Im Frühjahr 2022 hatte es uns nach Mexiko verschlagen. Trotz der Vorurteile, das Land sei besonders gefährlich, hatten wir von Anfang an keine Bedenken. Da uns unsere letzte Reise mit G Adventures so gut gefallen hat, haben wir uns wieder für eine geführte Rundreise entschieden. Ein weiterer Grund für die geführte Reise war auch die Kurzfristigkeit, mit welcher wir die Reise gebucht haben. Als nach und nach Reisen Anfang 2022 wieder möglich wurde, wollten wir einfach nur weg, bevor wir den richtigen Zeitpunkt eventuell verpassen. So hat es uns für dreieinhalb Wochen nach Mexiko verschlagen. Gestartet sind wir direkt in der Metropole Mexiko-Stadt.
Mit dem Jumbo nach Mexiko-Stadt
Mexiko-Stadt: 20 Millionen und wir
Abends angekommen ging es direkt ins Hotel und ab ins Bett. Am folgenden Tag gab es erstmal ein stärkendes Frühstück, Eier mit Bohnen und Toast. Diese Frühstücksart begleitete uns nun fortan jeden Tag…
Unser erstes mexikanisches Frühstück
Nachdem wir problemlos einige mexikanische Pesos bei der Bank abgehoben hatten, begannen wir unsere Stadterkundung mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus. So konnten wir uns einen groben Überblick über die riesige Stadt verschaffen. Nachmittags zog es uns in den Stadtteil Coyoacan. Hier wollten wir ursprünglich das Frida Kahlo-Museum besuchen, aber leider ist dieses bereits Wochen im Voraus ausgebucht. Immerhin konnten wir die Casa Azul – ihr Geburtshaus – von außen betrachten: ein blaues Haus eben xD.
Erstmal einen Überblick verschaffen
Am zweiten Tag haben wir die Altstadt von Mexiko City erkundet. Hier wollten wir uns eigentlich das bekannte Wandgemälde von Diego Rivera im Nationalpalast anschauen. Leider war der Palast allerdings für Besucher aufgrund der Pandemie gesperrt. Ein Erfolgserlebnis hatten wir dabei allerdings dennoch, denn wir konnten bei den mexikanischen Polizisten in unserem bröckeligen Spanisch nach dem Zutritt zum Palast fragen und haben eine sehr freundliche Absage bekommen. Dann sind wir weiter durch die Altstadt geschlendert und haben uns unter anderem den Temple Mayor und den Palacio de Bellas Artes angesehen. Nachmittags ging es dann zurück ins Hotel, da wir abends ein Kennenlernessen und somit das erste Treffen mit unserer Reisegruppe hatten. Hierbei haben wir unseren Guide Roger kennengelernt – ein waschechter Mexikaner – auch wenn sein Name dies anfangs nicht verriet. Da es in unserer Gruppe auch einen Roger aus Deutschland gab, nannten wir unseren Guide ab sofort Tex-Mex-Roger xD
Templo MayorPalacio de Bellas ArtesSelfie vor der Kathedrale von Mexiko-Stadt
Am nächsten Tag haben wir den ersten gemeinsamen Ausflug mit einem Teil der Gruppe gemacht. Es fing an mit einem Rundgang im Stadtviertel Coyoacan, welches wir alleine ja bereits besucht hatten. Mit einem Guide, der einen an die Hand nimmt und viele erklärt und zeigt, ist dies allerdings nochmal etwas anderes. So sind wir in öffentliche Hinterhöfe gegangen und haben einen mexikanischen Kaffee mit Zimt getrunken. Anschließend fuhren wir zum ehemaligen Wohnhaus von Diego Rivera, dem Ehemann von Frida Kahlo. Die dort ausgestellte Kunst war durchaus interessant.
Chillen mit Frau und FridaHaus von Diego (auch Frida lebte zeitweise hier)Bei Diego zuhause
Danach fuhren wir weiter nach Xochimilco. Hierbei handelt es sich um die letzten Überreste des von den Azteken gebauten Bewässerungssystems. Auf den Kanälen verkehren bunte Gondeln, auf denen gerade am Wochenende viele Einheimischen unterwegs sind. Natürlich waren wir Sonntags dort und haben viele Mexikaner in ihren gemieteten Gondeln gesehen. Unser Guide hatte uns ebenfalls eine Gondel organisiert, auf der es dann Tacos mit Avocado, Käse, Kaktus und Zwiebeln gab. Ein kühles Bier durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Als dann noch eine Mariachi-Band für uns spielte, war der Ausflug perfekt.
Xochimilco
Abends sind wir dann nochmal auf den Zócalo, den Hauptplatz, gegangen. Dort wird jeden Abend um 18 Uhr die riesig große Mexiko-Flagge vom Militär eingerollt. Hierzu versammeln sich viele Schaulustige auf dem Platz. So schnell wie die Zeremonie begann war sie dann auch wieder vorbei. Als Transportmittel zum Zócalo hatten wir die Metro genutzt. Eine Einzelfahrt kostet hier nur 5 Pesos, was gerade mal 25 Cent sind. Generell war die Metro und auch die Stationen sehr übersichtlich, sauber und wir haben uns sicher gefühlt.
Auf nach Puebla
Am Folgetag ging es dann weiter und wir haben Mexiko-Stadt in Richtung Puebla verlassen. Der erste Zwischenstopp auf diesem Weg war dann Teotihcuacán. Dies ist eine der bedeutendsten prähistorischen Ruinenmetropolen Amerikas. Aufgrund der Pandemie war es leider nicht erlaubt die Pyramiden zu erklimmen. Von oben hätte man nochmal einen besseren Überblick über das riesige Areal bekommen. Aber auch von unten war vor allem die Sonnenpyramide beeindruckend. Leider handelt es sich bei den Ruinen hauptsächlich um Restaurationen. Bei den Ausgrabungen Ende des 19. Jahrhunderts wurde teilweise mit Dynamit gearbeitet um schneller voran zu kommen. Heute wäre man sicher anders an die Sache rangegangen.
TeotihcuacánHier ist Selfiepflicht
Nach den imposanten Ruinen hatten wir uns erstmal eine Stärkung verdient und so bekamen wir eine kleine Verköstigung mexikanischer Produkte wie Mezcal und Pulque. Mezcal – eine landestypische Spirituose mit ca. 40% Alkohol – wird aus dem Fruchtfleisch verschiedene Agavensorten hergestellt. Oftmals wird auch Mezcal con gusano – also Mezcal mit einem Wurm in der Flasche – angeboten. Wer den Wurm in seinem Glas hat und ihn trinkt hat entweder 7 Jahre Glück oder verbringt 7 Stunden auf dem Klo. xD Bei Pulque handelt es sich um das mexikanische Nationalgetränk. Es ist ein milchiges, alkoholisches Gärgetränk aus dem fermentierten Saft verschiedener Agaven. Dazu gab es noch etwas Kaktusmarmelade und Saucen zum Probieren. Gut gelaunt ging unsere Fahrt dann weiter in Richtung Puebla. Von unserem Hotel, dass direkt am Zócalo lag, machten wir einen kleinen Orientierungsspaziergang mit unserem Guide. Abends haben wir gemeinsam einen Lucha Libre, einen mexikanischen Wrestling-Kampf, gesehen. Hier fanden gleich mehrere Kämpfe hintereinander statt bei denen sich die Fähigkeiten der Luchadores bzw. der Luchadoreas immer gesteigert haben. Das war wirklich ein Spektakel, da die Kämpfe auch teilweise außerhalb des Rings stattgefunden haben. Wir waren also nicht nur live dabei, sondern auch mittendrin. Nach dem aufregenden Abend sind wir aber doch alle zeitig ins Bett, da der Tag schon früh begonnen hatte.
