#59 Von Buenos Aires nach Frankfurt

#59 Von Buenos Aires nach Frankfurt

Nach fast 60 Artikeln ist heute Schluss, denn das ist der letzte Blogbeitrag zu unserem Sabbatical.

Für den letzten Abend in Buenos Aires hatten wir mal den Balkon unserer Airbnb-Wohnung genutzt. So genossen wir den Ausblick vom 13. Stockwerk auf die Stadt bei Empanadas und Malbec. Den Malbec haben wir von unserem letzten Bargeld gekauft. Da wir nicht mehr all zu viel übrig hatten, reichte es nur für eine sehr günstige Flasche. Und bislang konnten wir bestätigen, dass es keinen schlechten Malbec gibt.

Empanadas und Malbec.

Am nächsten Morgen packten wir unserer Sachen, was gar nicht so leicht war. Wir hatten allerlei Süßes für die Daheimgebliebene gekauft. Das musste nun neben unserem normalen Gepäck auch noch im Rucksack verstaut werden. Und so ein Rucksack ist schon wesentlich kleiner als ein Koffer. Gegen 10:00 Uhr war es soweit und wir fuhren mit einem Uber zum Flughafen. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass wir viel zu früh am Flughafen waren. Die Lufthansa würde unseren Counter erst in zwei Stunden aufmachen. Okay, unser Flug sollte erst um 16:45 Uhr starten, aber wir mussten die Wohnung um 10 Uhr verlassen und wollten mit dem Gepäck nicht durch die Stadt laufen. Also hieß es jetzt warten. Jedoch merkte man schnell, dass der Flug nach Deutschland geht, denn wir waren nicht die Einzigen, die viel zu früh da waren. Vor dem Schalter bildete sich bereits eine Schlange. Der Rückflug an sich war auch ein besonderer Programmpunkt für uns, denn wir sind Business Class geflogen.

Nach dem Einchecken und ein bisschen Zeit in der Lounge wurde es dann aber wirklich ernst. Wir konnten schon unseren Flieger am Gate sehen, es war eine 747-8. Das besondere bei Lufthansa ist, dass sich ein Teil der Business Class im Upper Deck befindet. Genau da werden wir auch sitzen.

Die 747-8 am Terminal.

Das Boarding verlief schnell. Die First und Business Class hatten sogar ein eigenes Gate und dementsprechend auch eine eigene Gangway. Als wir unseren Pre-Departure Drink tranken, war das Boarding in der Eco noch voll im Gange. Nach einem sanften Start ging es auch schon bald mit dem Essen los.

Selfie aud dem Upper Deck.

Der Service in der Business Class ist kein Vergleich zur Eco. Ich wurde am Platz begrüßt mit den Worten: „Guten Tag Frau Merz, für sie gibt es ja heute das Special Menü.“ Woher kannte sie meinen Namen? Und welches Special Menü? Etwas irritiert gab ich nur zurück, dass ich nur vegetarisches Essen bestellt hätte. Michi hingegen konnte aus einer Menü Karte auswählen. Bei der Vorspeise entschied er sich für Garnelen.

Marinierte Shrimps mit Zucchini, Pesto-Mayonnaise und sautierten Kirschtomaten.

Als Hauptgang gab es für mich Ravioli mit Tomatensauce und etwas Käse überbacken und für Michi den Lachs.

Gegrillter Buckellachs mit Tomaten-Paprikasauce, dazu gebratene Anden-Kartoffeln und blanchierter Bok Choy.

Beim Nachtisch konnte man zwischen einer Auswahl an Käse und einem Mango-Kuchen entscheiden. Die Wahl fiel bei uns beiden natürlich auf den Kuchen.

Mango-Crémeux Käsetorte.

Nach dem Essen war es Zeit fürs Bett. Unser großer Luxus war, dass wir unseren Sitz in eine flache Liegeposition stellen konnte. Wir hatten sogar eine Minimatratze, eine richtige Decke und ein Kissen. Ein bisschen Schlaf konnten wir so tatsächlich mitnehmen, auch weil es wirklich sehr ruhig in der Kabine war. Und dann war es auch schon wieder Zeit für das Frühstück und wir begannen mit dem Landeanflug auf Frankfurt. Vor lauter Nebel konnten wir kaum etwas sehen. Wenn man Schlafen kann, ist so ein 13 h Flug doch recht kurzweilig. In Frankfurt angekommen, freuten wir uns auf unsere Familien und auch auf unsere Wohnung.

Sabbatical in Zahlen

Da Michi Statistiken mag wollte er unbedingt unsere Reise in Zahlen fassen. Also wer kein Interesse an Statistik, Zahlen und Mathe im Generellen hat sollte, jetzt nicht weiter lesen.

Nach 118 Tagen sind wir wieder in Deutschland angekommen. In dieser Zeit haben wir 8 Länder bereist und sind neben Südamerika auch auf dem Kontinent Antarktika gewesen. Die Aufenthaltsdauer in den einzelnen Länder war extrem unterschiedlich. Die längste Zeit haben wir in Chile verbracht mit einem Anteil von 23 % an der Gesamtdauer von 118 Tagen. Hingegen war die Aufenthaltsdauern in Brasilien und Paraguay mit wenigen Stunden extrem kurz und somit deutlich kleiner als 1 % Prozent.

