84 % und ist somit deutlich größer als die Stücke für Schiff, Bus und zu Fuß. Zu Fuß sind wir aber dennoch insgesamt fast 1.000 km gelaufen.
Zu einem weiteren Thema lassen sich viel Grafiken erstellen, hier geben wir jedoch nur relative Zahlen an. Es handelt sich dabei um die Kosten. Wir haben nämlich akribisch jede Ausgabe aufgeschrieben um auch zu sehen ob wir noch im Budget liegen. Unser Budget haben wir zu 98% ausgeschöpft. Das meiste Geld haben wir für die Fahrt zur Antarktis ausgegeben. Die Schiffsfahrt ist nicht wirklich einem Land zuzuschreiben, daher hat sie eine eigene Kategorie. Unsere Zeit auf dem Schiff machte gerade einmal 8 % der Zeit des Sabbaticals aus, der Anteil am Budget beträgt aber stolze 35 %.
Die Kosten in den einzelnen Länder waren sehr unterschiedlich, jedoch auch unsere Aufenthaltsdauern. Im nächsten Diagramm wird daher gezeigt, wie viel ein Tag in welchen Land gekostet hat. Da hier keine konkreten Zahlen genannt werden, wurden die Kosten auf einen Tag in Bolivien bezogen. Das heißt, ein Tag auf dem Schiff MS Ushuaia war 9,6 mal so teuer wie ein Tag in Bolivien. Die Angaben zu Peru sind verzerrt, da hier auch die versenkten Kosten berücksichtigt wurden. Denn aufgrund der Unruhen mussten wir unseren Plan anpassen, hierdurch sind Kosten entstanden und wir haben teilweise unser Geld nicht zurück bekommen. Ansonsten gibt das Diagramm das Preisniveaus der Länder gut wieder. Hierbei gilt es noch zu beachten, dass wir unser Verhalten den Kosten angepasst haben, denn in teureren Ländern sind wir weniger essen gegangen als in günstigeren Ländern. Ebenso verhält sich dies mit den Ausflügen.
Haben wir unsere Ziele erreicht?
Zur Veranschaulichung dient die Karte, welche den ursprünglichen Plan und auch die Änderungen zeigt. Es sind einige Orte weg gefallen (rote Markierungen), andere sind hinzu gekommen (grüne Markierungen). Die politischen Unruhen in Peru haben große Anpassungen erfordert. Peru sollte ursprünglich ein Schwerpunkt des Sabbaticals sein, jedoch wurde es mehr oder weniger ausgelassen. Dadurch ist viel Zeit frei geworden, wodurch wir Bolivien viel intensiver bereist haben als es geplant war. Die Orte Santa Cruz, Trinidad, Cochabamba und auch Potosí standen nicht auf unseren Zettel.
Auch bei der Kreuzfahrt in der Antarktis gibt es Abweichungen zwischen der Karte aus dem Beitrag „#1 Der Plan“ und der tatsächlichen Route. Das liegt einfach daran, dass jede Expedition anders ist. Es gibt keine Garantie einen bestimmten Ort in der Antarktis anzufahren. Wir sind zufrieden mit dem was wir gesehen haben.
Auch gegen Ende das Sabbaticals sind noch einige Ziele hinzugekommen. Wir hatten uns bewusst die letzten drei Wochen offen gehalten. Die Zeit haben wir spontan gefüllt. Daher haben wir die Iguazú Wasserfälle und auch Uruguay besucht. Die Iguazú Wasserfälle waren eines unserer Highlights der vergangenen vier Monate. Zum Glück haben wir diesen Besuch eingebaut.
