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Heute möchte ich euch von unserer Reise in die Ägäis berichten. Normalerweise buchen wir kein Pauschalangebot, jedoch war im Jahr 2020 alles anders. Wegen Corona konnten wir nicht wie üblich nach Ibiza fliegen. Daher suchten wir eine Alternative. So buchten wir die Reise auch ganz old fashioned im Reisebüro. Hierdurch erhofften wir uns eine bessere Rückabwicklung, falls Griechenland zu einem Risikogebiet erklärt würde.

Alltag im All Inclusive Hotel

Wir haben uns für ein All Inclusive Hotel auf der Insel Kos entschieden. Es warteten also zwei Wochen mit viel Essen und wenig Bewegung auf uns. Das Hotel war schon ein bisschen älter, wurde jedoch kürzlich vollkommen saniert. Die Anlage war dementsprechend sauber und gepflegt.

Unsere Hotelanlage

Unser Zimmer lag im älteren Hotelbereich. Ein etwas neuerer Bereich ist wie ein griechisches Dorf angelegt worden. Eines der beiden à la carte Restaurant war dort angesiedelt. So hatte man beim abendlichen Essen ein stückweit das Gefühl in einer griechischen Taverne zu dinieren.

Wirkt wie ein Dorf

In diesem Resturant war das Essen selbst griechisch Inspiriert.

À la carte im Hotel

Das zweite à la carte Restaurant hatte Italien als Thema. Natürlich gab es auch ein klassisches Buffet, denn die à la carte Restaurants durften jeweils je Urlaubswoche nur einmal gebucht werden. So gab es für uns immerhin vier Mahlzeiten außerhalb der Massenabfertigung im Standardrestaurant.

Unsere Tage verbrachten wir meistens am Strand. Ich habe fleißig in meinen Kindle gelesen und die Ruhe genossen. Martina war auch am Pool und hat ein stückweit getrauert nicht auf Ibiza zu sein. Ein bisschen Abwechslung musste auch her. So haben wir auch mal die Hotelanlage verlassen. In Summe konnten wir uns für drei Aktivitäten außerhalb der Hotelanlage motivieren.

Ausflug nach Kos Town

Unser erster Ausflug führte uns nach Kos Town, diesen Ort haben wir auf eigene Faust entdeckt. Unweit von unseren Hotel startete der Bus zur Inselhauptstadt. Die Fahrt in dem durchgenudelten Gefährt hat etwa eine Stunde gedauert. Kos Town selbst war hübsch, süß und klein. Wir sind ohne konkretes Ziel durch die Stadt geschlendert und haben uns treiben lassen. So entdeckten wir unter anderem die Markthalle.

Hafen

Dort kauften wir auch allerlei Mitbringsel. So konnte ich zu meinem Geburtstag nach dem Urlaub einen griechischen Abend mit Mousakka machen. Bei unseren Spaziergang begegneten uns immer wieder grob reparierte Gebäude.

Markthalle

Im Jahr 2017 ist es zu einem Seebeben gekommen. Dieses hat auch Kos Town beschäftigt, die Spuren sind noch heute zu erkennen.

Vor der Kirche

Kos Town war eine gelungene Abwechslung zum eintönigen Hotel Alltag. Ich hatte ja noch genug andere Tage für meinen Kindle.

Auf den Vulkan

Unseren zweiten Ausflug haben wir bei der TUI gebucht. Ziel war die Nachbarinsel Nissyros. Hierfür sind wir morgens mit dem Bus von unseren Hotel in den nah gelegenen Ort Kardamena gefahren. Dort wartete schon ein Piratenschiff auf uns. Ohne Segel, aber mit Schweröl ging es los. Die Tour startete seicht. Wir besuchten zuerst einen Ort unweit vom Hafen. Dieses war nett mehr aber auch net. Anschließend ging es auf den Berg.

Unser Schiff

Oben angekommen liefen wir erst durch ein kleines süßes Dorf. Das Highlight war aber hinter dem Dorfplatz gelegen.

Dorf beim Krater

Denn nach einigen Metern hatte man einem unfassbar schönen Blick auf den Vulkan. Manchmal ist es schon erstaunlich, welch spektakuläre Orte es gibt. Unser Urlaub in den Ägäis war Zufall, die Reise hat sich meines Erachtens alleine hierfür gelohnt.

Blick auf den Krater

Nach ein bisschen Aufenthalt oben auf dem Berg, haben wir uns peu à peu den Krater genähert. Die Luft wurde immer schlechter.

