Unsere Zeit in Chile ist zu Ende. Wir haben das Land von Nord bis Süd bereist, jedoch mit großen Lücken.

Essen und Trinken

Um unser Budget zu schonen, sind wir im Vergleich zu Bolivien seltener essen gegangen. Darüber Hinaus waren wir auch weniger neugierig und haben daher eher internationale Klassiker wie Burger 🍔 und Pizza 🍕 gegessen. Daher gibt es an dieser Stelle keine Beschreibungen. 

Geld und Kosten

Chile ist kein günstiges Reiseland. Die Preise sind größtenteils mit denen in Deutschland zu vergleichen.

Kommunikation

In Chile ist es von Vorteil Spanisch zu sprechen. Wobei in den Touristengegenden Englisch sehr verbreitet ist. Das Spanisch war gar nicht so leicht zu verstehen. Es klang alles ein bisschen vernuschelt. So wurde beispielsweise das Wort „Pollo“ eher wie „Pojscho“ ausgesprochen. Gefühlt haben die Chilenen auch schneller gesprochen als etwa Peruaner oder Bolivianer. 

Auch in Chile haben wir uns wieder eine SIM-Karte geholt. Wie bisher in Südamerika üblich war auch in Chile keine Registrierung notwendig. Die Karte war sofort einsatzbereit. 

Transport

Überlandbusse

Zwischen den Städten fahren Überlandbusse. Die Tickets waren relativ günstig und die Busse haben einen guten Eindruck hinterlassen. Zum Glück haben wir in Patagonien die Tickets einige Tage im Voraus gebucht. Das Angebot ist begrenzt und man möchte ja nicht hängen bleiben.

Metro in Santiago

In Santiago de Chile sind wir viel mit der Metro gefahren. Man konnte sich gut zurechtfinden. Generell hat mich die Metro stark an Madrid erinnert. Die Züge waren sauber, haben sogar einen besseren Eindruck hinterlassen als in Frankfurt. 

Uber

Auch Uber hat gut funktioniert. Wir haben es in Santiago und Punta Arenas genutzt. 

Sicherheit

Wir haben uns auch in Chile sehr sicher gefühlt. Wie immer haben wir auch hier auf unsere Wertgegenstände geachtet. 

Während einer Free Walking Tour berichtete uns ein US Tourist von einer Masche, von welcher ihm eine Dame während einer anderen Free Walking Tour berichtet. Eine Touristin wurde im Zentrum von einer Frau auf Vogelkacke im Haar aufmerksam gemacht. Die Frau half der Touristin den Dreck zu entfernen. Später stellt sie fest das ihr Geldbeutel nicht mehr da war. Die Vogelkacke diente als Vorwand, um die Aufmerksamkeit der Touristin zu bekommen. In der Zwischenzeit hat eine zweite Person ihr Portmonee gestohlen. 

Besonderheiten auf der Osterinsel

Auf der Osterinsel waren einige Dinge im Vergleich zum chilenischen Festland anders. 

Das begann schon mit der Einreise. Die Osterinsel hat einen besonderen politischen Status. Wir mussten vor der Reise ein Formular ausfüllen. Denn man braucht zwingend vor der Anreise einen Nachweis über eine Unterkunft und auch ein Rückflug muss schon gebucht sein. Selbst die Chilenen müssen ihre Reise vorher anmelden. Daher war der Flug auf die Osterinsel nicht wie ein Inlandsflug. Neben der extra Passkontrolle musste auf der Osterinsel nochmal das ganze Gepäck durchleuchtet werden. Da auf der Osterinsel keine Früchte oder tierische Produkte eingeführt werden dürfen. 

Im Vergleich zum Festland ist auch das Preisniveau ein anderes. Im Supermarkt ist alles mindestens doppelt so teuer. Die Produkte haben ja auch eine weite Reise hinter sich. 

Auch bei der Kommunikation gab es ein paar Besonderheiten. Neben spanisch sprechen die Menschen auch Rapanui, die Sprache der Ureinwohner. 

Was die technische Kommunikation betrifft, war manches Speziell. So funktionieren auf der Osterinsel ausschließlich SIM-Karten des Anbieters Entel. Generell war das Internet extrem langsam.

Das war gut

Chile ist ein unglaublich vielfältiges Land. Alleine seine große Nord-Süd Ausdehnung sorgt für viele Klimazonen. Dementsprechend groß ist die Varietät der Landschaft. Unsere Reise startete in kurzer Hose in der Wüste und endete mit mehreren Lagen Patagonia-Kleidung in Patagonien. Immerhin haben unsere Klamotten somit die Gegend ihrer Namensherkunft bereist. 

Meine zwei Lieblingsorte sind die Osterinsel und auch Patagonien. 

Die Osterinsel war paradiesisch. Wir hatten das Glück die Insel besonders leer erlebt zu haben. Der Tourismus hat noch nicht das Vor-Corona-Niveu erreicht. Statt 15 Flüge umfasste der Flugplan zu unserer Zeit lediglich 3 Flüge pro Woche. 

In Patagonien erwartet einen Weite und viel Wind. Die Landschaften sind rau und absolut beeindruckend. 

Das war weniger gut

Das war weniger gut

Wir waren in San Pedro de Atacama einer der nördlichsten Städte Chiles und auch ganz im Süden des amerikanischen Kontinentes, in Punta Arena. Jedoch haben wir Chile weniger intensiv bereist, vor allem im Vergleich zu Costa Rica und auch Bolivien. Sicherlich wär auch Zeit in der Weingegend schön gewesen. Jedoch drängte unser Zeitplan und der Höhepunkt des Sabbaticals liegt noch vor uns. 

Fazit

Wir hatten eine tolle Zeit in Chile. Besonders die Osterinsel und der Süden hat mir gut gefallen. Wobei die Zeit in Patagonien etwas knapp war. Das nächste mal würde ich auch ein Hotel im Nationalpark Torres del Paine buchen.