Fazit
In den vergangenen 118 Tage haben wir viele tolle Momente erlebt. Den einen Höhepunkt gibt es jedoch definitiv nicht. Es sind mehrere Orte, die als unbeschreiblich schön in Erinnerung bleiben. So haben die Salar de Uyuni, der Perito Moreno Gletscher und auch die Iguazú Wasserfälle eines gemein: Ein Foto gibt nicht einmal 10 % Prozent ihrer imposanten Erscheinung wieder. Auch die Zeiten auf der Osterinsel und dem Schiff MS Ushuaia waren unbeschreiblich schön. Sicherlich hatten wir einen Durchhänger in Peru, denn Machu Picchu sollte eines unserer Highlights werden. Wir haben mehr oder weniger das ganze Sabbatical um die weltberühmte Stätte der Inca herum geplant. Umso trauriger war es, dort nicht hinzugehen. Dies war aber mit das einzigste, was nicht geklappt hat. Wir haben keinen Flug verpasst. Wir haben für jede Nacht eine Unterkunft gehabt. Wir haben all die Dinge gesehen, welche wir uns vorgenommen hatten und noch viele mehr. Manchmal haben sich auch Sachen ergeben. So kamen wir beispielsweise in Punta Arenas ohne rechten Plan an. Jedoch haben wir jeden Tag gefüllt und mehr erlebt, als wir es erwartet hatten. Die letzten vier Monate sind eine außergewöhnliche Zeit gewesen, welche wir nicht missen möchten. Wir sind froh, dass wir diese Möglichkeit hatten.
Wenn man reist trifft man viele Leute und spricht auch über ihre Erfahrungen. So wächst auch die Zahl der Reisewünschen und wird nicht etwa kleiner. Unsere Liste ist ebenfalls länger geworden. Die Osterinsel hat Lust auf mehr Polynesien gemacht. Daher wäre Hawaii ein tolles Ziel für die Zukunft. Argentinien hat auch noch viel zu bieten. So fehlen uns dort noch Orte wie Mendoza, Salta oder auch Cordoba. Peru hingegen ist auf der Liste ziemlich weit nach unten gerutscht, da kommen erstmal andere Ziele vorher.
Von der bolivianischen Grenze ging es für uns weiter nach Chile. Mit einem Sprinter wurden wir zur Landesgrenze nach Chile gefahren, dort mussten wir alle samt Gepäck aussteigen. Die Grenzbeamten waren recht gründlich, mussten wir doch alle Gepäckstücke öffnen, also auch unseren gut gepackten großen Rucksack. Den Einreisestempel haben wir allerdings problemlos erhalten.
Es ging für uns nun weiter nach San Pedro de Atacama. Die Veränderung war immens. An der bolivianischen Grenze bei über 4.400 m hat es geschneit, während in San Pedro, bei ca. 2.600 m gelegen, kurze Hose und T-Shirt angesagt waren. Die Wärme hat richtig gut getan. Unsere Unterkunft haben wir auch direkt gefunden und wir haben uns auf Anhieb wohl gefühlt. Alles war sehr sauber und der Standard ziemlich hoch.
Anschließend wollten wir uns die Stadt etwas genauer anschauen. Dass es sehr touristisch sein würde, hatten wir von anderen Reisenden bereits gehört. Allerdings war es noch schlimmer als gedacht. Touragentur und Souvenirgeschäfte haben sich abgewechselt. Ab und an gab es noch Lokale, welche uns aber ziemlich teuer vorkamen. Vielleicht waren wir auch etwas verwöhnt vom günstigen Bolivien.
Als erstes wollten wir uns Bargeld besorgen. In der Stadt gibt es insgesamt drei Geldautomaten, hiervon war einer geschlossen, der zweite hatte kein Geld und den dritten Automaten haben wir gar nicht erst gefunden. Zum Glück hatten wir noch etwas bolivianisches Geld, das wir wechseln konnten. Als nächstes wollten wir uns noch eine chilenische Sim-Karte besorgen, da wir diese für das weitere Reisen benötigen. Auch hier hatten wir Pech. Der einzige Laden im Ort, welcher Sim-Karten verkauft, war geschlossen und zwar dauerhaft.
Etwas ernüchtert gingen wir wieder in unsere Unterkunft, um uns einen Plan für die nächsten Tage zu machen. Eins war klar, wir brauchten erstmal eine kleine Pause. Die Eindrücke der letzten Tage mussten verarbeitet werden und unseren Körpern wollten wir nach den vielen Höhenmetern auch mal etwas Erholung gönnen. So ließen wir es die nächsten Tage sehr entspannt angehen.
In bzw. um San Pedro wurden viele Ausflüge angeboten. Weitere Geysire oder Lagunen wollten wir uns allerdings nicht anschauen, hatten wir doch in Bolivien einige gesehen. Einen Ausflug wollten wir uns allerdings nicht entgehen lassen, ein Besuch des chilenischen Mondtals. Bereits in La Paz hatten wir uns ein Valle de la Luna angesehen, jedoch sollte das in Chile um einiges größer sein.