Der nächste Tag begann ganz entspannt, da es von unserer Tour keine Programmpunkte gab und wir somit Freizeit hatten. Den Tag haben wir also genutzt um mit einem Hop-On-Hop-Off das Städtchen Puebla zu erkunden. Unser Weg führte uns dann zu einem Teleférico, also einer Seilbahn, welche über die Stadt fährt. Da wir die einzigen Fahrgäste waren, hatten wir die Gondel für uns und erhielten von der Führerin eine Erklärung was es überall zu sehen gab. Der Ausblick war schon gigantisch. Anschließend sind wir noch etwas durch die Stadt geschlendert und haben den Tag bei einem leckeren Cocktail und der vermutlichbesten Guacamoleausklingen lassen.
Platz am Krötenbrunnen
Oaxaca und Umgebung
Am folgenden Tag war es schon wieder Zeit Puebla zu verlassen und wir machten uns auf in Richtung Oaxaca. Hierfür ging es zunächst mit dem Taxi in Richtung Busbahnhof. Dort sind wir dann in einen Reisebus mit Einheimischen eingestiegen. Die Fahrt war angenehm, denn wir hatten viel Platz. Leider ist einem Gast die Fahrt allerdings nicht bekommen und er musste sich übergeben. Hiervon hatte ein Gruppenmitglied leider eine „Erinnerung“ an seinem Rucksack mitnehmen müssen. Vom Busbahnhof in Oaxaca ging es dann wieder mit einem Taxi zu unserem Hotel. Nach einem super leckeren Mittagessen mit Chile en Nogadaund Tlayudas haben wir die Stadt zu Fuß erkundet. Dabei sind wir direkt in eine Geburtstagsparade geraten. Offensichtlich kann man sich Tänzer und Musiker für einen Umzug mieten, der dann durch die Stadt läuft. Die Feierwütigen tanzen dann mit den Einheimischen durch die Straßen, der Organisator hatte die Aufgabe immer für volle Schnapsgläser zu sorgen.
Geburtstag in Oaxaca
Nach dem ganzen Trubel haben wir den Abend auf einer süßen kleinen Dachterrasse ausklingen lassen. In Oaxaca gibt es ganz viele Dachterrassen, da die Gebäude aufgrund des Erdbeebenrisikos maximal 2 Etagen haben dürfen.
Abendliches Oaxaca – Kirche Santo Domingo
Am nächsten Tag stand ein optionaler Ausflug mit einer Höhlenwanderung, Besuch von Mitla und einer anschließenden Stadtführung in Oaxaca an. Das Angebot haben wir gerne angenommen. Zu Beginn haben wir zunächst den Árbol el Tule besucht. Mit einem Durchmesser von über 14 Meter soll er der dickste Baum der Welt sein. Weiter führte uns der Weg dann raus in die Natur um eine Wanderung zu machen. Diese brauchte uns zu Höhlen in einem Berg, welche früher von Zapoteken genutzt wurde. Teilweise waren hier noch Wandmalerei sichtbar. Erklärt wurde uns dies alles von einer echten Zapoteken-Nachkommin. Anschließend ging es für uns weiter nach Mitla.
Wandern in der HitzeKunst der Zapoteken
Dies archäologische Stätte ist für ihre präkolumbischen Bauten mit einer in Mesoamerika einzigartigen Wandornamentik berühmt. Heute ist Mitla UNESCO Weltkulturerbe. Nachdem wir eine kurze Führung erhalten haben, sind wir auch schon wieder in Richtung Oaxaca aufgebrochen. Die eigentlich geplante Führung in einer Mezcal-Destillerie haben wir dankend abgelehnt, da uns am Vortag ja schon erklärt wurde, wie das Getränk hergestellt wird. Zurück in Oaxaca haben wir dann noch eine ausführliche Stadtführung bekommen und Wissen aufsaugen können. Den Abend ließen wir dann wieder auf einer Dachterrasse ausklingen.
Dschungel und Palenque
Am folgenden Tag warteten morgens schon Taxen vor dem Hotel auf uns. Diese brachten uns zum Flughafen in Oaxaca, von wo aus es mit Aeromexico nach Villahermosa gehen sollte. Da es keinen Direktflug gibt, mussten wir zunächst nach Mexico-Stadt fliegen. Sowohl die Flughäfen, als auch die Flugzeuge haben einen super Eindruck gemacht. Es gab sogar was zu trinken im Flugzeug. Da haben wir es unseren britischen Mitreisenden nachgemacht und eine Cerveza getrunken.
Gleich startet das Boarding Unsere erste Reise mit der 737 MAX
Als wir schließlich den Flughafen in Villahermosa verlassen haben, merkten wir gleich, dass wir uns nun der Halbinsel Yucatan näherten. Die Hitze hat einen direkt erschlagen. Ebenso überhitzt war dann leider auch unser kleiner Bus, der uns weiter nach Palenque gefahren hat. Dafür wurden wir mit einem wunderschönen Hotel belohnt, mit einem sehr einladenden Pool. Nach einem sehr späten Mittag- oder einem sehr frühen Abendessen sind wir dann erstmal in den Pool gesprungen. Bei ein, zwei Cocktails haben wir den Abend ausklingen lassen.
Der nächste Morgen begann früh, da ein Dschungel-Walk in Palenque anstand. Unser Guide, el Gato gordo – die fette Katze, kannte sich super aus. Die Wanderung war echt abenteuerlich, aber super interessant. So haben wir u.a. Maya-Ruinen gesehen, die noch nicht freigelegt wurden, sondern noch ganz von der Natur eingenommen waren. Anschließend ging es dann zu den Ruinen von Palenque, also zu bereits freigelegten Ruinen. Meines Erachtens waren das mit die schönsten Ruinen, die wir gesehen haben, da diese von saftig grünem Wiesen und Bäumen umgeben waren.
DschungelbewohnerDschungelbesucherDoppel M doppelt in Palenque
Nachmittags ging es dann wieder zurück zum Hotel und wir haben die Umgebung etwas erkundet. Erster Stopp war ein kleiner Herren-Frisör. Seine Wunschfrisur konnte man sich von einigen Plakaten auswählen, wobei diese alle sehr ähnlich waren. Glücklicherweise erkannte ich meinen Mann danach wieder. Anschließend ging es wieder zurück ins Hotel, da wir am Vortag noch einen Massage-Termin ausgemacht hatten. Ich fand die Massage entspannend, Michi hingegen fand sie furchtbar.
