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Heute möchte ich euch über unseren Trip in die tschechische Hauptstadt berichten. Der Grund unserer Reise war ein Konzertbesuch. Den Name der Band werde ich erst später verraten. Wenn du neugierig bist, musst du jetzt weiter lesen xD.
Anreise
Abends nach der Arbeit ging es für uns direkt zum Flughafen. Da der Abflug erst um 22:00 war sind wir dementsprechend spät auch erst im Hotel angekommen. Daher ging es für uns direkt ins Bett.
Prager Altstadt
Nach einer erholsamen Nacht sind wir am nächsten Morgen nach einem leckeren und reichhaltigen Frühstück im Hotel zu unserer Free Walking Tour gefahren. Treffpunkt war der Old Town Square.

Eine Free Walking Tour ist für uns beide der ideale Start um eine neue Stadt kennenzulernen. Unser Guide hieß Brian und stammte ursprünglich aus England. Mit ihm zusammen haben wir die Prager Altstadt erkundet. So wurden wir auch mit vielen Infos über die geschichtliche Entwicklung versorgt. Er spannte den Bogen ausgehend von Österreich-Ungarn über die deutsche Besatzung während dem 2. Weltkrieg, über die kommunistische Zeit bis hin zum heutigen Prag. Brain hat uns netterweise auch eine Zettel mit Tipps und Lokal-Empfehlungen ausgeteilt. So hatten wir auch schon eine Anlaufstelle für unser Abendessen. Brian hat sogar einen eigenen Youtube Channel. Unter dem Namen The Masked Guide ist der Kanal zu finden. Hierfür kaufte er sich sogar eine Greenscreen und erklärt seine Publikum die Geschichte von Prag noch detaillierter.


Nach der Führung brauchten wir erstmal eine kleine Stärkung. So hat es uns in einen Biergarten an der Moldau verschlagen. Gut gestärkt nach zwei Bier sind wir noch etwas durch die Stadt geschlendert. Nach einem leckeren tschischschischen Abendessen ging es auch schon wieder zurück zum Hotel.
Prager Burg
Unseren zweiten vollen Tag in Prag haben wir erneut mit einer Free Walking Tour gestartet.

Der Schwerpunkt war jedoch ein anderer, denn dieses Mal ging es hoch zur Prager Burg. Nicht nur das Ziel war ein anderes, sondern auch der Guide. Nico hat sogar mit Freunden seine eigenen kleine Agentur namens „100 Spires City Tours“ gegründet und bietet mit Angestellten Touren zu verschiedenen Themen an. Unsere Zeit mir ihm war richtig gut. Er hat alles total interessant und lebendig rübergebracht und auch die Organisation an sich war sehr gut. So gibt es täglich um 12:00 einen Wachwechsel an der Burg. Diesen haben wir aber kurz vorm Schluss verlassen um die Sicherheitskontrolle schneller passieren zu können. Das heißt, den eigentlichen Zugang zur Burg gibt es erst, wenn man durchleuchtet worden ist. Da sich alle Touristen den Wachwechsel bis zum Ende anschauten, waren wir innerhalb kürzester Zeit in der Burg. Auch hier gab es jede Menge Infos und Geschichten über Tschechien. Die Tour war mehr als gelungen und endete mit einem wunderbaren Ausblick über die Stadt. Wir haben sogar noch eine E-Mail von Nico bekommen, welche neben Werbung für die anderen Touren auch ein 14-seitiges PDF-Dokument mit Tipps und Empfehlungen enthielt.



Das war eine gute Sache und wir hatten so schnell wieder ein Restaurant für den Abend gefunden. Nach der Tour wollten wir noch höher hinaus um uns eine weitere Sehenswürdigkeit anzuschauen: Der Petrin-Turm. Dieser ähnelt von seiner Struktur ein bisschen dem Eiffelturm. Dort angekommen mussten wir feststellen das uns die Schlange zu lang und die Treppen zu viel waren. Immerhin sind wir schon den Berg zum Turm hinauf gelaufen. Daher haben wir den Aussichtspunkt nur von unten begutachtet.

Wir sind dann mit einer Zahnradbahn wieder runter in die Stadt gefahren. Abendessen gab es dann bei u Fleku, einer Empfehlung von unserem Guide Nico. In der Beschreibung klang die Empfehlung wie folgt: „The oldest surviving brewery in Prague. You can not geht their beer anywhere else in the world. Expect a lot of german tourists because they know what is good in Prague“. So war es dann auch. Viele Deutsche und super Essen und Trinken. Also genau mein Ding. Anschließend ging es wieder zurück zum Hotel. Gutes Essen macht halt müde.

Bootsfahrt und Konzert
Am heutigen Tag steht auch das Konzert an, jedoch startete dieses erst am Abend. So haben wir noch jede Menge Zeit um Prag noch ein bisschen besser kennen zu lernen. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Fahrt auf der Moldau entschieden. Gekauft haben wir Tickets für ein kleineres Boot, was den Vorteil bietet auch in den Teufelskanal einzufahren. So starteten wir am Pier Nr. 3 und fuhren mit dem Boot bis zur Karlsbrücke.


Der Seemann hat uns auch Erklärungen zu den vorbeiziehenden Gebäuden gegeben. Ausgehend von der Karlsbrücke sind wir in den Teufelskanal eingefahren. Von dort aus ging es wieder zurück zum Pier Nr. 3. Nach der Zeit auf dem Wasser war wieder Zeit für Kultur, denn etwas Kultur muss ein. So sind wir in das Kommunistische Museum gegangen.

Dieses war modern aufbereitet und die Ausstellung war sehr umfangreich. Dennoch war der Besuch für meinen Geschmack etwas langwierig, es gab zu viele Texte zu lesen. Ich hab keine Lust xD. Ein Audioguide wäre hier eine coole Sache gewesen. Nach so viel Bildung hatten wir uns ein bisschen Zerstreuung verdient, daher ging es für uns jetzt in den Lena Biergarten. Leckeres Bier und ein guter Blick auf die Stadt, daher eine empfehlenswerte Aktivität. Nun wird es aber langsam Zeit für die Anreise zum Konzert. Daher habe ich mir im Hotel das entsprechende Shirt angezogen und wir fuhren zum Veranstaltungsort. Man konnte sich nicht wirklich verfahren, da die Bandinsignien immer mehr wurden. Also einfach der Masse nach.
Seemann, etwas Kultur muss sein, ich hab keine Lust, konnten ihr in dem vorherigen Absatz lesen. All diese Fragmente sind Bestandteil der Songs der Band, welche wir besuchen werden. Ja richtig geraten. Es handelt sich um Rammstein.


Wir haben erst recht spät mitbekommen das Rammstein auf Tournee geht. So waren Karten in nur noch recht wenigen Städten verfügbar. Von den noch freien Städten hatte uns Prag am meisten zugesagt. Was sich jedoch für uns als perfekte Wahl herausstellte. Das Konzert selbst war unfassbar gut. Die Bühnenshow war maximal beeindruckend. Ein absolutes geniales Erlebnis.
Karlsbrücke und Abreise
Der Tag nach dem Konzert war auch schon der letzte. So haben wir morgens die Gelegenheit genutzt um noch ein bisschen durch die Stadt zu schlendern. Hierbei sind wir auch endlich selber über die Karlsbrücke gelaufen.