Ein Touranbieter war bei der Auswahl schnell gefunden und so starteten wir Nachmittags mit unserer Gruppe. Das nahegelegene Valle de la Luna war Ausflugsort für viele Touristen. Wir waren bei weitem nicht alleine. Zunächst stand die Besteigung einer großen Düne an, von derer man einen guten Blick ins Tal erhalten sollte. Der Anstieg war anstrengend, da der Boden sandig war und die Sonne brannte. Es gab sogar einen Stau beim Anstieg, da nur einzelne Gruppen auf die Spitze gelassen wurden. Dafür hatten wir allerdings einen tollen Ausblick.
Große Düne im Valle de la Luna.
Da es mir mit der Höhe bzw. dem Aufstieg leider nicht so gut ging, reichte es gerade so für ein Beweisfoto.
Beweisfoto – wir haben die Düne erklommen.
Der restliche Teil der Tour war weit weniger anstrengend. Wir wurden zu den nächsten Spots immer gefahren und hielten lediglich kurz für ein Foto. Der Ausflug fühlte sich schon sehr touristisch an.
Das Valle de la Luna ist wirklich ziemlich groß, es war sehr weitläufig. Aufgrund des Regens der Vortage waren noch Salzreste auf den Sandflächen zu erkennen.
Noch eine Düne. Sand mit Salzkruste.
Wir hielten noch an den Tres Marias. Diese Steinformationen sind durch Wind und Salz entstanden. Ein früherer Name dieser Formation war die Beobachter.
Tres Marias
Auf dem kargen Gelände im und um dem Valle de la Luna testet die NASA sogar einige ihrer Fahrzeuge. Dieses soll die gleiche Beschaffenheit wie der Boden des Mondes haben, Tests hätten das bereits bestätigt.
Noch mehr Sand und Salz. Wüstenlandschaft
Als vorletzten Stop unserer Ausflugs hielten wir im Valle de la Muerte. Dort wurde ein kleines Buffett mit Snacks aufgebaut und es gab einen Pisco Sour. Hier haben die Chilenen nicht gegeizt, wer wollte konnte zwei oder drei Piscos trinken, da haben wir natürlich zugeschlagen. Und so kam man auch mit anderen Reisenden ins Gespräch und konnte sich schön austauschen. Als es am schönsten war, ging es weiter zu unserem letzten Stop. Wir wollten den Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna sehen. Am Mirador war bereits viel Betrieb, haben doch alle Touranbieter ungefähr den gleichen Plan. Als die Sonne sich verabschiedet hatte, ging es für uns wieder in Richtung San Pedro.
Sonnenuntergang über dem Valle de la Luna.
Der Ausflug war schön, doch nach den Erfahrungen in Bolivien merkten wir schnell, dass uns kleine Gruppen besser gefallen.
Nach den sehr erholsamen Tagen in San Pedro ging es für uns wieder weiter. Um zu unserem nächsten Stop zu gelangen, mussten wir allerdings ein paar Zwischenstops einbauen. Was wohl der nächste Höhepunkt sein wird?
Unsere Zeit in Bolivien ist zu Ende. Ursprünglich bestand der Plan darin etwa 2 Wochen in dem Land zu verbringen. Aufgrund der angespannten Lage in Peru sind hieraus jedoch fast 4 Wochen geworden.
Essen und Trinken
Choripan
Als Deutscher ein Muss: Die bolivianische Version einer Bratwurst. Das ganze wird noch mit Salat und leckeren Saucen garniert. Im Hochland habe ich sogar eine Variante aus Lamafleisch gegessen. ¡Era Rico!
Choripan
Piqué Macho
Dieses Gericht haben wir ja schon in den Beiträgen erwähnt. Es ist sozusagen die bolivianische Version des Dönertellers. Das heißt, Pommes werden mit Fleisch serviert. Ich habe sogar einmal eine Piqué Macho Pizza probiert. Diese war auch lecker, hatte aber nicht mehr viel mit dem italienischen Klassiker gemein.
Piqué Macho
Papa Rellena
Die Kartoffel „Papa Rellena“ wird mit Fleisch, Ei oder auch Käse gefüllt. Ummantelt wird sie von einer Art Kartoffelbrei und das ganze wird dann frittiert. Wer mag kann noch leckere Saucen hinzufügen. Eines unserer Highlights von den Straßenständen.