Über Campeche nach Merida
Am folgenden Tag ging es für uns dann auch schon wieder weiter. Als Zwischenstopp stand Campeche an. Diese Stadt ist definitiv einen Stopp wert, da sie UNESCO-Weltkulturerbe ist. Leider war unser Aufenthalt nur sehr kurz, denn es ging dann weiter nach Mérida.
Campeche
Da dies die Heimatstadt unseres Tourguides Tex-Mex-Roger ist, konnte er uns natürlich eine tolle Location für ein gemeinsames Abendessen zeigen. Hierbei handelte es sich nicht um ein Restaurant, sondern um einen großen Sitzbereich mit vielen kleinen Essenständen, ähnlich eines Food Truck-Festival. So konnte jeder was Passendes für sich finden. Später am Abend gab es sogar noch traditionelle Tänze, bei denen die Tänzer teilweise Tablettes mit Wassergläsern auf ihren Köpfen balancierten. Da am nächsten Tag wieder ein Ausflug anstand, ging es für uns zeitig ins Bett.
Am nächsten Tag hatten wir mit einigen anderen Gruppenmitgliedern einen Ausflug nach Uxmal gebucht. Hierbei handelt es sich um Ruinen von einer ehemals großen und bedeutenden Stadt der Maya. Zu unserem Glück war bei den Ruinen nicht viel los und unser Guide konnte uns viel erklären. Anschließend sind wir noch zu einer weiteren Ruinenstätte gefahren, nach Kabah. Hier war gefühlt gar nichts los und wir waren die einzigen Besucher. Nach den vielen Maya-Ruinen gab es noch ein gemeinsames Mittagessen bevor wir zurück in die Stadt fuhren.
UxmalMichi in Kabah
Am folgenden Tag verließen wir dann auch schon Mérida um Chichén Itzá, eines der sieben neuen Weltwunder, zu besichtigen. Wir sind extra zeitig morgens los, um den Massen zu entgehen, aber es war trotzdem schon sehr sehr voll. Das Castillo – die große Stufenpyramie – ist schon wirklich imposant. Nach einer Führung über das Areal ging es für uns weiter nach Valladolid. Die Kleinstadt selber hat nicht viel zu bieten. Dafür konnten wir am Hauptplatz, dem Zócalo, eine Marquesita essen. Das ist eine Art dünne Waffel, die gefüllt und gerollt wird, und dann fest wird. Üblicherweise sind diese mit Käse und Nutella gefüllt, das mussten wir natürlich mal ausprobieren. Geschmacklich war die Kombination nicht so außergewöhnlich, wie es vielleicht anfangs klingt, aber leider schlecht zu essen, da alles bröselt. Für Valladolid selber gab es kein spezielles Programm. Der Ort diente uns eher nur als Zwischenstopp, denn am nächsten Tag sollte es schon wieder weiter gehen.
Morgens Weltwunder, Abends Strand:
von Chichén Itzá nach Playa del Carmen
Chichén Itzá
Nach einem Frühstück ging es am nächsten Tag weiter nach Playa del Carmen. Auf dem Weg dahin haben wir allerdings noch eine Cenote besucht. Eine Cenote ist ein natürliches Einstiegsloch, welches Zugang zu den beeindruckenden, mit Süßwasser gefüllten Grotten bietet. In diesen kann man dann baden gehen. Natürlich sind wir auch mal reingesprungen. Das Wasser war ziemlich klar und erfrischend kühl. Nach dieser schönen Abkühlung ging es für unsere Gruppe dann weiter zu unserem Endziel, Playa del Carmen. Dies war der letzte Stopp unserer Tour. Nach etwas Freizeit ging es abends zu El Hongo – einem von Freiwilligen betriebenem Restaurant, welches das Kunstprogramm für Jugendliche im wahren Playa del Carmen unterstützt. Nachdem wir eine Führung durch die Umgebung erhalten hatten, bei dem wir viele Wandgemälde gesehen hatte, erhielten wir noch ein leckeres Abendessen.
Straßenkunst in Playa del Carmen
Der nächste Tag sollte auch der letzte Tag unserer Tour sein. Zum Abschluss hatten wir uns dazu entschlossen eine Katamaran-Ausflug nach Cozumel zu machen. Leider entpuppte sich dieser Ausflug anders als wir uns erwartet hatten. Die erste große Hürde, die es für uns zwei hellhäutige zu bewältigen gab, war es, einen Rashguard, also ein UV-undurchlässiges Oberteil, zu besorgen. Auf Cozumel sind nämlich herkömmliche Sonnencremes verboten, um die Korallen zu schützen. Es gibt zwar spezielle biologisch abbaubare Sonnencremes, die aber zum einen teuer sind und zum anderen teilweise dennoch nicht auf der Insel erlaubt sind. Um auf Nummer sicher zu gehen, haben wir uns jeweils einen Rashguard besorgt und eine biologisch abbaubare Sonnencreme. Zu Beginn des Ausflugs mussten wir dann schnell feststellen, dass es kein spezieller von unserem Guide Tex-Mex-Roger geplanter Ausflug nur für unsere Gruppe war, sondern dass wir einfach einen regulären Ausflug gebucht hatten. Zunächst ging es mit der Fähre für uns alle rüber auf die Insel Cozumel. Mit vielen anderen Touristen wurden wir dann auf einen winzigen Katamaran gequetscht und hielten an drei Spots um zu schnorcheln. Leider war unser Katamaran natürlich nicht der einzige, der in diesen Ecken unterwegs war. Als wir dann an einem Beachclub der Insel hielten, wurde uns ausführlich erklärt, welche Aktivitäten wir hier nutzen könnten, z.B. Kajak fahren. Allerdings erhielten wir dort auch unser Mittagessen und bei einem Aufenthalt von 1 Stunde war es eben doch nicht möglich so viel bzw. überhaupt eine der angebotenen Aktivitäten wahrzunehmen. Anschließend wurden wir auch schon wieder von unserer Crew eingesammelt und der Katamaran fuhr uns zurück zur Fähre. Für 90 US$ pro Person war das ein teurer Spaß, den wir nicht als lohnenswert empfanden. Zurück an Land ging es dann zu einem Farewell-Dinner mit unserer Gruppe. Da wir bereits von Anfang an zwei Zusatznächt im Hotel gebucht hatten, hießt dies für uns noch nicht Abschied nehmen von Mexiko.
Am nächsten Tag machten wir uns ganz entspannt auf den Weg nach Tulum. Die Maya-Ruinen am Wasser wollten wir uns nicht entgehen lassen. Da wir ja nun bereits einige Ruinen besichtigt hatten, haben wir uns zugetraut diese nun auch ohne einen Guide zu besichtigen. Die Anlage war wunderschön. Nach der schweißtreibenden Erkundung haben wir uns am Strand von Tulum erholen und erfrischen können.