In Summe haben wir eine Strecke von etwa 51.000 km zurückgelegt. Zum Vergleich: der Erdumfang beträgt etwa 40.000 km. Den größten Anteil an die Gesamtstrecke hatte die An- und Abreise nach Lateinamerika mit 20.842 km. Und auch die Verteilung nach Transportmittel ist sehr ungleich. Das Tortenstück welches das Flugzeug repräsentiert hat eine Große von 84 % und ist somit deutlich größer als die Stücke für Schiff, Bus und zu Fuß. Zu Fuß sind wir aber dennoch insgesamt fast 1.000 km gelaufen.

Zu einem weiteren Thema lassen sich viel Grafiken erstellen, hier geben wir jedoch nur relative Zahlen an. Es handelt sich dabei um die Kosten. Wir haben nämlich akribisch jede Ausgabe aufgeschrieben um auch zu sehen ob wir noch im Budget liegen. Unser Budget haben wir zu 98% ausgeschöpft. Das meiste Geld haben wir für die Fahrt zur Antarktis ausgegeben. Die Schiffsfahrt ist nicht wirklich einem Land zuzuschreiben, daher hat sie eine eigene Kategorie. Unsere Zeit auf dem Schiff machte gerade einmal 8 % der Zeit des Sabbaticals aus, der Anteil am Budget beträgt aber stolze 35 %.

Die Kosten in den einzelnen Länder waren sehr unterschiedlich, jedoch auch unsere Aufenthaltsdauern. Im nächsten Diagramm wird daher gezeigt, wie viel ein Tag in welchen Land gekostet hat. Da hier keine konkreten Zahlen genannt werden, wurden die Kosten auf einen Tag in Bolivien bezogen. Das heißt, ein Tag auf dem Schiff MS Ushuaia war 9,6 mal so teuer wie ein Tag in Bolivien. Die Angaben zu Peru sind verzerrt, da hier auch die versenkten Kosten berücksichtigt wurden. Denn aufgrund der Unruhen mussten wir unseren Plan anpassen, hierdurch sind Kosten entstanden und wir haben teilweise unser Geld nicht zurück bekommen. Ansonsten gibt das Diagramm das Preisniveaus der Länder gut wieder. Hierbei gilt es noch zu beachten, dass wir unser Verhalten den Kosten angepasst haben, denn in teureren Ländern sind wir weniger essen gegangen als in günstigeren Ländern. Ebenso verhält sich dies mit den Ausflügen.

Haben wir unsere Ziele erreicht?

Zur Veranschaulichung dient die Karte, welche den ursprünglichen Plan und auch die Änderungen zeigt. Es sind einige Orte weg gefallen (rote Markierungen), andere sind hinzu gekommen (grüne Markierungen). Die politischen Unruhen in Peru haben große Anpassungen erfordert. Peru sollte ursprünglich ein Schwerpunkt des Sabbaticals sein, jedoch wurde es mehr oder weniger ausgelassen. Dadurch ist viel Zeit frei geworden, wodurch wir Bolivien viel intensiver bereist haben als es geplant war. Die Orte Santa Cruz, Trinidad, Cochabamba und auch Potosí standen nicht auf unseren Zettel.

Auch bei der Kreuzfahrt in der Antarktis gibt es Abweichungen zwischen der Karte aus dem Beitrag „#1 Der Plan“ und der tatsächlichen Route. Das liegt einfach daran, dass jede Expedition anders ist. Es gibt keine Garantie einen bestimmten Ort in der Antarktis anzufahren. Wir sind zufrieden mit dem was wir gesehen haben.

Auch gegen Ende das Sabbaticals sind noch einige Ziele hinzugekommen. Wir hatten uns bewusst die letzten drei Wochen offen gehalten. Die Zeit haben wir spontan gefüllt. Daher haben wir die Iguazú Wasserfälle und auch Uruguay besucht. Die Iguazú Wasserfälle waren eines unserer Highlights der vergangenen vier Monate. Zum Glück haben wir diesen Besuch eingebaut.

Fazit

In den vergangenen 118 Tage haben wir viele tolle Momente erlebt. Den einen Höhepunkt gibt es jedoch definitiv nicht. Es sind mehrere Orte, die als unbeschreiblich schön in Erinnerung bleiben. So haben die Salar de Uyuni, der Perito Moreno Gletscher und auch die Iguazú Wasserfälle eines gemein: Ein Foto gibt nicht einmal 10 % Prozent ihrer imposanten Erscheinung wieder. Auch die Zeiten auf der Osterinsel und dem Schiff MS Ushuaia waren unbeschreiblich schön. Sicherlich hatten wir einen Durchhänger in Peru, denn Machu Picchu sollte eines unserer Highlights werden. Wir haben mehr oder weniger das ganze Sabbatical um die weltberühmte Stätte der Inca herum geplant. Umso trauriger war es, dort nicht hinzugehen. Dies war aber mit das einzigste, was nicht geklappt hat. Wir haben keinen Flug verpasst. Wir haben für jede Nacht eine Unterkunft gehabt. Wir haben all die Dinge gesehen, welche wir uns vorgenommen hatten und noch viele mehr. Manchmal haben sich auch Sachen ergeben. So kamen wir beispielsweise in Punta Arenas ohne rechten Plan an. Jedoch haben wir jeden Tag gefüllt und mehr erlebt, als wir es erwartet hatten. Die letzten vier Monate sind eine außergewöhnliche Zeit gewesen, welche wir nicht missen möchten. Wir sind froh, dass wir diese Möglichkeit hatten.