Papa Rellena
Sopa con Mani
Die Erdnusssuppe „Sopa de Mani“ war wirklich lecker, jedoch anders als erwartet. Der Erdnussgeschmack stand nicht im Vordergrund. Die vegetarische Suppe wird mit Nudeln oder Reis als Einlage serviert.
Sopa con Mani
Buñuelos y Api
Hmmm ein leckerer Nachmittagssnack. Der Api ist ein gewürztes, dickflüssiges Maisgetränk. Diesen gibt es in helle oder dunkle oder auch gemischt und er wird warm serviert. Dazu gab es für uns ein Buñuelo, ein frittierte Hefefladen mit Anis. Diesen kann man mit Puderzucker oder Honig essen. Es erinnerte etwas an einen süßen Langosch.
Buñuelos y Api
Geld und Kosten
Die bolivianische Währung nennt sich Boliviano oder einfach BOB.
BOB
Bolivien ist ein günstiges Reiseziel. Eine Hotelübernachtung gab es ab etwa 20 Euro. Für 0,80 Euro hat man ein Choripan am Straßenrand kaufen können. Einen Inlandsflug bekommt man ab 40 Euro. Der Preis für eine 5 stündige Überlandfahrt im Bus Betrug etwa 5 Euro.
Kommunikation
Spanisch macht das Leben in Bolivien leichter. Weder Martina noch ich sprechen wirklich gutes spanisch. Aber immerhin sind wir in der Lage unsere Bedürfnisse auszudrücken und das war wirklich hilfreich. So konnten wir auch in den eher untouristischen Gegenden wie Trinidad zurechtkommen. Es war auch schön, auf den Märkten ein paar Worte mit den Verkäuferinnen wechseln zu können. Diese haben sich immer sehr gefreut und wir beide hatten einen großen Wiedererkennungswert.
Transport
In den Ortschaften
Uber ist in Bolivien nur in zwei Städten verfügbar – Santa Cruz und La Paz. Generell hat Uber in Santa Cruz sehr gut funktioniert, in La Paz war es weniger verbreitet. Dementsprechend waren die Wartezeiten länger. Jedoch gibt es in La Paz die innerstädtische Seilbahn. Diese war ebenfalls ein gutes und günstiges Transportmittel.
In den anderen Orten sind wir Taxi gefahren. Diese waren auch eher günstig. Wichtig: Fahrpreis immer vorher verhandeln.
Überlandfahrten
Bolivien ist dreimal so groß wie Deutschland. Das heißt, Überlandfahrten mit dem Bus dauern sehr lange. Daher ist fliegen durchaus eine Alternative. Ein 50 minütiger Flug kann einem eine 12 stündige Busfahrt ersparen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man die Straßen meidet. Gerade in der Regenzeit kommt es immer wieder vor, dass diese unterspült werden und dadurch unpassierbar sind. Fliegen ist darüber hinaus ziemlich günstig. Die lokale Airline BOA hat einen guten Eindruck gemacht. Die Flugzeuge waren relativ modern und bekannte Modelle wie die 737-800 waren im Einsatz. Meine schlimmste Flugerfahrung war mit der kubanischen Airline Cubana, hiermit konnte man Bolivien in keinster Weise vergleichen.
Busticket
Sicherheit
Wir haben uns in Bolivien sicher gefühlt. Wie immer haben wir auch hier auf unsere Wertgegenstände geachtet und diese nicht öffentlich zur Schau gestellt. Auch im Dunkeln haben wir uns sicher gefühlt, dunkle Gassen allerdings gemieden. Generell haben wir auf unser Bauchgefühl gehört und sind damit sehr gut gefahren.
Das war gut
Bolivien ist ein sehr interessantes und vor allem vielfältiges Reiseziel. Saftig grüner Regenwald, karges Hochland und einmalige Landschaften wie die unwirkliche Salzwüste machen es besonders. Wir erlebten viele tolle Momente hier. So haben wir Piranhas im Amazonasbecken gefangen, sind Seilbahn in einer der höchsten Städte der Welt gefahren, haben die ehemals reichste Stadt Potosí besucht und auch den Sternenhimmel über Uyuni bewundert.
Lagune mit Flamingos
Das war weniger gut
Uns hat Bolivien sehr gut gefallen und daher war nichts wirklich schlecht. Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass man ein armes Land bereist. Dass heißt auch, dass der Standard niedriger ist als man was man von Zuhause gewohnt ist. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist es ein tolles Reiseziel.