Martina in TulumMichi in Tulum
Nach einem wunderschönen Tag in Tulum stand unser letzter Tag an. Diesen nutzten wir, um einige Souvenirs und Mitbringsel zu kaufen. Der nahegelegne Walmart war hierbei auch sehr hilfreich. Ebenso haben wir unsere Fahrt zum Flughafen organisiert. Unser Rückflug sollte am Folgetag von Cancun direkt nach Frankfurt gehen.
Zurück nach Frankfurt
Nachdem der Check-Out und auch der Bustransfer zum Flughafen super geklappt hatte, haben wir uns direkt in die Schlage zum Check-In angestellt. Schnell haben wir gemerkt, dass sich hier nichts tut, es hieß also warten. Von anderen Reisenden hörten wir dann, dass vor zwei Tagen der Direktflug nach Frankfurt von Eurowings gecancelt wurde. Und die zurückgebliebenen Reisenden, standen nun wieder am Flughafen. Nach drei Stunden anstellen war es dann endlich geschafft und wir hatten unsere Koffer abgegeben. Nun hieß es, schnell durch die Sicherheitskontrolle, da unser Flieger planmäßig bald schon abheben sollte. Nachdem das Boarding immer weiter nach hinten verschoben wurde und das Gate zweimal geändert wurde, durften wir dann doch noch – mit über 3 Stunden Verspätung – den Flieger betreten und die Heimreise starten. Der einzige Vorteil im langen warten und verspäteten Abflug war die Erstattung, die uns möglicherweise erwarten könnte, wenn wir mit mehr als 3 Stunden Verspätung am Zielflughafen landen würden. Hierfür hätten wir ja schon eine Verwendung…
Ewiges warten am Check-In Schalter
Unsere Zeit in Mexiko war wundervoll. Aber auch in der Nähe kann man schöne Urlaube machen. Wie beispielsweise eine Radtour über die größte Insel der Balearen. Klicke hier für den Beitrag.
Eine Reise nach Mexiko lohnt sich aus vielerlei Hinsicht. Neben der schönen Natur hat Mexiko auch viel kulturelles zu bieten. Deshalb möchte ich euch jetzt meine Erfahrungen mit der mexikanischen Esskultur zeigen. Bis auf weinigen Ausnahmen hat mir das Essen in Mexiko sehr gut gefallen.
Platz 7: Mole Negro
Pollo con Mole negro
Eine dieser wenigen Ausnahmen ist Mole. Hierbei handelt es sich um eine Soße, die in Mexiko sehr verbreitet ist. Jede Köchin hat ein anderes Rezept und nutzt dementsprechend auch andere Zutaten. So unterscheidet sich die Mole auch in ihrer Farbe. Während meiner Zeit in Mexiko habe ich sowohl eine schwarze als auch eine grüne probiert. Diese haben sehr unterschiedlich geschmeckt. Beide waren aber nicht mein Fall. Daher landet die Mole im meinem Ranking auf dem letzten Platz.
Platz 6: Chilaquiles
Chilaquiles con Salsa verde
Chilaquiles ist ein gängiges Frühstücksgericht in Mexiko. Hierfür werden alte Tortillas mit roter oder grüner Soße übergossen. Anschließend kommen noch Zwiebeln, Sour Cream, Hähnchen, Käse und ein Spiegelei oben drauf. Obwohl es sich hierbei um ein Resteessen handelt, hat es mir sehr gut gefallen. Also solltest ihr das unbedingt mal testen!
Platz 5: Flautas
Flautas
Flautas sind frittierte Tortillarollen, die u.a. mit Hähnchen oder Kartoffelbrei gefüllt sind. Die Röllchen werden im Anschluss mir roter und/oder grüner Soße übergossen. Garniert wird es noch mit Salat, Käse und Sour Cream. Ihr habt sicherlich schon gemerkt, das die Zutaten ähnlich sind wie bei Chilaquiles. In der mexikanischen Küche entdeckt man immer wieder die selben „Grundbausteine“. Die gezeigten Flautas haben wir bei Flautlán gegessen, eine mexikanische Restaurantkette.
Platz 4: Tacos de Arrachera
Tacos de Arrachera
Bei einer Reise nach Mexiko dürfen Tacos natürlich nicht fehlen. Im Gegensatz zu Tortillas werden Tacos aus Maismehl gemacht. Bei Arrachera handelt es sich um die Zubereitungsart für das Fleisch. Getoppt wurde diese dann noch mit Zwiebel- und Ananaswürfeln und Koriander. Auch dieses Gericht ist absolut empfehlenswert und bei einer Reise nach Mexiko ein Muss.
Platz 3: Guacamole
Guacamole geht immer
Guacamole hat uns nahezu täglich begleitet. Egal ob als Beilage oder auch Abends als Dipp für die Totopos. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Nachos in Mexiko werden Totopos genannt. Geschmeckt hat die Guacamole überall gut, aber die Guacamole vom obigen Bild war mit Abstand die Beste. Oder lag das evtl. an den begleitenden Getränken?! 🙂
Platz 2: Chile en Nogada
Chile en Nogada
Auf dem zweiten Platz meines persönlichen Rankings der besten mexikanischen Gerichte hat es die Chile en Nogada geschafft. Hierbei handelt es sich um das mexikanische Nationalgericht. Wahrscheinlich auch, da die Zutaten die Farben der mexikanischen Flagge aufgreifen. Die Chile ist eine gefüllte Paprika, welche mit einer Walnusssoße und Granatapfelkernen garniert ist. Sehr, sehr lecker und hat sich den zweiten Platz definitiv verdient.
Platz 1: Fajitas al Pastor
Fajitas al Pastor
Mein absolutes Highlight und das beste Essen während unserer Zeit in Mexiko waren die Fajitas al Pastor. Hierzu eine kleine Geschichte: Als wir Abends durch Playa del Carmen geschlendert sind, haben wir abseits der Touristengegend ein Lokal mit einer riesigen Schlange gesehen. Da fast ausschließlich Mexikaner anstanden, dachten wir, das wir das auch mal testen sollten. Und so haben wir uns am folgenden Abend ebenfalls in die Schlange gestellt und was soll ich sagen, es hat sich gelohnt! Die Zubereitungsart al Pastor ähnelt einem Dönerspieß (siehe das Beitragsbild). Das heißt, wie beim Türken wird das Fleisch von einem großen Drehspieß runter geschnitten. Oben und unten auf dem Spieß sind die Endstücke einer Ananas aufgespießt. Natürlich gibt’s auch Tacos al Pastor, aber in Erwartung einer größeren Portion hatte ich mich für die Fajitas entschieden.
In den heutigen Beitrag möchte ich euch allerhand praktische Tipps für eine Reise nach Kuba vorstellen. Antworten auf Fragen geben, welche ich selbst gerne vorher gehabt hätte. Bittet beachtet hierbei das wir im Jahr 2018 auf Kuba waren, Sachen können sich seitdem verändert haben.