Wenn man reist trifft man viele Leute und spricht auch über ihre Erfahrungen. So wächst auch die Zahl der Reisewünschen und wird nicht etwa kleiner. Unsere Liste ist ebenfalls länger geworden. Die Osterinsel hat Lust auf mehr Polynesien gemacht. Daher wäre Hawaii ein tolles Ziel für die Zukunft. Argentinien hat auch noch viel zu bieten. So fehlen uns dort noch Orte wie Mendoza, Salta oder auch Cordoba. Peru hingegen ist auf der Liste ziemlich weit nach unten gerutscht, da kommen erstmal andere Ziele vorher.

Den vorherigen Beitrag findest du hier.

Steckbrief: Peru

Steckbrief: Peru

Unsere Zeit in Peru ist schneller geendet als gedacht. Wir haben nicht das Land bereist, sondern eher einen Städtetrip nach Lima gemacht. Trotzdem möchte ich an der Stelle unsere Erfahrungen mit euch teilen. 

Essen und Trinken

Dass die peruanische Küche viel zu bieten hat, konnten wir schon in Frankfurt in Erfahrung bringen. So kannten wir bereits Ceviche und Papas rellenas aus der Mainmetropole. In Lima haben wir noch ein paar neue Sachen entdecken können. 

Sanguche

Das war ein Brötchen, welches mit Süßkartoffeln, Fleisch und roten Zwiebeln belegt wurde. Das war sehr lecker. Erinnert entfernt ein bisschen an ein Spießbratenbrötchen. 

Werbung für Sanguche

Anticuchos und co. 

Hier habe ich gestreikt. Eigentlich esse ich immer meinen Teller auf, aber diesmal nicht. Bei Anticuchos handelt es sich um eine Art Schaschlik aus Rinderherzen. Ich esse normalerweise Innereien wie Leber und auch Nieren, aber Anticuchos brauch ich nicht mehr.

Anticuchos und andere eklige Spieße.

Picarones

Nach dem ganzen herzhaften Essen musste natürlich auch mal was Süßes her. Der Teig für Picarones besteht unter anderem aus Kürbis und Süßkartoffel. Dieser wird in Fett ausgebacken. Die Form erinnert an Donuts. Der Geschmack ähnelt einem Kreppel ohne Füllung (Hinweis für alle nicht Hessen: Kreppel = Krapfen, Berliner oder auch Pfannkuchen).

Picarones

Mehr konnten wir leider noch nicht probieren…

Pisco Sour

Das wohl bekannteste Getränk von Peru. Sehr lecker und vor allem auch stark. Einen doppelten Pisco Sour, die Kathedrale, merkt man dementsprechend auch. Neben Pisco, Zitronen- oder Limettensaft und Zuckersirup ist Eiklar eine weitere Zutat. Hierdurch entsteht beim Mixen eine Schaumschicht oben.

Pisco Sour

Inca Kola

Im Straßenbild von Lima war Inca Kola allgegenwärtig. An jeder Ecke war Werbung zu sehen oder auch ein kleiner Kiosk, welcher diese offerierte. War nicht 100 Prozent mein Geschmack. Erinnert etwas an gelben Gummibärchen. Das nächste Getränk war da schon besser. 

Inca Kola

Chicha Morada 

Die Farbe von diesem Getränk war ein intensives Lila. Dies liegt an der Hauptzutat – lila Mais. Süß und spritzig war es also wie eine Limonade. 

Chicha Morada 

Geld und Kosten

Die Währung trägt den Namen Sol. Sol ist das spanische Wort für Sonne. Zu unserer Zeit in Peru war der Wechselkurs ganz praktisch zum Rechen, denn für einen Euro hat man vier Soles bekommen. 

Soles

Im Vergleich zu Costa Rica ist Peru deutlich günstiger. Fancy Frühstück inkl. Kaffe im angesagten Miraflores für zwei Leute gab es für etwa 10 Euro. Ein lokales Mittagsmenü inkl. einem Getränk in der Markthalle schlug mit 2,50 Euro zu Buche. 5 Picarones im Park kosteten nicht mal 2,00 Euro. 

Kommunikation

Mehr Spanisch als in Costa Rica haben wir gebraucht. Hier und da hat man Englisch reden können, jedoch sind ein paar Brocken Spanisch von Vorteil. 