Fazit
Bolivien hat sich gelohnt! Ein tolles Reiseziel, in dem es sehr viel zu entdecken gibt. Am meisten bleibt mir der Salar de Uyuni in Erinnerung. Das war mein absolutes Highlight und stellt für mich bis jetzt den Höhepunkt des Sabbaticals dar.
Nach dem wundervollen Tag in der Salzwüste, ging es nach einem kurzen gemeinsamen Frühstück ging es zeitig wieder los. Wir fuhren nun weiter und höher ins Hinterland Boliviens.
Das Salz in weiter Ferne.
Die Landschaft hatte sich schnell merklich geändert. Alles wirkte sehr karg und es gab kaum Vegetation. Und bald schon sahen wir die ersten Lamas. Das war herrlich. In der Herde waren nämlich auch einige Jungtiere dabei.
Lamas mit ihrem Hirten.
Und etwas weiter hielten wir an unserer ersten Lagune. Die Natur schien total unberührt und wir waren die einzigen Menschen dort.
Unsere erste Lagune.
Wir konnten uns der Lagune etwas nähern, um deren Bewohner genauer zu betrachten. Diese wird nämlich von Flamingos bewohnt.
Nicht die Flamingos stören.
Bald sollten wir noch mehr Flamingos sehen, deshalb stiegen wir wieder ins Auto und fuhren weiter. Auch hier war es wieder bemerkenswert, wie unser Fahrer Dioni den Weg fand. Straßenschilder gab es keine und ab und an bog er mal rechts oder links ab.
Und während der Fahrt konnten wir auch unsere ersten Vicuñas sehen. Diese leben in kleinen Herden frei in der Natur. Sie erinnern an eine Mischung aus Reh und Lama.
Vicuñas am Rande der Lagune.
Die Anblicke, die sich uns boten, waren wirklich unbeschreiblich. Wir hatten auch wirklich Glück mit dem Wetter, keine einzige Wolke war am Himmel zu sehen. Auch wenn es sehr sonnig war, waren dennoch wieder warme Klamotten angesagt, denn wir waren ziemlich hoch.
Die Gipfel der Berge sind schneebedeckt.
Und pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir eine weitere Lagune, die von unzähligen Flamingos bewohnt wird. Hierbei konnte man ziemlich gut die drei unterschiedlichen Flamingo-Arten betrachten, die dort vorkamen. Den Chileflamingo erkennt man deutlich an seinem pinken Hinterteil, während der Andenflamingo ein schwarzes Hinterteil hat. Die dritte Flamingo-Art, der James Flamingo, hat ein mehrfarbiges Hinterteil, oft mit blauen Federn.
Und so konnten wir während unseres Mittagessens, was wieder genauso köstlich war wie am Vortag, dem Treiben der Flamingos zuschauen. Was ein Ausblick!
Flamingos in der Lagune.
Gestärkt fuhren wir weiter und stetig höher. Bald erreichten wir einen der höchsten Punkt des Tages. Bei 4.725m über dem Meeresspiegel stoppten wir. Hier gab es weit und breit nichts außer Bergen. Gefühlt waren wir Mitten im Nirgendwo.
Umgeben von unwirkliche Landschaften.
Lediglich ein paar sonderbar geformte Felsen sahen wir als nächstes.
Felsenbaum.
Auf ein paar von den Felsen konnten wir hinauf klettern. Allerdings war aufgrund der Höhe nicht viel klettern möglich. Die Luft war dünn, die Bewegungen anstrengend, aber dennoch genoßen wir die Anblicke sehr.
Entspannen auf 4.500 m.
Nach dem kleinen Stop ging es weiter, zu einem der angekündigten Highlights des Tages: die Laguna colorada. Woher die bunte Lagune ihren Namen hat, lässt sich bei ihrem Anblick leicht erkennen. Aufgrund des Vorkommens von verschiedenen Mineralien, färbt sich die Lagune. Allerdings lässt sich die Färbung nur erkennen, wenn es auch windig ist. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter. Laut unserem Guide Saul zeigt sich die Lagune nicht täglich so farbig. Ebenfalls wird diese Lagune auch wieder von Flamingos bewohnt, wie man an den kleinen Punkten im blauen Wasser erkennen kann.