Ein Land, zwei Währungen. Warum denn das?
Ja, richtig gelesen. In Kuba gibt es tatsächlich zwei Währungen und die Namen sind sich auch noch relativ ähnlich. Die erste Währung nennt sich CUP bzw. Moneda Nacional. Die zweite Währung wird als CUC oder auch als Pesos Convertible bezeichnet. Der CUC ist fest an den US-Dollar gekoppelt und somit die härtere der beiden Währungen. In unseren gesamten vier Wochen auf Kuba haben wir ausschließlich mit Pesos Convertible, also CUC, gezahlt. Wir hatten uns auch etwas Geld von CUC in CUP wechseln lassen, haben hierfür aber nicht wirklich was kaufen können. Das heißt unsere Ausgaben für Einkäufe, Restaurantbesuche, Übernachtungen und co. wurden mit CUC beglichen.
Wie zahle ich am besten in Kuba?
Wir haben unseren komplettes Reisebudget in Bar mitgebracht und im Verlauf der Reise immer wieder Geld in CUC gewechselt. Geld kann in Banken (Banco) und Wechselstuben (Casa de Cambio) umgetauscht werden. Teilweise kann Geld auch im Hotel gewechselt werden. Wir haben nahezu alles in Bar gezahlt. Lediglich unseren Aufenthalt Varadero zahlten wir mit Kreditkarte. In Kuba gilt nur Bares ist wahres xD.
Wie bucht man eine Unterkunft?
Die ersten beiden Nächte im Hotel in Havanna haben wir von Deutschland aus gebucht. Alles andere haben wir Vorort organisiert. Bei Ankunft in einer neuen Stadt standen bereits viele Kubaner an der Bushaltestelle um ihre private Unterkünfte zu vermitteln. In Kuba gibt es sogenannte Casa Particulares, was so etwas wie Privathaus heißt. Hierbei werden Zimmer mit eigenem Bad von einer kubanischen Familie vermietet. Teilweise hat man sogar eine eigene Terrasse. Die Unterschiede der einzelnen Casa können immens sein. Hotels sind abseits von Havanna und den Touristenhochburgen Varadero und Cayo Coco eher selten. Aufgrund der schlechten Internetanbindung konnten die Unterkünfte i.d.R. nicht vorher reserviert werden. Oft haben uns die Vermieter der aktuellen Casa eine Casa im neuen Ort empfohlen oder sogar reserviert. Ich war zu Beginn sehr skeptisch und hatte Angst auf der Straße zu landen. Diese Angst war aber unbegründet, denn wir haben immer eine Bleibe gefunden.
Eine Casa Particular ist eine einfache Unterkunft
Wie komme ich denn am besten von A nach B?
Während unserer Zeit in Kuba haben wir viele verschieden Verkehrsmittel getestet, egal ob Bus, Auto oder Flugzeug. Von diesen Erfahrungen möchte ich euch hier berichten.
Bus: In Kuba sind wir mit VIAZUL und Transgaviota unterwegs gewesen.
VIAZUL, hat das größere Streckennetz. Der Zustand der Busse war aus deutscher Perspektive schlecht. Ein weiterer Nachteil war, dass die Busse nur Busbahnhöfe anfahren die in der Regel außerhalb der Stadt liegen. Die Tickets müssen in CUC bezahlt werden, somit richtet sich das Angebot in erster Linie an Ausländer. Die Busse wurden aber auch von Kubaner genutzt, welche Zugang zum konvertiblen Peso haben.
Ein Bus von VIAZUL
Transgaviota, bietet im Vergleich zu VIAZUL weniger Verbindungen an. Die Busse sind moderner und sind somit auch in einem besseren technischen Zustand. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Busse Hotels anfahren. Das heißt, man ist direkt in der Innenstadt und spart sich Zeit und Geld für einen zusätzlichen Transfer vom Busbahnhof zum Hotel.
Taxi: In Deutschland fahre ich nie mit dem Taxi, da mir das viel zu teuer ist. Auf Kuba ist das aber eine echte Alternative. Wir hatten für eine 100 km fahrt von Cayo Coco nach Ciego de Ávila gerade mal 40 Euro gezahlt. Eine weitere Möglichkeit ist es ein Sammeltaxi zu nutzen, die Taxis Collectivos sind eine gute Alternative zu VIAZUL.
Unser Taxi Collectivo von Valle de Viñales nach Havanna
Flugzeug fliegen in Kuba war für mich ein Abenteuer. Für die Strecke von Havanna nach Baracoa sind wir mit der staatlichen Airline Cubana geflogen. Da unser Flug schon morgens um 05:30 startete, wollten wir uns das Geld für eine Unterkunft sparen. Der Plan war die Nacht am Flughafen zu verbringen. So hat uns das Taxi Colectivo von Valle de Viñales direkt zum nationalen Teil des Flughafen in Havanna gebracht. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass der Zustand des Terminals nochmal deutlich schlechter war als beim internationalen Teil. Deshalb haben wir unseren Plan, die Nacht am Flughafen zu verbringen, verworfen und suchten uns spontan eine Casa Particular. Nach einer kurzen Nacht ging es wieder zum Flughafen. Am Check-In haben wir eine handgeschriebenen Boarding Pass bekommen. Der Flug selbst war auch speziell. Die Kubaner hatten sehr viel Gepäck und so haben diese nicht nur die Overhead Bins voll gestopft, sondern auch den Raum unterm Sitz des Vordermannes. Das war häufig immer noch zu wenig Raum, sodass der Rest auf dem Schoß belassen wurde. Beim Start sind auch noch verschiedene Abdeckungen der Kabine runtergefallen und der Stewardess konnte man ihre Unlust aus weiter Ferne ansehen. Zusammenfasend muss ich sagen das ich Cubana nicht weiterzuempfehlen ist. Also mein Tipp, meidet das fliegen in Kuba.
Boarding Pass mal anders
Muss ich Spanisch sprechen können?
Auf diese Frage kann ich als Antwort ein ganz klares Jein geben. Da, wo viele Touristen sind, braucht man nicht unbedingt Spanisch. Das heißt, in Touristengegenden wie Varadero, Cayo Coco und auch Havanna kommt man mit Englisch zurecht. Teilweise wurden wir sogar auf Deutsch angesprochen. Abseits von den Touristenmassen ist jedoch Spanisch erforderlich. Da war es sehr nützlich Martina dabei zu haben. Denn mein Babbel-Spanisch, war für die alltäglichen Herausforderungen zu wenig.
Ist die kubanische Küche gut?
Nein, eine Reise nach Kuba ist aus kulinarischer Sicht nicht lohnenswert. Die kubanische Küche war nicht der Höhepunkt unserer Reise. Ich würde das Essen tendenziell als langweilig bezeichnen.
Hauptgericht
Häufig gab es Schweinefleisch mit einem Gemisch aus Reis und Bohnen. Begleitet wurde das ganze mit Bannenchips. Bananen sind in vielen kubanischen Gerichten zu finden.