Transport

Flughafen

Hier ist Vorsicht geboten. Am Flughafen ist die Lage unübersichtlich. Leider sind wir auf ein Faketaxi reingefallen, aber wir hatten noch Glück im Unglück gehabt. Den Taxifahrer konnten wir während der Fahrt runter handeln, sodass wir am Ende nur etwas mehr gezahlt hatten als üblich. Wir haben in Lima einen Deutschen getroffen, welcher weniger Glück hatte. Dieser musste auf die Toilette und hat den Taxifahrer gebeten, an einer Tankstelle zu halten. Nachdem er sein Bedürfnis befriedigt hatte, stellte er fest, dass sein Taxi samt Gepäck weg war.

Auf dem Rückweg zum Flughafen sind wir mit dem Airport Express gefahren. Dieser war günstiger und hat sich auch sicherer angefühlt. Daher ist diese Variante zu bevorzugen. 

Flughafentransfer

In der Stadt 

In Lima basiert der ÖPNV nahezu komplett auf Bussen. Wir haben nur ein paarmal die Busse genutzt. Das System ist unübersichtlich und weniger durchdacht als beispielsweise in europäischen Städten. So sind wir mit der Metropoletana gefahren, um von Miraflores in die Innenstadt zu gelangen. Dies ist ein besonderes Bussystem mit eigenen abgetrennten Bereichen auf der Straße. Hierdurch ist sie deutlich schneller als ein Auto. Die Haltestellen ähneln eher einer S-Bahn Station. Eine Fahrt von 20 Minuten hat noch nicht einmal einen Euro gekostet. Auf dem Rückweg sind wir Taxi gefahren. Für die gleiche Strecke waren wir 10 Minuten länger unterwegs. Eine halbe Stunde Fahrt kostete etwa 5 Euro.

Der normale Bus war sogar noch günstiger. Hier kostet ein Ticket etwa 0,4 Euro. Das Busfahren war schon ein kleines Abenteuer. Die Türen standen die ganze Zeit offen. Der kleine Bus hatte sogar einen Schaffner, welcher die Tickets verkauft hat. Im zähfließenden Verkehr ist er immer wieder vorne ausgestiegen, um im Anschluss hinten wieder einzusteigen. 

Selbst ne Busfahrt kann hier zum Erlebnis werden.

Überland

Wir sind nicht aus Lima rausgekommen. Unseren ursprünglichen Plan mit Peru Hop von Lima nach La Paz zu fahren haben wir nicht umgesetzt. Dementsprechend haben wir hierzu keine Erfahrungen gesammelt. Hingegen haben wir jetzt in einem anderen Bereich Erfahrungen erworben: Dem Stornieren von gebuchten Leistungen. Peru Hop war hier nicht sonderlich kulant. Diese waren nicht bereit den vollen Preis zu erstatten, obwohl aufgrund der Unruhen die Leistung nicht erbracht werden konnte. 

Ähnlich sieht es aus bei dem kombinierten Bus und Zugticket des Anbieters PeruRail von Cusco nach Aguas calientes (auch bekannt als Machu Picchu town) aus. Auch hier werden wir auf den Kosten sitzen bleiben. 

Sicherheit

Während unseres Aufenthaltes in Peru haben wir sicherlich eine außergewöhnliche Lage erlebt. Man hat gemerkt, dass es im Land brodelt. In unserem Stadtteil Miraflores haben wir uns sicher gefühlt. Hier hat man meist wenig von den Demonstrationen gemerkt. Die Lage in der Innenstadt war anders. Die Polizei war dort sehr stark vertreten, die Ausstattung war robust. Die lautstarken Demonstranten waren in noch stärkerer Zahl anwesend. Als wir in der Innenstadt waren, war alles friedlich. Zwei Tage später haben wir in der Tagesschau gesehen, dass es auch anders sein kann.

Das war gut

Prinzipiell ist Lima eine interessante und vielfältige Stadt. Das Essen in Peru war unfassbar lecker. Miraflores ist ein moderner und attraktiver Stadtteil. Wir hatten jedoch mit dem Zeitpunkt unserer Reise einfach Pech. 

Das war weniger gut

Es war keine unbeschwerte Zeit in Lima. Wir sind froh, nun in Bolivien zu sein. Es ist sehr schade, dass wir Peru mehr oder weniger ausgelassen haben. Das bringt unseren Reiseplan ganz schön durcheinander. 500 km haben uns von Machu Picchu getrennt. Das wird auch erstmal die kürzeste Distanz bleiben. 

Ein besseres Machu Picchu Selfie wird es erstmal nicht geben.

Fazit

Die Vorfreude auf Peru war groß, die Ernüchterung auch. Der Start war schwierig. Sowohl die extra Behandlung bei Ein- und Ausreise war nicht nach meinen Geschmack und auch der Taxitransfer vom Flughafen nach Miraflores war nicht so toll. Natürlich möchte ich irgendwann mal den Süden Perus sehen. Auf meiner Bucketlist stehen nach wie vor Machu Picchu, Cusco, der Regenbogenberg und co. Wann das der Fall ist, ist schwer einzuschätzen. So wie es momentan aussieht, haben wir einige Gutscheine für Hotels, Zugtickets und co.. Aber ob wir eine künftige Reise davon abhängig machen und wann sicheres Reisen in Peru wieder möglich ist, ist eine andere Frage. 