Die bunte Lagune im Nationalpark.
Nach dem wunderschönen Anblick ging es nun weiter zum höchsten Punkt des Tages. Auf fast 5.000 m über dem Meeresspiegel haben wir Geysire besucht. Diese heißen und blubbernden Quellen haben aufgrund des Schwefels nach faulen Eiern gestunken. Auch aufgrund der Höhe konnten wir uns hier nur kurz aufhalten, es war wirklich anstrengend.
Der höchste Punkt unserer Reise. Die Geysiere auf fast 5.000 m Höhe.
Für uns ging es nun weiter zu unserer Unterkunft. Während der Fahrt konnten wir weiterhin die schöne Natur betrachten und sahen auch wieder Vicuñas.
Ein Vicuña mit seinem Nachwuchs.
Unsere Unterkunft für die Nacht hatte einen großen Vorteil, allerdings auch Nachteile. Es gab keine Duschen und Gemeinschaftszimmer. Da wir dieses allerdings nur mit unserer Gruppe teilten, war das kein wirklicher Nachteil. Der große Vorteil war nämlich, dass wir fußläufig neben heißen Quellen wohnten. Einen Bad darin ließen wir uns nach Ankunft natürlich nicht entgehen.
Bad in der heißen Quelle.
Noch spektakulärer war es allerdings am nächsten Morgen. Von den heißen Quellen aus konnte man den Sonnenaufgang betrachten.
Morgens um 6 Uhr an der Lagune.
Und dann ging es nach Sonnenaufgang auf schon weiter. Hierzu hielten wir zunächst nochmal in der Wüste, welche auch Dalí-Wüste genannt wird. Zwar war der Maler Salvador Dalí selber nie in Bolivien gewesen, doch wird gesagt, dass die Natur wie ein Bild von ihm aussehen würde.
Die Landschaften wirkte surreal.
Als letzten Stop besuchten wir noch die grüne Lagune. Diese machte ihrem Namen allerdings keine Ehre, war sie doch eher blau. Aber auch hier gibt es verschiedene Voraussetzungen, damit die Lagune auch wirklich grün aussieht. Auf die Natur hat eben keiner einen Einfluss und wir hatten am Vortag ja bereits großen Glück gehabt.
Der letzte Stopp an der nicht ganz so grünen Lagune.
Nach dem letzten Stop hieß es für uns schon Abschied nehmen von unserer Gruppe. Wir wurden an die chilenische Grenze gefahren, da es für uns weiter nach San Pedro de Atacama geht. Der Rest unserer Gruppe würde wieder nach Uyuni zurückkehren. Nach zwei sehr intensiven Tagen gab es einen herzlichen Abschied von allen. Und für uns hieß es auch Abschied nehmen von Bolivien, einem wundervollen und vielfältigem Land, welchem wir eine unvergessliche Zeit zu verdanken haben. Wir freuten uns allerdings auch sehr auf die nächste Zeit, sollte es doch in Chile wieder um einiges wärmer werden. An der Grenze bei etwa 4.400 m über dem Meeresspiegel verabschiedete Bolivien sich nämlich mit Schnee.
Wir hatten uns für eine 3 Tages-Tour durch die Salzwüste von Uyuni entschieden. Unsere Gruppe bestand aus 2 Holländern, einer Kanadierin und uns. Ebenso waren unserem Guide Saul und unserem Fahrer Dioni mit dabei. So passten wir alle gut in unser Allradfahrzeug. Das Gepäck wurde auf dem Dach verstaut und wir alle hatten nur einen kleinen Tagesrucksack mit im Fahrraum.
Der erste Stop unserer Tour führte uns auf den Zugfriedhof. Wie der Name es schon erahnen lässt, wurden hier ausrangierte Lokomotiven abgestellt. Diese wurden früher für den Transport von den Erzeugnissen der Minen aus Potosí bis zur Küste Chiles genutzt. Die Gleisen sind immer noch in Benutzung.
Der Zugfriedhof vor den Türen Uyunis.
Die vielen Züge waren frei zugänglich, sodass man auch auf diese klettern konnte.
Michi an einer alten Lokomotive.
Die Züge sind der Natur frei ausgesetzt. Ebenso zeigt auch das nahegelegene Salz seine Wirkung.
Das Salz zeigte auch hier seine Wirkung.
