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In 2018 hat es uns für vier Wochen nach Kuba verschlagen – unser erster großer gemeinsamer Urlaub.
Havanna
Gestartet sind wir in Havanna, der Hauptstadt Kubas. Mit einem Hop-On-Hop-Off-Bus haben wir zunächst die Stadt erkundet um uns einen Überblick zu verschaffen. Natürlich haben wir auch das Rum-Museum von Havanna Club besucht und eine Kostprobe der verschiedenen Jahrgänge erhalten. Den Sonnenuntergang am Malecón haben wir mit einem Cubanero (eigene Biermarke des Landes) genossen. Besucht haben wir auch das Revolutionsmusem in Havanna. Für eine dortige Schulklasse waren wir das größere Highlight als die Einschusslöcher in den Wänden oder die ausgestellten Autos der damaligen Jahre. Generell hat die Stadt ihre besten Zeiten leider bereits hinter sich, versprüht aber dennoch einen gewissen Charme.



Valle de Viñales
Weiter ging es anschließend mit dem Bus nach Viñales, wo wir ebenfalls ein paar Tage verbracht haben. Dort konnten wir die wunderschöne Landschaft mir ihren Kalksteinbergen bewundern und haben sogar eine Tabakplantage besucht. Hier wurde uns gezeigt wie Zigarren hergestellt werden – eine Kostprobe durfte dabei natürlich nicht fehlen. Von Viñales aus haben wir einen Tagesausflug nach Cayo Levisa gemacht, einer wunderschönen Koralleninsel mit weißem Sandstrand und türkisfarbenem Wasser. Bei Piña Colada und Mojito haben wir die Zeit genossen.

Baracoa
Anschließend ging es wieder zurück nach Havanna um weiter nach Baracoa, in den Süden des Landes, zu fliegen. Der Flug selber war schon ein Abenteuer für sich, aber wir sind gut in Baracoa angekommen. Dort wurden wir direk von unserem Vermieter empfangen und in unsere Unterkunft gebracht. Von Baracoa aus haben wir einen Ausflug in den Humboldt Nationalpark unternommen. Bei einer Wanderung haben wir u.a. den kleinsten Frosch der Welt gesehen. Ob uns dieser oder die Fahrt mit dem Ochsenkarren länger in Erinnerung bleiben wird, wird sich zeigen. Am nächsten Tag wollten wir mit unserem Vermieter William eine Schokoladenplantage besichtigen. Leider ging es Michael nicht gut und so ist Martina allein unterwegs gewesen.


Santiago de Cuba
Anschließend ging es weiter nach Santiago de Kuba. Leider hat uns weder die Stadt, noch unsere Unterkunft gefallen, sodass wir unseren Aufenthalt verkürzt haben. Da Michael immer noch nicht fit war, wäre unser ursprünglicher Plan, in ein Rebellen Camp in die Sierra Maestra zu fahren, sowieso nicht möglich gewesen.


Ciego de Ávila und Cayo Coco
Mit dem Nachtbus von Viazul ging es dann also weiter. Die Verkehrsmittel in Kuba sind alle in keinem guten Zustand. Da war es nicht verwunderlich, dass wir einen ungeplanten Stopp einlegen mussten, weil die Freno kaputt war. Gut, dass unser Spanisch im ersten Moment nicht gereicht hat um zu wissen, dass es sich hierbei um die Bremse handelt… angekommen sind wir am nächsten Morgen unversehrt in Ciego de Ávila. Dies war ein hübsches Örtchen, für uns allerdings nur ein Ausgangspunkt um einen Tagesausflug nach Cayo Coco zu machen. Dies war aufgrund des Karnevals, der aktuell stattfand, möglich. So machten wir uns mit vielen feierwütigen Kubanern auf den Weg auf die traumhafte Sandinsel. Dort haben wir zwei junge Kubaner kennengelernt, die uns beibrachten, dass wir blanco como un coco – also weiß wie eine Kokosnuss sind.

Santa Clara
Nach dem Tag ging es ein bisschen röter allerdings weiter nach Santa Clara. Dort konnten wir das beeindruckende Che Guevara-Denkmal besichtigen. Dort werden die sterblichen Überreste des Comandante aufbewahrt. Das imposante Denkmal wurde auch durch viel freiwillige Arbeit der ansässigen Bewohner errichtet, diese haben über 400.000 Stunden hieran mitgearbeitet.



Trinidad
Weiter führte uns der Weg nach Trinidad, einer wunderschönen Kolonialstadt. Hier ist Michael erstmal zum Arzt gegangen, weil es ihm immer noch nicht gut ging. Er hatte Parasiten, die aber dank der verschriebenen Tabletten schnell wieder weg waren. Von Trinidad aus haben wir den wohl schönsten Strand der Südküste besucht: Playa Ancón. Ebenso haben wir einen Ausflug nach Topes de Collantes und in das Valle de los Ingenios unternommen. Hier wurde uns gezeigt wie früher Zuckerrohr angebaut und verarbeitet wurde.




Varadero
Der letzte Stopp unserer Reise führte und nach Varadero. Ursprünglich wollten wir um diese touristische Region einen großen Bogen machen, aber die letzten Wochen waren doch anstrengender und entbehrungsreicher als anfangs gedacht. Warmes Wasser, Seife, eine Toilettenbrille und genereller Wasserdruck sind keine Standards in Kuba – dies haben wir selber erfahren. Im All-In-Hotel haben wir es uns deshalb eine Woche gut gehen lassen, bevor es anschließend wieder nach Havanna ging. Dort haben wir noch ein paar Tage vor unserer Heimreise verbracht.



Zurück in Havanna
Zurück in Havanna machten wir noch ein bisschen Sightseeing. So sind wir mit einer Fähre auf die andere Hafenseite gefahren. Vorm Boarding der Fähre wurden wir wie am Flughafen durchleuchtet. Ein Blick in den Reiseführer brachte uns dann auch eine Erklärung für diese Prozedur. In der Vergangenheit haben so einige Kubaner immer wieder versucht das Fährschiff zu kapern um damit in die USA zu flüchten. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden daraufhin angepasst.
Die andere Hafenseite war absolut sehenswert. Dort konnten wir eine alte Festungsanlage besichtigen. Als wir über das Gelände geschlendert sind riefen uns auf einmal zwei Herren zu sich. Es stellte sich heraus, dass diese beide Herren die Lotsen des Hafens von Havanna sind. Für ein Trinkgeld haben sie uns alles gezeigt und erklärt. Hierbei erfuhren wir sogar, dass einer der beiden Herren zu DDR Zeiten einmal in Rostock war.


Nach dem obligatorischen Kauf von Souvenirs neigte sich unsere Zeit auf Kuba auch schon ihren Ende entgegen. Ereignisreiche vier Wochen liegen nun hinter uns.
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