#17 Von Lima nach Santa Cruz

#17 Von Lima nach Santa Cruz

Schweren Herzens haben wir Lima verlassen. Nach langen Überlegungen entschlossen wir uns nach Santa Cruz de la Sierra in Bolivien zu fliegen. Unser Flieger ging um 00:15 Uhr, mitten in der Nacht. In Südamerika gibt es eben kein Nachtflugverbot. Mit Sack und Pack sind wir mal wieder zur Touristen Info am Kennedy Park gegangen, da von dort der Airport Express Bus abfährt.

Tschüss Lima.

Am Flughafen stand dann noch die Ausreisekontrolle an. Ob dieses Mal alles glatt läuft? Am Schalter erhielt ich direkt meinen gestempelten Pass zurück. Als der Polizist dann allerdings seinen Stempel in die Schublade legte, ahnten wir böses. Es hieß wieder Michael, come! Ich blieb direkt zurück, wohl wissend, dass ich eh nicht hätte mitgehen dürfen. Nach ewigen 10 Minuten kamen Michi und der Polizist zurück, sein Pass wurde abgestempelt und wir durften gehen. Michi erklärte mir dann, dass er einen Namensvetter hat, der in Peru polizeilich gesucht wird. Dies hätte ihm der Polizist erklärt. Na das ist ja ma ne Antwort. Leider sagte der Polizist allerdings auch, dass er vermutlich bei jeder Ein- und Ausreise rausgezogen werden würden, bis der Gesuchte geschnappt wird.

Der Flug war sehr ruhig und um halb vier Uhr morgens sind wir dann in Santa Cruz gelandet. Dieses Mal hatten wir uns über die Taxisituation vor Ort informiert und haben direkt ein offizielles Airport-Taxi gefunden, diese sind blau-weiss. Für unseren Aufenthalt hatten wir uns ein etwas besseres Hotel rausgesucht, da auch einiges an Organisation und Planung anstand. Bislang hatten wir noch keinen Plan, wie genau unsere Reise weitergehen soll.

Unsere neue Unterkunft.

Glücklicherweise hatten wir einen Early-Check-In gebucht und konnten somit direkt auf unser Zimmer. Das extra Geld hat sich wirklich gelohnt, denn nach einem Schläfchen konnten wir auch schon das Hotel-Frühstück genießen. Die vergangene Nacht steckte uns allerdings noch sehr in den Knochen und ebenso die Wärme. In Santa Cruz waren es 33 Grad.

Zeit zum umplanen.

Einen Großteil der Zeit haben wir natürlich zum weiteren Planen genutzt. Verschiedenste Möglichkeiten haben wir durchgespielt, aber keine hat uns so richtig gefallen. Aufgrund der Infrastruktur hätten einige Städte doppelt angefahren werden müssen.

Am nächsten Tag haben wir uns ein Reisebüro gesucht, welches uns bei der neuen Planung unterstützt hat. Und zack, da stand sie schon unserer neue Route. Keine Doppelungen, Zeit zur Akklimatisierung aufgrund der Höhe und alle Stops dabei, die wir uns vorgestellt hatten. Sogar einen besonderen Zusatzstop konnten wir einbauen.

Erleichtert und mit neuem Elan konnten wir am nächsten Tag die Umgebung von Santa Cruz entdecken.

Den vorherigen Beitrag findest du hier.

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#16 Lima

#16 Lima

Nach einem entspannten Morgen, stand für uns Nachmittags Sightseeing-Programm an. Wie so oft wollten wir dieses mit einer Free Walking Tour beginnen. Lima ist die einzige Hauptstadt Südamerikas, welche direkt am Wasser liegt und eine Küste hat. Unser Stadtteil Miraflores liegt zwar direkt am Pazifik, allerdings nicht im Stadtzentrum. Glücklicherweise hatten wir eine Tour gefunden, die in Miraflores beginnt und gemeinsam in das Stadtzentrum fährt.

Innenstadt von Lima

Unseren Guide Luis haben wir am Kennedy Park in Miraflores getroffen. Zunächst haben wir erstmal die Metropolitano genutzt. Dies ist ein Bus-Schnellverkehrssystem, welches eigene Fahrspuren hat und somit die Stadt zeitnah miteinander verbindet.

Angekommen in Lima Downton bemerkten wir als erstes die große Anzahl an Polizisten. Ebenso fiel uns auf, dass auf dem Paseo vor dem Justizpalast die ganzen Statuen eingehüllt waren. Luis erklärte, dass dies wegen den Demonstrationen sei, momentan aber alles sicher ist. Der Paseo wirkte ziemlich ausgestorben. Man merkte schnell, dass in Lima keine normalen Zeiten herrschen.

Viele Polizisten und verpackte Statuen, Lima im Ausnahmezustand.

Weiter ging die Tour zum Plaza San Martin. Vom Platz selber konnten wir leider nicht viel sehen, denn dieser war gefüllt von Demonstranten. Zu unserer Zeit war zwar viel Los, aber alles friedlich. Zwei Tage später haben wir den Platz bei der Tagesschau wieder erkannt. Eines der anliegenden Gebäude stand in Flammen.

Die Straßen voller Demonstranten.

