Unsere Zeit in Costa Rica ist zu Ende. Das ist eine gute Gelegenheit ein paar unserer Erfahrungen zu teilen. 

Essen und Trinken

Bei einem typischen costa-ricanischen Essen sind die Hauptbestandteile Reis und Bohnen. Und das ist bei jeder Mahlzeit der Fall, also morgens, mittags und abends. Morgens sind Reis und Bohnen schon miteinander vermischt. Dieses Gericht nennt sich Gallo Pinto.

Gallo Pinto.

Mittags und abends gibt es Casado zu essen. Hier werden Reis und Bohnen getrennt voneinander serviert und man darf selber mischen. 

Casado

Auf der Karibikseite gab es noch eine dritte Variante, welche den wohlklingenden Namen Rice and Beans trägt. Ähnlich dem Gallo Pinto, werden Reis und Bohnen direkt miteinander vermischt. Schmeckt jedoch anders, da neben Kokosmilch auch andere Gewürze verwendet werden. ¡Era rico!

Rice and Beans.

Das Essen war aber nicht langweilig. Zum einem schmeckte es überall anders, zum anderen gab es ja noch immer eine Begleitung zu den Reis und Bohnen. So hatte ich während meiner Zeit beispielsweise Fisch, Hähnchen und sogar Leber. Für Martina war es weniger abwechslungsreich. Oft gab es als vegetarische Alternative Gemüse, Käse oder Ei. Aber es gab immerhin immer eine vegetarische oder sogar vegane Option. Keine Sorgen ab jetzt ist der Beitrag frei von jeglicher Art von Reis und Bohnen.

Ebenfalls gab es bei jedem traditionellen Essen ein Stück Kochbanane, manchmal frittiert und manchmal gebraten. Diese liebt oder hasst man, bei uns war das Erste.

Besonders lecker war das Obst. Ananas schmeckt vor Ort nochmal deutlich besser als wir es aus Deutschland kennen. Bei dem Getränk Naturales wird das leckere Obst püriert und mit Wasser oder Milch gemischt. Ein Naturales de Piña 🍍 con Leche🥛 war da schon fast wie eine Piña Colada 🍹. 

Naturales de Piña con Leche.

Unser Guide Pamela hat uns erzählt, dass das Leitungswasser in Costa Rica, abgesehen von der Karibikseite, trinkbar ist. Martina und ich waren da sehr skeptisch. Wir hatten zuvor selbst zum Zähneputzen Wasser aus der Flasche genutzt. Andere aus unsere Reisegruppe waren da mutiger. Mit ein paar Tage Verzug haben wir es dann schließlich auch getestet. Wir hatten keine Magenprobleme, im Gegenteil, das Wasser aus Monteverde war sogar sehr lecker. 

Geld und Kosten

Die lokale Währung ist nach Christopher Columbus benannt und nennt sich Colones, denn sein spanischer Name ist Cristobal Colon. Die Geldscheine sind knallig bunt. Die hübsche Seite zeigt die Flora und Fauna von Costa Rica, die andere Seite Politiker. Ungewohnt hohe Zahlen sind auf den Banknoten zu finden. Es geht bei 1.000 Colones los und endet bei 20.000 Colones. Zum Zeitpunkt unseren Aufenthalts war das eine Spanne von etwa 1,6 € bis 32 €. Während unserer Zeit in Costa Rica haben wir Millionen verprasst 😅.

Geld aus Costa Rica.

Für mich überraschend war, dass der US-Dollar weit verbreitet ist. Die Einheimischen haben diesen sogar bevorzugt. Da wir immer wenn es ging mit Kreditkarte gezahlt hatten, war dies allerdings auch kein Problem. 

Costa Rica ist kein günstiges Reiseziel. Selbst die Preise im Supermarkt sind mitunter höher alls wir es aus Deutschland gewöhnt waren. Beim Essen gehen ist die Preisspanne groß. Am günstigsten sind die Sodas mit ihrem lokalen Essen. Fancy Bars oder Restaurant sind vom Preisniveau vergleichbar zu Deutschland oder auch darüber. 

Im Supermarkt.

Kommunikation

Wir hatten relativ wenige Gelegenheiten unsere bescheidene Spanischkenntnisse anzuwenden. Die meisten Ticos, so nennen sich die Menschen Costa Ricas selbst, sprachen mit uns Englisch und das sogar sehr gut. Dies hatte eine deutlich amerikanische Färbung. 

Zumindest haben wir ein bisschen Spanisch aufschnappen können. Denn eine spanische Phrase ist in Costa Rica allgegenwärtig – Pura Vida. Dies wird bei vielen Gelegenheiten genutzt. Hallo, Wie geht es dir?, Mir geht es gut, Ja, Danke, Bitteschön oder auch Tschüss kann Pura Vida bedeuten. 

¡Pura Vida!

Transport

Da wir eine Rundreise gebucht hatten, waren die Transporte zum aller größten Teil dabei. Wir sind jedoch manchmal auch auf eigner Faust losgezogen. Hierfür sind wir Taxi gefahren, denn Uber ist in Costa Rica illegal. Obwohl es nicht offiziell erlaubt ist, wird es allerdings dennoch genutzt. Viele setzten sich daher auf den Beifahrersitz und nicht auf die Rückbank, um die Fahrt „privat“ wirken zu lassen. Bei den Fahrten mit den Taxis haben wir vorher unseren Guide Pamela gefragt, was für die Strecke ein angemessener Preis sei. Diese Preise haben die Taxifahrer auch so verlangt. Überhöhte Taxipreise oder Touristenabzocken haben wir so nicht erlebt.

Das war gut

Die Natur ist beeindruckend schön und wir haben viele exotische Tiere wie Faultiere und Tukans in freier Wildbahn erleben können. Die Landschaft ist vielfältig. Dschungel, Nebelwald und auch Graslandschaften liegen nah beinander. Pazifik- und Karibikstrand während einer Reise zu erleben war toll, wobei die Karibikstrände in Kuba oder auch in Mexiko schöner waren als in Costa Rica. Am besten hat mir La Fortuna mit dem Vulkan Arenal gefallen. Die „öffentliche“ Hot Springs waren auch ein Erlebnis, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Soweit mir bekannt ist, ist keine aus der Reisegruppe schwanger geworden. Die „kommerzielle“ Variante der Hot Springs war dafür luxuriöser und dadurch auch entspannender. 

Der Vulkan El Arenal.

Das war weniger gut

So richtig schlecht war nichts während unserer Zeit in Costa Rica. Lediglich die Hauptstadt San José war wenig beeindruckend. Wegen dem Flughafen ist es allerdings ein guter Startpunkt für eine Rundreise. Für die Stadt selbst braucht man keine Zeit einzuplanen.

Ein sinnvoller Reisebegleiter wären noch eine Kamera mit Teleobjektiv oder auch ein Fernglas gewesen, welches ich allerdings nicht mitgenommen hatte.  

Innenstadt von San José.

Fazit

Das war ein gelungener Auftakt für unser Sabbatical. Ich werde gerne an die Zeit in Mittelamerika zurückdenken. Wir haben uns nicht wirklich mit dem Land, vor unserer Reise, befasst. Wir verliesen uns darauf, dass wie auch in Mexiko, Indien und Nepal alles gut durch den Veranstalter organisiert ist. So war es auch. Wir haben uns in dem Land wohl und sicher gefühlt. Costa Rica ist ein gutes Reiseziel in Mittelamerika, auch für Touristen gut bereisbar welche kein Spanisch sprechen.