Da es relativ schnell voll wurde, ging es zeitig weiter zu unserem nächsten Stop. Dort wurde uns kurz erklärt, wie das Salz aus der Salzwüste abgebaut und zu Speisesalz verarbeitet wird. Das Salz enthält aber auch Lithium. Vielleicht wird das in Zukunft eine wichtige Rolle für Bolivien spielen. Und anschließend ging es endlich los in die Salzwüste. Mit einer Fläche von mehr als 10.000 Quadratkilometern, stellt der Salar de Uyuni die größte Salzwüste der Welt dar.
Direkt am Eingang der Salzwüste, mussten wir allerdings einen kurzen Stop einlegen. Aufgrund der Regenzeit ist die Salzwüste überschwemmt. Das Wasser stand meist so 5-10cm hoch. Deshalb haben wir alle ein paar Gummistiefel bekommen.
Eingang zu der Salzwüste.
Es waren viele Autos unterwegs, da alle zunächst ein Ziel hatten: Das Rallye Dakar Monument. Von etwa 2014 bis 2018 wurde diese zum Teil auch in Uyunis Salzwüste ausgetragen. Ein Bild vor dem Monument konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Auch die Rallye Dakar war schon in Bolivien zu Gast.
Ein paar Schritte weiter gab es einen Platz mit ganz vielen Fahnen. Hier kann jeder eine Fahne aufhängen. Von der Deutschland-Fahne war nicht mehr viel übrig, aber das war kein Problem, denn wir hatten unsere eigene Fahne dabei.
Die Hesse komme!
Daneben steht das erste Salzhotel der Welt. Diese ist allerdings nicht mehr in Benutzung und dient nun vielen Touranbietern als Picknick-Platz. Doch für uns gab es ein Open-air Mittagessen. Unser Fahrer Dioni hatte Wunderbares auf den Tisch gezaubert. Es gab frisches Gemüse mit Avocado, warme Kartoffeln und Quinoa, Fleisch und sogar eine vegetarische Alternative für mich. Wir waren alle sehr verzückt. Und als Nachtisch gab es dann sogar noch einen Apfelkuchen, was will man mehr?!
Lunch im Nirgendwo.
Und dann sind wir erst so richtig in die Salzwüste gefahren. Weit und breit war es nur noch weiß und kein anderes Auto mehr in Sicht. Wir waren ganz alleine. Durch die Spiegelung im Wasser wirkte der Anblick ganz surreal. Es war wirklich beeindruckend. Sowas hatte keiner von uns zuvor gesehen.
Es war unglaublich hell, die Sonne wurde auf der Oberfläche reflektiert. Deshalb haben wir regelmäßig Sonnencreme aufgetragen. Und doch war es auch recht frisch. T-Shirt und kurze Hose waren Fehlanzeige, lange Hose und Fleecejacke waren eher angesagt.
Der Horizont in weiter Ferne.
Und während wir so ganz alleine in der Salzwüste waren, haben wir die Zeit auch für ein paar witzige Bilder genutzt. Under Guide Saul war darin schon ein richtiger Profi.
Spiel mit der Perspektive.Martina in ihrem Element.
Ebenso haben wir die Zeit für ein tolles Video genutzt, von dem es nur das Making-Off hier rein schafft.
Mitten in der Salzwüste.
Nach den Fotostopps ging es für uns weiter. Als eine der wenigen Gruppen, haben wir die Salzwüste auch tatsächlich durchquert. Viele Touranbieter fahren für die erste Nacht wieder zurück nach Uyuni, so aber nicht unser Anbieter. Wir fuhren und fuhren immer weiter. Es war bemerkenswert, wie unser Fahrer Dioni den Weg überhaupt gefunden hat. Aber man hat ihm schnell die Routine angemerkt, zum ersten Mal machte er dies garantiert nicht.
Aufgrund des Salzwassers konnten wir max. 30 km/h fahren, da dieses sonst zu sehr gespritzt hätte und dies für den Motor schädlich gewesen wäre. Und so kamen wir unserem Ziel immer näher. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir es dann wieder auf befestigten Boden geschafft. An diesem Ufer war das Wasser sogar nochmal um einiges höher.
Am Rand der Salzwüste.
Mittlerweile war es auch ziemlich frisch und windig geworden. Den Sonnenuntergang haben wir uns aber dennoch nicht entgehen lassen.