Auch für das Fernsehen von Interesse.

Zurück zu unserer Tour. Luis führte uns immer weiter durch die Innenstadt. Ab und zu hat er auch mal was erzählt, aber hauptsächlich schmeißte er mit Jahreszahlen um sich. Unsere Fragen hat er größtenteils nicht verstanden, aber dennoch eine Antwort gegeben. All zu viel haben wir demnach leider nicht mitgenommen.

Der Weg führte uns weiter zum Plaza Mayor, dem Hauptplatz. Dieser war vollständig abgesperrt, ein Betreten somit nicht möglich. Den bekannten Lima-Schriftzug konnten wir also nur aus der Ferne betrachten. Immerhin durften wir aber mal für ein Foto hinter die Absperrung.

Der Hauptplatz war für Demonstranten gesperrt und daher menschenleer…

… abgesehen von zwei einsamen Deutschen.

Generell waren kaum Touristen unterwegs. Die Demonstranten haben sich auf wenige Orte in der Innenstadt konzentriert. Diese Orte waren aber voll mit tausenden, wenn nicht sogar zehntausende von Menschen. Die Innenstadt war jedoch zum größten Teil gesperrt. In die gesperrten Bereiche durften wir wahrscheinlich nur mal rein, da wir Ausländer waren und Luis ein zertifizierter Guide ist. Hier wirkte alles sehr sauber und aufgeräumt. Die Stadt besitzt viele hübsche Gebäude aus der Kolonialzeit, die als Unesco-Weltkulturerbe geschützt sind. Wir haben mit Sicherheit kein normales Lima erlebt.

Die koloniale Pracht im Ausnahmezustand.

Zum Ende der Tour organisierte Luis uns noch ein Taxi für die Rückfahrt nach Miraflores. Da wir von unserem Tourguide nicht sehr überzeugt waren, suchten wir uns für den nächsten Tag einen anderen Anbieter.

Die Touristeninfo am Kennedy Park bot ebenfalls Free Walking Tours an. Für den nächsten Morgen wurde eine Foodie-Tour angeboten, das klang ganz nach uns.

Markthalle in Surquillo

Die Foodie-Tour sollte ursprünglich durch die Markthalle in der Innenstadt gehen. Der Plan wurde allerdings kurzfristig, aus Sicherheitsgründen, geändert. Somit sind wir in die Markthalle in Surquillo gelaufen. Dies ist ein benachbarter Stadtteil von Miraflores und war innerhalb von 10 Minuten erreicht.

Die Markthalle in Surquillo.

Zu Beginn der Tour stand eine Obst-Verkostung von regionalen Früchten an. Von Lucuma oder auch Guanabana hatte ich vorher noch nie etwas gehört. Umso schöner, dass wir diese betrachten und dann verkosten durften. Es gab auch noch eine pinke Kaktusfeige, Physalis und Mango zu probieren. Insbesondere die Mango war so süß und lecker, wie man sie von daheim nicht kennt.

Unser Guide zeigte uns eine Lucuma.

Martina wird kein Lucuma-Fan, oder doch?

Nach den Kostproben sind wir weiter durch die Markthalle geschlendert. Teilweise hingen aufgeschnittene, aber noch nicht ausgenommene Hühnchen an den Ständen. Da konnte man sich das ganze Innenleben mal genauer anschauen.

Hier wird noch das ganze Tier verwendet.

Zum Abschluss hielten wir noch an einem Saft-Stand. Hier wurden frische Säfte ganz nach unserem Geschmack gemacht, mit Wasser oder Milch, gesüßt oder ungesüßt. Dem Ratschlag von unserem Guide, einen Lucuma-Shake mit Milch zu probieren, sind wir mal gefolgt, schließlich muss man ab und an ja auch mal was Neues probieren. Der Geschmack war anders als die Frucht alleine, ungewöhnlich, doch auch irgendwie gut.

Als Shake war die Lucuma schon sehr lecker.

Die Tour war wirklich schön und hat uns Spaß gemacht. Essen mögen wir eben.

Miraflores

Für den folgenden Tag hatten wir uns mal wieder eine Free Walking Tour rausgesucht. Diesmal ging es durch „unserem“ Stadtteil Miraflores. Die Tour begann wieder am Kennedy Platz. In diesem gibt es übrigens eine Büste vom Namensgeber, doch der ehemalige Präsident selber war niemals in Lima gewesen. Der Park selbst ist sehr ordentlich, sauber und wird von vielen Katzen bewohnt, weshalb er manchmal auch der Katzen Park genannt wird.

Im Park gibt es einige Stände, die verschiedenste Süßspeisen anbieten, u.a. auch Picarones. Der Stand Picarones Mary ist einigen evtl. aus Netflix bekannt. Denn bei der Folge zu Lima von Street Food Latin America spielt dieser Stand eine wichtige Rolle. Natürlich waren wir hier bereits am ersten Tag und was soll ich sagen, wir waren öfters dort.

Bekannt aus Netflix.

Picarones sind wie kleine frittierte Donuts, deren Hauptzutaten Kürbis und Süßkartoffeln sind. Serviert werden sie mit einer Honig-Sauce.