Reis, Bohnen und Bannen sind fester Bestandteil der kubanischen Küche
Die kubanische Interpretation der italienischen Küche war ebenfalls kein kulinarischer Hochgenuss. Egal ob Pasta oder Pizza, die Kubaner ersetzen die Tomatensoße durch Ketchup. Kann man machen, ist aber nicht nicht wirklich lecker.
Ketchup und Käse dominiert die kubanische Pizza
Mein bestes kubanisches Essen hatte ich in Santa Clara. Der Vermieter der Casa Paticular hat hauptberuflich in einem Restaurant als Koch gearbeitet. Hier habe ich das kubanische Nationalgericht schlecht hin gegessen: Ropa Vieja. Auf Deutsch bedeutet dies soviel wie alte Kleider und ähnelt ein bisschen Pulled Beef. Das war sehr lecker!
Nachspeise
Queso y Guayave war der häufigste Nachtisch. Hierbei handelt es sich um ein Stück Käse in Kombination mit Guave. Guave ist eine rote Frucht, welche ein bisschen an eine Mischung aus Birne und Aprikose erinnert. Dieser Nachtisch war in Ordnung, aber auch nicht mehr.
Typisch kubanischer Nachtisch aus Käse und Guave
Getränke
Im Gegensatz zu dem Essen waren Getränke und Cocktails sehr lecker. Da Importe selten waren, hat Kuba einfach eine eigene Cola (Tukola) und eigene Fantas in den Sorten Orange, Sprite und Ananas hergestellt. Bei den Cocktails sind Piña Colada und Mojito ein absolutes Muss. Caipirinha war eher schwer zu bekommen, da es oft keine Minze gab. Eine Sache, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist: Teilweise wurde die Flasche Rum zum selbst dosieren zu den Cocktails mit auf den Tisch gestellt. Und bei Pina Colada wurde etwas Zimt oben drauf gestreut…hmmm.
Cocktail mit Aussicht
Lohnt sich Kuba?
Ja, Kuba ist ein lohnenswertes Reiseziel. Für Kuba spricht seine atemberaubend schöne Natur. Hier sind mir besonders die Karibikstrände und das Valle de Viñales in Erinnerung geblieben. Auch Havanna lädt, mit seinem morbiden Charme, zum Träumen ein. Beim herumschlendern dachte ich mir immer, wie schön es hier mal gewesen sein muss bzw. wie schön es hier jetzt sein könnte, wenn die Stadt in einem besseren Zustand wäre. Und hier gelingt mir ein guter Übergang zu den weniger lohnenswerten Aspekten des Landes. In Kuba ist vieles kaputt und der Alltag kann durchaus herausfordernd sein. Einfache Dinge, die für uns selbstverständlich sind, sind es hier eben nicht. Toilettenbrillen, Klopapier, Seife gibt es genauso wenig wie gutes Internet oder auch Supermärkte. All das macht eine Reise nach Kuba allerdings auch spannend und reizvoll. So war es eine Herausforderung „ohne Internet“ zu reisen, wie man es früher ja nur kannte. Dies hat auch Spaß gemacht und war für uns eine neue Erfahrung.
Klicke hier um mehr über den zweiten Teil unsere Reise, die Zeit in Indien, zu erfahren.
Butwal und Lumbini
Nach 14 Stunden Busfahrt waren wir endlich in Nepal angekommen. Nach einer Übernachtung in Butwal ging es direkt weiter. Unser erster Stopp war Lumbini, der Geburtsort von Buddha. Der Ort strahlte eine Ruhe aus, die nach dem turbulenten und wuseligen Indien sehr gelegen kam. Generell fiel auf, dass es in Nepal viel ruhiger zuging als in Indien – die Nepalesen hupen einfach nicht so gerne.
LumbiniMartina genießt die Atmosphäre in Lumbini
Chitwan Nationalpark
Weiter ging es dann in Richtung Chitwan Nationalpark. Hier haben wir nicht in einem klassischen Hotel übernachtet, sondern in kleinen Hütten im Dorf bei der Tharu-Gemeinde. Zunächst haben wir einen geführten Spaziergang durch das Dorf unternommen, da die Leute dort vieles selbst anbauen. Dabei haben wir einen Elefanten getroffen, der leider domestiziert wurde/den wir mal anfassen konnten. Anschließend haben wir eine Jeepsafari unternommen. Hierbei haben wir Affen, Schweine, Pfauen, Rehe, Elefanten und sogar Nashörner gesehen. Abends hat uns die Gemeinde am Lagerfeuer einige ihrer traditionellen Tänze gezeigt. Wenig später haben wir alle gemeinsam getanzt.
Martina genießt die Zeit vor unserer HütteEin Nashorn versteckt sich im Chitwan Nationalpark
Pokhara
Nach zwei wundervollen Tagen bei den Tharu ging es für uns weiter nach Pokhara. Dieser sehr touristische Ort ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen im Himalaya. Dennoch hat uns der Ort in seinen Bann gezogen gehabt. An einem See gelegen konnte man die schneebedeckten Berge im Hintergrund bewundern. An unserem freien Tag haben wir einen Ausflug zur World-Peace-Pagode auf dem gegenüberliegenden Berg unternommen. Hierfür wurden wir von einem Schiffer ans andere Ufer gefahren. Dort hat er gewartet bis wir wieder zurückwollten.
Der idyllische BergseeMartina auf dem schönen Bergsee
Kathmandu
Anschließend ging es zu unserem letzten Stopp der Reise nach Kathmandu. Nach einer 10-stündigen Busfahrt haben wir zunächst den Affentempel besucht. Der Name war hier volles Programm. Einem Gruppenmitglied wurde seine neu gekaufte Klangschale von einem Affen geklaut. Als dieser gemerkt hat, dass in der Tüte nichts Essbares ist, hat er diese wieder weggeworfen. Zum Glück konnte unser Mitreisender seine Klangschale wieder einsammeln – jetzt ist sie um eine Geschichte reicher. Mit der Ankunft in Kathmandu neigte sich unsere Gruppenreise nach einem letzten gemeinsamen Abendessen dem Ende zu. Aber noch mussten wir uns nicht von allen Teilnehmern verabschieden. Einige Mitreisende und wir hatten uns dazu entschlossen am folgenden Morgen einen Flug zum Mount Everest zu unternehmen. Die kleine Propellermaschine von Yeti Airlines brachte uns ziemlich nah an den höchsten Berg der Erde. Der Flieger war sogar so klein, dass jeder während des halbstündigen Fluges mal in Cockpit durfte um die fantastische Sicht zu genießen. Erst später haben wir erfahren, dass Yeti Airlines eine Tochtergesellschaft von Tara Airlines ist – eine der gefährlichsten Airlines der Welt. Gut, dass wir diese Info erst nach dem Flug erhalten haben.