Warten auf den Sonnenuntergang.
Für uns ging es dann noch etwa 1 Stunde weiter, bis wir unsere Unterkunft für die erste Nacht erreicht hatten. Dies war tatsächlich ein Salzhotel. Unsere Zimmer haben einen wirklich guten Eindruck gemacht und es gab sogar warmes Wasser. Nach einem gemeinsamen Abendessen sind wir dann alle recht zeitig ins Bett gegangen. Der Tag war wirklich wundervoll gewesen, aber auch anstrengend. Der nächste Tag war bereits vollgepackt mit weiteren Attraktionen.
Da wir unsere Zeit in Postosí verkürzt haben, sind wir einen Tag früher nach Uyuni gefahren. Auch hier haben wir uns wieder für einen Bus entschieden. Die Fahrt sollte vier Stunden dauern.
Mit dem Taxi ging es wieder zum Busbahnhof. Dieses Mal allerdings nicht so früh wie beim ersten Mal. Der Busbahnhof von Potosí war in einem ziemlich schlechten Zustand. Wir konnten zum Glück direkt am Bus warten, da dieser auch bereits da war. Unser Gepäck hatte der Fahrer gleich eingeladen. Da wir ja nun wussten, dass man feste Plätze hat und dass die Bolivianer in der Regel nicht so pünktlich sind, haben wir entspannt dem Treiben zugeschaut. Am Bussteig wurden Klamotten und Essen verkauft und die Bolivianer sind mit viel Gepäck, das verstaut werden musste, zu den Bussen gekommen.
Warten bis es los geht.
Unser Bus war dieses Mal nicht so modern wie der vorherige und er war voll bis auf den letzten Platz. Kurz nachdem wir die Stadt verlassen hatte, stieg ein Verkäufer ein. Dieser machte Werbung für ein Nahrungsergänzungsmittel, dass angeblich die Konzentration fördern sollte und generell das Gehirn unterstützen sollte – so viel habe ich zumindest verstanden. Die Bolivianer waren dem sehr angetan und es hat sogar jemand etwas gekauft. Wir beide fanden dies allerdings eher nervig, da wir die Busfahrt gerne in Ruhe genießen. Von Ruhe gab es allerdings nicht viel auf dieser Fahrt. In Südamerika scheint es üblich zu sein über das Handy laut Videos zu schauen oder auch Musik zu hören. Und laut unterhalten können sich die Bolivianer auch gut.
Die Fahrt war dennoch ganz gut und der Ausblick war wunderschön. Aus der Ferne konnten wir bereits die Salzwüste erahnen.
Unser Ziel in der Ferne.
Nach tatsächlich 4 Stunden Fahrt waren wir in Uyuni angekommen. Die Stadt wirkte gleich vollkommen anders wie Potosí und erinnerte fast an eine Wüstenstadt. Es war unheimlich staubig.
Da wir nun einen Tag länger in Uyuni Zeit hatten, nutzen wir diesen um die Stadt zu erkunden. Dabei wirkte Uyuni ziemlich ausgestorben. Alle Türen und Eingänge waren verschlossen und sogar beim Supermarkt mussten wir klingeln, um rein zu können.
Viele verwilderte Hunde in der Stadt.
Wir nutzen auch die Zeit das einzige Museum der Stadt zu besuchen: ein Eisenbahnmuseum. Wir waren die einzigen Besucher und mussten ebenfalls klingeln, um hineinzukommen. Die ausgestellten und ausrangierten Eisenbahnen waren in einem sehr schlechten Zustand. Sie waren vom Salz verkrustet, total verstaubt und ziemlich verrostet.
Im Eisenbahnmuseum.
Den wenigen Schildern konnte man lediglich entnehmen, wann die Bahn gebaut und wann diese ihren Betrieb eingestellt hatte. Auch das Innenleben der Züge wurde nicht aufrechterhalten, sondern sich selber überlassen. Allerdings konnte man erahnen, dass die Züge früher mal ziemlich schick gewesen waren.
Der Zustand der Ausstellungsstücke war schlecht.
Nach dem Rundgang durch das Museum sind wir noch etwas durch die Stadt geschlendert. Diese hat touristisch nicht viel zu bieten und stellt größtenteils nur den Ausgangspunkt für Touren in die Salzwüste dar. Dies war natürlich auch unser Hauptgrund, nach Uyuni zu reisen.