Streetfood: Gut und Günstig.

Die Tour führte uns weiter durch den großen Stadtteil. Wir besuchten den Indian Market, welcher eine Vielzahl an Souvenirs anbietet und gingen durch das Schoko-Museum. An der Küste sind wir dann noch durch den Parque del Amor, den Liebes-Park geschlendert. Dieser erinnerte an den Park Güell in Barcelona, da auch hier ganz viel mit Mosaiken gearbeitet wurde. Unsere Guides erzählten auch, dass es hier einen Wettbewerb für den längsten Kuss gab. Dieser lag angeblich bei über 33 Stunden?! Seit Corona findet der Wettbewerb allerdings nicht mehr statt.

Während unserer Führung zog es sich immer weiter zu. Es wurde so nebelig, dass man nicht weiter als eine Häuserreihe schauen konnte.

Die Stadt versinkt im Nebel.

Auch diese Tour war mal wieder schön und informativ. Obwohl wir einige Ecken vorher bereits alleine entdeckt hatten, ist es auch immer wieder schön mit anderen Reisenden in Kontakt zu kommen. In diesem Fall haben wir ein nettes Ehepaar aus Kanada kennengelernt und hatten gemeinsam viel Spaß.

Zum Abschluss haben wir dann endlich mal einen Pisco Sour probiert. Hmm, was war das lecker. Warum uns hier allerdings eine Catedrale in Rechnung gestellt wurde, hat sich uns erst später erschlossen. So wird nämlich ein doppelter Pisco genannt.

Pisco Sour.

Beim Genuss der Catedrale und nach den Erfahrungen der letzten Tage, mussten wir unsere weiteren Reisepläne überdenken. Die Situation im Land ist sehr angespannt, vor allem im Süden. Dies kollidiert mit unserer geplanten Reiseroute. Ein Weiterreisen im Land ist daher fast unmöglich. Auch das Auswärtige Amt rät derzeit dringend von Reisen in den Süden des Landes ab. Feststeht, dass wir eine neue Route brauchen, aber welche?!

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#15 Von San José nach Lima

#15 Von San José nach Lima

Um unseren letzten Colones auszugeben, wollten wir am letzten Morgen in San José nochmal schön frühstücken gehen. Glücklicherweise haben wir noch Leute von unserer Reisegruppe getroffen und sind dann gemeinsam losgezogen. Das Frühstück war wirklich sehr sehr lecker. Für mich gab es Pancakes. Michi hingegen hatte noch nicht genug von Rice and Beans und entschied sich für etwas traditionelleres. Bei bestem Wetter haben wir die letzten Stunden noch genossen bevor es dann in Richtung Flughafen ging. 

Letztes Frühstück in Costa Rica.

Wir waren so zeitig am Flughafen, dass der Schalter unserer Fluggesellschaft Latam noch gar nicht geöffnet war. Dem Ratschlag von unserem Guide Pamela, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, sind wir gefolgt. So waren wir eben die allerersten in der Schlange. 

Die Ausreise und die Sicherheitskontrolle haben reibungslos geklappt. Dann haben wir uns den Flughafen noch von allen Seiten angeschaut bis es hieß Boarding. Unerwartet entspannt lief dies ab, ohne lange Schlangen, wie man das aus Deutschland sonst so kennt. 

Es wird ernst.

Mit etwas Verspätung sind wir dann Richtung Peru gestartet. Im Flieger wurde sogar ein Snack und ein Getränk serviert. Glücklicherweise war der Flieger nicht ausgebucht, deshalb hatten wir einen freien Mittelplatz und konnten uns etwas ausbreiten. 

Der Flug verlief relativ ruhig, mit ein paar Turbulenzen. Diese hielten die anderen Gäste allerdings nicht davon ab trotzdem weiterhin aufs Klo zu gehen, obwohl die Anschnallzeichen an waren. 

Und dann waren wir in Lima gelandet und es ging zur Einreisekontrolle. Diese gestaltete sich schwieriger als gedacht. Ohne Visum kann man sich hier als deutscher Tourist 90 Tage aufhalten. Wir gaben an drei Wochen bleiben zu wollen, als der Einreisebeamte uns fragte. Abgestempelt erhielt ich meinen Pass zurück, aber Michi nicht. Der Beamte sagte nur Michael, come! und lief in Richtung Büro. Michi folgt und ich auch, bevor er zu mir nur No! sagte. Also hab ich am Schalter gewartet. Und die Zeit verging… kurze Zeit später kam der Beamte wieder zurück, aber ohne Michi. Ich durfte dann hinter den Kontrollen warten, stets in Sichtweite von dem Beamten. Michi stand währenddessen bei der Polizei an bis er in ein Verhörzimmer zitiert wurde. Der Polizist fragte ihn, ob er spanisch spreche und ob er das erste mal in Peru sei. Nach „hablo solo un poco español” und “si, primera vez en peru” durfte Michi wieder gehen. Was das Problem an der Sache war, hat uns keiner gesagt. 

Mit etwas mulmigem Gefühl, aber froh über die Einreisestempel, sind wir dann endlich zur Gebäckausgabe gegangen. Unsere Rucksäcke waren bereits die letzten Stücke und wurden von Flighafenangestellten bereits abgeräumt. 