Martina bereit zum BoardenMichael in freudiger Erwartung auf den FlugFlug mit Aussicht: der höchste Berg der Welt vor der NaseMan durfte sogar ein Blick ins Cockpit werfen
Am selben Tag haben wir die Stadt noch bei einer Free Walking Tour erkundet. Dabei haben wir auch den Durbar Square besucht welcher von zahlreichen Tempeln und Pagoden umringt ist. Die Spuren des Erdbebens in 2015 waren noch deutlich erkennbar. Ein weiteres Highlight der Reise war, als wir die Kumari – eine lebende Gottheit gesehen haben, als sie aus ihrem Fenster blickte.
Impressionen von der Free Walking TourKathmandu hat einen einzigartigen CharmDie Spuren des Erdbebens sind aber noch immer allgegenwärtig
Weiter besuchten wir noch den Ort Pashupatinath, welcher für die Nepalesen von ähnlicher Bedeutung ist wie Varanasi. Auch hier werden die Verstorbenen gewaschen und verbrannt. Durch unseren Guide Sumit konnten wir hier viele weiter Infos erhalten, die der Reiseführer nicht hergibt. Am folgenden und unserem letzten Tag in Kathmandu haben wir einen Spaziergang vorbei am ehemaligen Königspalast bis zum Garden of Dreams gemacht. Nach aufregenden und ereignisreichen Wochen neigt sich unser Urlaub nun auch dem Ende zu. Am nächsten Tag ging es für uns wieder in Richtung Flughafen und mit einem kurzen Aufenthalt in Dubai wieder zurück nach Hause.
Nur Hindus dürfen den Tempel betreten. Daher nur in Schnappschuss von außen. Auch an diesem heiligen Ort werden Leichen verbrannt
Die Zeit in Indien und Nepal wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Das war wohl die entbehrungsreichste und zugleich interessanteste Reise welche wir bislang erlebt haben.
Ein anderes entbehrungsreiches Erlebnis waren unsere 4 Wochen auf Kuba.
Klicke hier um mehr über den ersten Teil unsere Reise, den Stopover in Dubai, zu erfahren.
Delhi
Am Flughafen in Delhi angekommen empfing uns eine nette Inderin um uns zu unserem Hotel zu fahren. In schlechtem Englisch teilte sie uns mit, dass sich unser Hotel geändert hatte. Verunsichert, da dies wohl eine typische Touristenfalle sei und nach unseren Erfahrungen auf dem Gewürz-Markt in Dubai, haben wir lange mit der Frau diskutiert. Allerdings waren ihr schlechtes Englisch und ihre ständige Antwort ‚yes, yes‘ auf all unsere Fragen nicht sehr hilfreich. Wir entschlossen uns dennoch mit ihr mitzufahren da wir zumindest unserem Reisebüro eine Nachricht hinterlassen konnten. Dort konnte uns der freundliche Manager schnell aufklären. In der Gegend unseres ursprünglichen Hotels hatte es einen schlimmen Brand gegeben und deshalb wurden in der ganzen Region die Hotels geschlossen. Unser neues Hotel lang dafür in der Nähe des Flughafens und weit außerhalb der Stadt.
Unser erster voller Tag in Delhi startete mit einer 45-minütigen TukTuk-Fahrt ins Stadtzentrum. Ein TukTuk mussten wir nicht lange suchen, auf dem ganzen Weg zur Hauptstraße wurden wir ständig von Leuten angesprochen und am Straßenrand bildete sich eine ganze Traube von TukTuk-Fahrern, die uns alle fahren wollten. Angeboten haben sie allerdings alle denselben Preis. Die Fahrt ins Zentrum war ein Erlebnis für sich. Dort angekommen sind wir in den HoHo-Bus, eine indische Variante eines Hop-On-Hop-Off-Busses, umgestiegen. Nach ein bisschen Sightseeing vom Dilli Haat Market und dem Lotustempel ging es wieder zurück ins Hotel. Am nächsten Tag ging es uns beiden nicht gut, die schlechte Luft und die Abgase während den TukTuk-Fahrten haben uns zugesetzt, sodass wir in ein nahegelegenes Einkaufszentrum gefahren sind. Hier gab es bei McDonalds Piri-Piri-Pommes und einen Kaffee bei Starbucks – zu europäischen Preisen.
Mit dem TukTuk in die InnenstadtDelhi kann unheimlich schön sein, aber auch unfassbar hässlich. Ein Kontrast, welcher allgegenwärtig in Indien ist. Lotustempel
Am folgenden Tag haben wir uns wieder in die Stadt gewagt. Dieses mal waren wir allerdings besser vorbereitet und haben auf der TukTuk-Fahrt FFP2-Masken getragen. Wer hätte damals gedacht, dass wir diese Dinger in Zukunft öfter brauchen würden… Dieses Mal haben wir uns das Rote Fort angesehen, allerdings war vor lauter Smog nicht zu erkennen, dass das Fort rot ist. Im Laufe des Tages wurde es mit dem Smog immer besser und wir sind anschließend noch zur Jama Masjid, der größten Moschee Indiens, gegangen. Zum Abend ging es noch in den Stadtteil Majnu ka Tilla, auch als Little Tibet bekannt. Dort haben wir das erste mal Momos – tibetische Teigtaschen – gegessen.
Die Luftqualität in Delhi war unvorstellbar schlecht Jama Masjid die größte Moschee IndiensEin Stück Tibet in Delhi
Am folgenden Tag sind wir zum Mughal Garden in der Nähe des Präsidentenpalastes gefahren und anschließend zum India Gate. Anschließend zog es uns wieder in das Einkaufszentrum, denn wir mussten schon früh merken, dass wir eine große Attraktion für die Inder waren. So gibt es mittlerweile bestimmt viele Wohnzimmer, in denen wir auf Familienfotos verewigt sind.
Mughal GardenSelfie aus dem Garten des MogulsInderin wollte ein Selfie mit MichiMartina war aber das begehrtere Motiv
Am folgenden Tag begann dann unsere Gruppenreise. Nach den Erfahrungen aufKuba hatten wir uns für diese Reise nämlich für eine geführte Gruppenreise entschieden. Unsere Wahl fiel hier schnell auf G Adventure (afiliate Link xD), da hier viel Wert auf lokale Institutionen gelegt wird.
Jaipur
Mit der Gruppe und unserem Guide Mo haben wir Delhi direkt verlassen in Richtung Jaipur – der rosanen Stadt. Dies ist u.a. auch die Heimat unseres Guides Mo und so hatten wir vermutlich den besten Tourguide, den man sich für diesen Ort nur hätte wünschen können. Genächtigt haben wir im Bissau Palace, einem ehemaligen Palast, in dem sogar Queen Elizabeth II. bereits genächtigt hatte – aber vermutlich nicht in unserem Zimmer, denn die waren nicht so Palast-würdig. xD In Jaipur haben wir dann noch die beeindruckende Befestigungsanlage Amber Fort besichtigt. Ebenso haben wir Hawa Mahal, besser bekannt als den Palast der Winde, gesehen. Anschließend haben wir auch den Wasserpalast Jal Mahal, welcher schon Drehort für den James Bond Film Octopussy war.