Im Krater

Es war sogar möglich den Krater zu betreten. Hier war die Luft noch schlechter, es roch stark nach Schwefel. Gefühlt war der Sauerstoffanteil geringer als üblich. Für mich war es ein spektakuläres Erlebnis. Ich war bisher noch nie so dicht an einem Vulkan gewesen. Ich bin zwar am Rande des größten zusammenhängenden Vulkangebiets Mitteleuropas aufgewachsen, diese Vulkane sind jedoch vor 7 Millionen Jahren erloschen und fühlen sich dementsprechend auch eher wie Berge an. Hier in Griechenland war es ein komplett anderes Gefühl. Der Vulkan war als solches zu erkennnen. Dieser Ausflug war für mich definitiv der Höhepunkt unserer Zeit in den Ägäis!

Michi im Krater

Müde und wahrscheinlich auch benebelt von den Gasen des Vulkans ging es für uns zurück ins Hotel. Das Piratenschiff hat uns zu unserer Heimatinsel Kos gebracht.

Rückfahrt

Tempel, Wein und co.

Unseren dritten Ausflug haben wir erneut bei der TUI gebucht. Gestartet sind wir mit einem Ausflug nach Kos Town. Für uns war es ein stückweit kalter Kaffee. Im Anschluss fuhren wir zum Asklepieion von Kos. Hierbei handelt es sich um eine Ruine, welche ihren Ursprung schon vierhundert Jahre vor Christus hat. Bei dem Asklepieion handelt es sich um eine Mischung aus Tempel, Heiligtum und Krankenhaus. Wir hatten bei dieser Etappe Tablets bekommen und konnten Dank augmented reality erahnen wie der Ort mal ausgehend haben könnte. Was neben den alten Gebäude auch beeindruckend war ist die Nähe zur Türkei. So reichte der Blick vom Tempel ausgehend über Kos Town, dem Meer bis hin zum türkischen Festland. Das griechische Kos Town liegt nur 20 km vom türkischen Bodrum entfernt.

Asklepieion von Kos

Nach soviel Kultur war Zeit fürs Essen. Hierfür wurden wir auf einen Berg gefahren um das inkludierte Mahl einzunehmen. Das Restaurant war in einem Dorf gelegen. Es war unfassbar windig, so dass immer wieder Teile vom Tisch geflogen sind. Das ein oder andere Glas ging zu Bruch. Nach dem Essen schlenderten wir noch ein bisschen durch die Ortschaft. Letztendlich war es Zeit für einen weiteren Stopp auf unserer Tour. Mein Highlight für den heutigen Tag. Es ging nun zu einem Weingut denn bei unserem Ausflug war auch eine Weinprobe dabei. Nachdem unsere Reiseleiterin uns eröffnete wie der konkrete Zeitplan aussieht schrumpfte der Programmpunkt zu einem Weinpröbchen. Uns wurden zuerst fünf Weine gezeigt und auch ein stückweit erklärt. Im Anschluss durften wir auch selbst probieren. Unseren Favoriten haben wir auch mit nach Deutschland gebracht. Während der Weinprobe hatten wir noch die Gelegenheit das Weingut näher zu besichtigen. Der Weinkeller ist mir hierbei besonders in Erinnerung geblieben.

Die Tour war aber noch nicht ganz zu Ende. Im Anschluss haben wir uns noch die schmalste Stelle der Insel besucht. Unsere Reiseleiterin hat es folgendermaßen erklärt. Die Umrisse von Kos sehen aus wie ein Lamm, welches man grillen möchte. Daher sind keine Beine zusehen, diese wurden sozusagen abgebunden. Und wir standen jetzt auf dem Hals, von diesen Ort sind beide Küsten einsehbar. Zum Schluss hatten wir noch die Gelegenheit griechischen Honig zu erwerben. Natürlich haben wir auch dort zugeschlagen. So neigt sich ein langer Tag seinen Ende entgegen.

Was bleibt?

Zwei Wochen ohne wirklich vielen Aktivitäten gingen schnell zu Ende. Auf unserer Bucket List stand Kos nie. Dennoch war es eine schöne Zeit und mir bleiben besonders die Vulkaninsel Nisyros, unsere Reiseleiterin Mandu und die Bardame Elena in Erinnerung. Das Hotel war super, dennoch ist All Inclusive nicht meine bevorzugte Art Urlaub zu machen. Man isst und trinkt mehr als notwendig, sodass auch unnötige Kilos zu dem unfreiwilligen Reisemitbringsel zählen.

Am Flughafen

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