Dann machten wir uns mal auf in Richtung unserer Wohnung. Also wir das Flughafengebäude verlassen hatten, waren da unzählige viele Menschen. Alles war sehr wuselig und überall hieß es Taxi, Taxi, Taxi. Wir wollten auch mit dem Taxi fahren, einen Taxistand haben wir allerdings nicht entdeckt. Ein recht zuvorkommender Mann erklärte uns dann, er sei Taxifahrer, habe eine Lizenz und hat uns gleich den Wagen mit den Rucksäcken abgenommen. Wir gingen mit ihm mit. Auf der Fahrt stellte sich dann leider schnell raus, dass dies kein offizielles Taxi war. Seine dubiose Preisliste hat dies schnell offenbart. Wir konnten ihn allerdings sehr gut runterhandeln, sodass wir nur minimal mehr gezahlt haben, als dies bei einem offiziellen Taxi gewesen wären. Also nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Im Stadtteil Miraflores war unsere Airbnb Wohnung gelegen. Im 14. Stock hatten wir ein kleines Apartment gemietet. Die Wohnung war sehr niedlich und sauber. Froh darüber, endlich angekommen zu sein, sind wir erstmal schlafen gegangen. 

Am nächsten Morgen hatten wir zunächst ein paar Sachen zu erledigen, Bargeld holen, Wäsche abgeben und Einkaufen gehen, standen auf der To-do-Liste. Dann haben wir erstmal in unserer kleinen Wohnung gefrühstückt, bevor wir anschließend die Stadt erkunden wollten. 

Erstes Frühstück in Peru.

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#1 Der Plan

#1 Der Plan

Lesezeit: ca. 12 Minuten

Lange, lange haben wir überlegt wohin uns die 4 freien Monate unseres Sabbaticals führen sollen. Einmal um die Welt? Ein Land pro Kontinent? Blauäugig wie wir waren, hätten wir am liebsten beides kombiniert. Schnell mussten wir aber lernen, dass beide Optionen schier unmöglich sind, wenn man nicht die ganze Zeit im Flieger verbringen möchte. Also haben wir uns für einen Kontinent entschieden: Südamerika.

Beginnen werden wir unsere Reise in Costa Rica – ok, das ist nicht ganz Südamerika – aber immerhin Lateinamerika. Um seicht zu starten, werden wir eine 16-tägige geführte Rundreise durch das Land machen. Hier vertrauen wir wieder G Adventures, mit denen wir ja bereits in Indien/Nepal und in Mexiko waren.

Von Costa Rica aus geht es dann aber wirklich nach Südamerika und wir fliegen nach Lima, Peru. Von dort nehmen wir den Peru Hop Bus und fahren die touristischen Attraktionen des Landes ab. Dies funktioniert ganz ähnlich wie ein Hop On Hop Off Bus in den größeren Städten, allerdings hier auf ein Land ausgeweitet. Vorbei und über die Nazca Linien führt uns der Weg natürlich auch nach Macchu Picchu, bestimmt einem Highlight unserer Reise. Über den Titicacasee wird uns der Bus bis nach Bolivien bringen und in La Paz enden. Ab dort sind wir, zumindest was den Transport betrifft, ganz auf uns alleine gestellt. Jetzt gibt es keinen Bus mehr, die uns vor dem Hotel rauslässt und am nächsten Morgen dort wieder einsammelt. In der Hoffnung, dass sich unsere Spanisch-Kenntnisse bis dahin verbessert haben, versuchen wir dann komplett auf eigene Faust weiterzureisen.

Von der Salzwüste Uyuni führt uns der Weg nach Chile in die Sandwüste San Pedro de Atacama. Anschließend folgt ein weiteres Highlight unserer Auszeit – wir fliegen auf die Osterinseln. Dort versuchen wir die Mysterien der Moais zu ergründen. Wieder auf dem Festland werden wir Santiago de Chile erkunden und daraufhin nach Patagonien, genauer gesagt nach Feuerland, fliegen. Der Name ist hier allerdings nicht Programm, denn es wird ab jetzt immer kälter. Einen ganz konkreten Plan für für die Zeit dort unten haben wir derzeit noch nicht. Ein bisschen Spontanität darf ja auch noch bleiben. Besuchen wollen wir aber definitiv den Perito Moreno Gletscher in Argentinien, ein weiteres Highlight unserer Reise. Einen festen Termin haben wir allerdings, da unser Expeditionsschiff MS Ushuaia pünktlich den Hafen in Richtung Antarktis verlassen wird – ob mit oder ohne uns. Auch hier weichen wir wieder etwas von unserem ursprünglichen Plan ab, da die Antarktis nicht zu Südamerika gehört.

Nach dem mit Abstand größtem Highlight und der speziellsten Zeit der Reise, fliegen wir wieder in die Wärme – nach Buenos Aires. Ab hier haben wir bislang gar keinen Plan für die nächsten zwei, drei Wochen. Nur eins ist wieder fix und das ist der Rückflug nach Hause und somit das Ende unserer Reise.

Reiseroute

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