In der Fahrradrikscha durch JaipurFrau verkauft Gemüse
Mann chillt sein LebenAmber Fort
Agra
Als nächster Stopp auf unserer Agend stand bereits Agra – und damit mein Highlight der Reise. Agra ist nämlich der Ausgangspunkt um das wunderschöne Taj Mahal zu besichtigen. Dieses im Jahr 1648 fertiggestellte Mausoleum ließ der damalige Großmogul Shah Jahan zum Gedenken an seine große Liebe Mumtaz Mahal erbauen. Auch hier waren die Europäer wieder das größere Highlight für die Indier – zum Glück verteilte es sich nun gleichmäßig auf alle hellhaarigen Frauen der Gruppe. xD
Taj Mahal: traumhaft schön
Orchha
Am nächsten Tag ging es mit dem Zug weiter nach Jhansi und von dort aus weiter mit einem Taxi nach Orchha. Die Kleinstadt ist weniger touristisch, hat dafür allerdings viele Tempel und Paläste zu bieten. Abends haben wir einer Zeremonie im örtlichen Hindu Tempel beigewohnt. Das war wirklich interessant und unser Guide Mo konnte uns alles Wichtige hierzu erklären. Am folgenden Tag gab es einen Kochkurs bei einer einheimischen Familie. Das gekochte Essen durfte anschließend natürlich auch verkostet werden und war eines der besten Essen dieser Reise. Nachdem wir noch den Sonnenuntergang am Fluss genossen haben mussten wir uns für die Weiterreise fertig machen. Diesmal ging es ganz abenteuerlich mit dem Nachzug weiter nach Varanasi.
Adel und Klerus: PrinzHessin trifft heilige KuhGanz nah dran, hier gibt es keine Zäune, Absperrungen und Co Martina kocht Masala ChaiKleine Stadt, großes Kino: Sonnenuntergang am Fluss
Die Fahrt im Nachtzug war im Nachhinein weniger schlimm als anfangs befürchtet. Das herausforderndste waren allerdings die Toiletten im indian style bei einem ständig Ruckelnden Zug.
Michi im NachtzugUnser Abteil, war relativ wenig Privat
Varanasi
In Varanasi angekommen ging es gleich weiter in Richtung Ganges. An den Treppen zum Fluss, Ghats genannt, ging es weiter mit dem Boot. Uns wurde die Stelle des Flusses gezeigt, an welcher die Verstorbenen im heiligen Wasser des Ganges gewaschen und anschließend verbrannt werden. Dies war beeindruckend. Dabei fiel auf, dass lediglich Männer an der Verbrennung teilenehmen. Mo klärte uns auf, dass Weinen ein Tabu bei dieser Zeremonie ist und Frauen deshalb hiervon ausgeschlossen sind – sie seien zu emotional.
Andere Länder, andere Sitten: Verbrennungen finden hier im öffentlichen Raum stattVaranasi ist den Indern heilig, täglich findet hier eine Zeremonie statt
Nach dem Sonnenuntergang haben wir noch eine Gebetszeremonie miterleben können, bei welcher dem heiligen Fluss Ganges gedankt wird. Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus um den Sonnenaufgang zu sehen. Anschließend ging es in das muslimische Viertel der Stadt, welches für die Verarbeitung von Seide bekannt ist. Natürlich sind auch zwei, drei Erinnerungsstücke in unserer oder viel eher meiner Tasche gelandet xD
Der nächste Tag sollte unser längster Reisetag mit 14 Stunden werden. Ziel war Butwal im Nachbarland Nepal.
Klicke hier um mehr über den dritten Teil der Reise zu erfahren.
In 2019 zog es uns für dreieinhalb Wochen nach Indien und Nepal. Auf dem Hinweg haben wir allerdings zunächst einen Stopp-Over in Dubai eingelegt. Ziemlich übernächtigt sind wir morgens in Dubai gelandet und haben gleich die Stadt besichtigt. Als erstes ging es für uns auf den Gewürz Souk. Gleich am ersten Stand sind wir hängen geblieben und haben fast unser ganzes Bargeld für Currypulver und losen Tee ausgegeben – das müssen ja gute Sachen sein. xD
Glücklicher Gewürzhändler, welcher wohlmöglich seinen Tagesumsatz nach einem Kunden erreicht hat
Etwas verunsichert, ob wir jetzt wirklich über den Tisch gezogen wurden, hat es uns dann erstmal in die Dubai Mall verschlagen, welche uns erschlagen hat. Hier gibt es Läden von gefühlt allen Geschäften der Welt. Sogar eine Eisbahn und ein Aquarium gibt es dort. Wahnsinn! Wir haben uns ein Stück Käsekuchen bei der Cheesecake-Factory gegönnt bevor es dann wieder Richtung Hotel.
Michi hat sich für ein Oreo-Cheesecake entschieden, sehr Lecker, sehr sättigend
Dort wurden wir nachmittags nämlich für unsere Wüsten-Safari abgeholt. Die Jeep-Fahrt mit 4 weiteren Gäste hatte es wirklich in sich. Hoch und runter über die Dünen und auch viel Rutschen war dabei. Sehr durchgerüttelt sind wir dann in einem Beduinen-Camp angekommen. Dort gab es ein leckeres Buffet für uns und auch Unterhaltungsprogramm, von einer Bauchtänzerin zu einem Feuerspucker war alles dabei. Anschließend ging es ziemlich fertig wieder zurück ins Hotel.
Martina und Michael nach der Wüstensafari im TouristencampTänzer beim abendlichen Programm (schneller Tanz, lange Belichtung xD)
Am nächsten Tag stand eines der Must-Dos in Dubai auf dem Programm, die Besichtigung des Burj Khalifas – dem höchsten Gebäude der Welt. Beeindruckend war der Ausblick bei dem einem deutlich wurde, dass Dubai ein Wüstenstaat ist. Drumherum gab es viele Gebäude und Baustellen, aber dahinter nur Sand. Anschließend haben wir uns noch einen Kamelchino gegönnt – ein Cappuccino mit Kamelmilch. Interessant…
Michael im Burj KhalifaDer Kamelchino wird ganz modern via iPad bestellt
Gestärkt ging es dann mit der Monorail noch auf die künstlich angelegte Palmen-Insel. Das bekannte Atlantis-Hotel wollten wir auch sehen. Dieses ist so groß, dass hier ebenfalls ein riesiges Aquarium enthalten ist. Zum Abschluss ging es abends wieder zurück zum Burj Khalifa um die tägliche Wasser- und Lichtershow zu sehen.
Martina grüßt den TaucherBlick von der Monorail auf das PalmenhotelDie beeindruckende Lichtershow
So ging unser kurzer Aufenthalt in Dubai zu Ende. Abschließend können wir sagen, dass Dubai eine moderne und pulsierende Stadt ist, allerdings geschichtlich nichts zu bieten hat. Dennoch wird uns die Zeit hier – insbesondere die Wüstensafari und der Burj Khalifa in Erinnerung bleiben.
Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter in Richtung Delhi.