Unsere Zeit in Bolivien ist zu Ende. Ursprünglich bestand der Plan darin etwa 2 Wochen in dem Land zu verbringen. Aufgrund der angespannten Lage in Peru sind hieraus jedoch fast 4 Wochen geworden. 

Essen und Trinken

Choripan

Als Deutscher ein Muss: Die bolivianische Version einer Bratwurst. Das ganze wird noch mit Salat und leckeren Saucen garniert. Im Hochland habe ich sogar eine Variante aus Lamafleisch gegessen. ¡Era Rico!

Choripan

Piqué Macho

Dieses Gericht haben wir ja schon in den Beiträgen erwähnt. Es ist sozusagen die bolivianische Version des Dönertellers. Das heißt, Pommes werden mit Fleisch serviert. Ich habe sogar einmal eine Piqué Macho Pizza probiert. Diese war auch lecker, hatte aber nicht mehr viel mit dem italienischen Klassiker gemein. 

Piqué Macho

Papa Rellena

Die Kartoffel „Papa Rellena“ wird mit Fleisch, Ei oder auch Käse gefüllt. Ummantelt wird sie von einer Art Kartoffelbrei und das ganze wird dann frittiert. Wer mag kann noch leckere Saucen hinzufügen. Eines unserer Highlights von den Straßenständen.

Papa Rellena

Sopa con Mani 

Die Erdnusssuppe „Sopa de Mani“ war wirklich lecker, jedoch anders als erwartet. Der Erdnussgeschmack stand nicht im Vordergrund. Die vegetarische Suppe wird mit Nudeln oder Reis als Einlage serviert.

Sopa con Mani

Buñuelos y Api 

Hmmm ein leckerer Nachmittagssnack. Der Api ist ein gewürztes, dickflüssiges Maisgetränk. Diesen gibt es in helle oder dunkle oder auch gemischt und er wird warm serviert. Dazu gab es für uns ein Buñuelo, ein frittierte Hefefladen mit Anis. Diesen kann man mit Puderzucker oder Honig essen. Es erinnerte etwas an einen süßen Langosch.

Buñuelos y Api 

Geld und Kosten

Die bolivianische Währung nennt sich Boliviano oder einfach BOB. 

BOB

Bolivien ist ein günstiges Reiseziel. Eine Hotelübernachtung gab es ab etwa 20 Euro. Für 0,80 Euro hat man ein Choripan am Straßenrand kaufen können. Einen Inlandsflug bekommt man ab 40 Euro. Der Preis für eine 5 stündige Überlandfahrt im Bus Betrug etwa 5 Euro. 

Kommunikation

Spanisch macht das Leben in Bolivien leichter. Weder Martina noch ich sprechen wirklich gutes spanisch. Aber immerhin sind wir in der Lage unsere Bedürfnisse auszudrücken und das war wirklich hilfreich. So konnten wir auch in den eher untouristischen Gegenden wie Trinidad zurechtkommen. Es war auch schön, auf den Märkten ein paar Worte mit den Verkäuferinnen wechseln zu können. Diese haben sich immer sehr gefreut und wir beide hatten einen großen Wiedererkennungswert. 

Transport

In den Ortschaften 

Uber ist in Bolivien nur in zwei Städten verfügbar – Santa Cruz und La Paz. Generell hat Uber in Santa Cruz sehr gut funktioniert, in La Paz war es weniger verbreitet. Dementsprechend waren die Wartezeiten länger. Jedoch gibt es in La Paz die innerstädtische Seilbahn. Diese war ebenfalls ein gutes und günstiges Transportmittel. 

In den anderen Orten sind wir Taxi gefahren. Diese waren auch eher günstig. Wichtig: Fahrpreis immer vorher verhandeln. 

Überlandfahrten 

Bolivien ist dreimal so groß wie Deutschland. Das heißt, Überlandfahrten mit dem Bus dauern sehr lange. Daher ist fliegen durchaus eine Alternative. Ein 50 minütiger Flug kann einem eine 12 stündige Busfahrt ersparen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man die Straßen meidet. Gerade in der Regenzeit kommt es immer wieder vor, dass diese unterspült werden und dadurch unpassierbar sind. Fliegen ist darüber hinaus ziemlich günstig. Die lokale Airline BOA hat einen guten Eindruck gemacht. Die Flugzeuge waren relativ modern und bekannte Modelle wie die 737-800 waren im Einsatz. Meine schlimmste Flugerfahrung war mit der kubanischen Airline Cubana, hiermit konnte man Bolivien in keinster Weise vergleichen. 

Busticket

Sicherheit

Wir haben uns in Bolivien sicher gefühlt. Wie immer haben wir auch hier auf unsere Wertgegenstände geachtet und diese nicht öffentlich zur Schau gestellt. Auch im Dunkeln haben wir uns sicher gefühlt, dunkle Gassen allerdings gemieden. Generell haben wir auf unser Bauchgefühl gehört und sind damit sehr gut gefahren.

Das war gut

Bolivien ist ein sehr interessantes und vor allem vielfältiges Reiseziel. Saftig grüner Regenwald, karges Hochland und einmalige Landschaften wie die unwirkliche Salzwüste machen es besonders. Wir erlebten viele tolle Momente hier. So haben wir Piranhas im Amazonasbecken gefangen, sind Seilbahn in einer der höchsten Städte der Welt gefahren, haben die ehemals reichste Stadt Potosí besucht und auch den Sternenhimmel über Uyuni bewundert. 

Lagune mit Flamingos

Das war weniger gut

Uns hat Bolivien sehr gut gefallen und daher war nichts wirklich schlecht. Man muss sich jedoch im Klaren sein, dass man ein armes Land bereist. Dass heißt auch, dass der Standard niedriger ist als man was man von Zuhause gewohnt ist. Wenn man darüber hinwegsehen kann, ist es ein tolles Reiseziel.

Fazit

Bolivien hat sich gelohnt! Ein tolles Reiseziel, in dem es sehr viel zu entdecken gibt. Am meisten bleibt mir der Salar de Uyuni in Erinnerung. Das war mein absolutes Highlight und stellt für mich bis jetzt den Höhepunkt des Sabbaticals dar.